Im letzten Artikel „Die 6 entscheidendsten Erfolgsbremsen im Internet-Business…“ bin ich bereits ganz kurz auf den wichtigen Punkt eingegangen, dass Sie offen für die Materie des (Internet-) Marketing sein müssen, um selbst auch wirklich erfolgreich Geld im Internet verdienen zu können.

In diesem Artikel möchte ich nun genauer darauf eingehen und klarmachen, wie wichtig es ist, dass man sich nicht auf der einen Seite gegen die alltäglichen Mechanismen des (Internet-) Marketing stellen kann und auf der anderen Seite aber selbst gerne endlich Geld im Internet verdienen möchte.

Weiter möchte ich in diesem Artikel auf die häufigsten Marketing-Tricks eingehen, die einerseits immer wieder Verwirrung stiften und andererseits immer missverstanden werden – aber durchaus gängig, notwendig und auch absolut normal sind. Achtung: Ein wenig Satire… 😉

Böses, böses Marketing… ich will aber selbst!

Hin und wieder erhalte ich Emails von Lesern meiner Newsletter, in denen sich diese über bestimmte Verhaltensweisen von Internetmarketern „beschweren“ oder in denen sich diese Leser an verschiedenen Marketing-Aktionen und -Strategien stören und dies zum Ausdruck bringen möchten.

Böses, böses Internetmarketing...Dabei geht es meist während größeren Kampagnen um Dinge wie zeitliche und mengenmäßige Verknappung (auch künstliche) oder das Anpreisen von günstigen Einführungspreisen und Rabatten etc. – zum Beispiel bei der Neueinführung eines bestimmten Produktes.

Verkaufsstrategien wie (künstliche) Verknappung, allgemeine Limitierung oder auch Preisnachlässe und Einführungsrabatte sind sicherlich ein Thema, über welches man sich streiten kann, doch wenn sich ein User in einen Infoletter zum Thema Internetmarketing und Geld verdienen einträgt, weil er selbst Geld im Internet verdienen möchte und damit Internetmarketing betreiben möchte, dann steht es in einem gewaltigen Wiederspruch dazu, wenn er gleichzeitig kein Stück offen ist, für die alltäglichen Mechanismen, Verhaltensweisen und Muster im (Internet-) Marketing.

Wenn man im Internet selbst erfolgreich Geld verdienen möchte, dann kann man nicht auf der einen Seite solche Dinge verdammen und auf der anderen Seite genau diese für sich nutzen wollen, um selbst im Internet Geld zu verdienen.

Solche Menschen hatten von Grund auf niemals vor, sich tatsächlich mit dem Thema Internetmarketing auseinanderzusetzen und suchen jede sich ergebene Möglichkeit, mal wieder zu zeigen, wie schlau sie doch sind, weil sie „es“ erkannt haben! Dabei ist es absolut normal und legitim, dass Marketer Ihre Produkte verkaufen wollen und dabei liegt es einzig und alleine an ihnen selbst, wie Sie Ihre Produkte vermarkten.

Ich möchte an einem kleinen Beispiel zeigen, was ich genau damit meine:

Ein Marketer führt ein neues Produkt ein und beschließt, dieses auf 100 Exemplare zu limitieren und erst einmal zu einem sehr viel günstigeren Einführungspreis von 100 Euro anzubieten. Darüber hinaus, möchte er die Einführungsphase auf exakt 7 Tage ansetzen. Er setzt also eine Kampagne auf und macht darin deutlich, dass das Produkt auf eben diese 100 Exemplare limitiert ist, 100 Euro kostet und unabhängig von der mengenmäßigen Limitierung so oder so nur 7 Tage erhältlich sein wird (zu diesem Preis).

Der normale Empfänger dieser Werbebotschaft ist entweder interessiert oder eben nicht. Und wenn er interessiert ist, dann freut er sich darüber, dass er nun die Chance hat, dieses wahrscheinlich wirklich tolle Produkt zu einem so günstigen Einführungspreis ergattern zu können, weil er früh genug davon erfahren hatte.

Da das Produkt auf nur 100 Exemplare limitiert ist, die Einführungsphase mit dem rabattierten Preis nur 7 Tage dauert und er wirklich sehr interessiert ist, greift er sofort zu, bevor es zu spät ist und ist überglücklich, als es geklappt hat und er das Produkt ergattern konnte – und eben dann noch so günstig, denn er weiß, was ein solches Produkt normalerweise kostet und demnach wahrscheinlich auch nach der Einführung!

Doch was macht ein Nörgler wie Max Mustermann – ich nenne ihn mal wieder liebevoll Herr Mitmirnicht – wenn er diese Werbebotschaft liest? Natürlich: Er ist so oder so nicht interessiert und möchte nun zeigen, dass er „es“ erkannt hat. Er denkt sich eben „Mit mir nicht…“ und bringt dies zum Ausdruck; er schreibt:

„Böses, böses Marketing. Sie wollen mich reinlegen, Sie böser Internetmarketer. Aber ich habe es erkannt. Sie wollen mit der Limitierung nur erreichen, dass ich schnell kaufe und nach den 7 Tagen gibt es das Produkt immer noch…“

Doch was ist „es“ und was hat er für sich erkannt? Eben nichts und das ist ja das Problem: Herr Mitmirnicht ist ein Nörgler, der gerne nörgelt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, worüber eigentlich und ob dies überhaupt in der bestimmten Situation Sinn macht. Er ist sich einfach nicht im Klaren, was er da überhaupt von sich gibt. Er denkt einfach, er sei ganz schlau und wäre jetzt Jemandem oder Etwas auf die Schliche gekommen…

Ja, Herr Mitmirnicht ist wirklich ganz schlau. Denn oftmals ist es nicht einmal so, dass er diese Mail nach 7 Tagen schreibt, weil er gar Recht hat mit seinen Äußerungen – nein – im Gegenteil, er schreibt sie so schnell wie möglich, weil er schnell zeigen möchte, wie klug er doch ist…

Was Herr Mitmirnicht jedoch nicht bedenkt und realisiert: Der Marketer limitiert aus freien Stücken, setzt seine Preise selbst fest und legt auch den Verkaufszeitraum fest – und das absolut legitim, weil jeder Marketer selbst festlegen kann und darf, zu welchem Preis und in welche, Zeitraum er seine Produkte verkaufen möchte.

Und wenn ein Marketer einfach nicht mehr als 100 Exemplare seines Produktes verkaufen will, dann will er eben nicht. Was hat das mit der Qualität des Produktes zu tun oder gar damit, wen er damit erreichen möchte? Eben nichts!

Mengenmäßige Limitierung, zeitliche Begrenzung und Einführungsrabatte sind doch Gang und Gäbe im Marketing-Bereich. Es gibt kein Hersteller mehr, der nicht damit arbeitet. Diese Verkaufsstrategien finden sich in jedem drittklassischen Marketing-Buch wieder und werden auf jeder Universität im Wirtschafts- und Marketing-Bereich gelehrt.


Diese Strategien sind alltägliche Mechanismen, die aus der Werbung gar nicht mehr heraus zudenken sind und die Tag für Tag in jeder Werbeform und bei jedem Produkt präsent sind. Ein gutes Beispiel sind hier immer wieder die Hersteller von bestimmten Frucht-Getränken, die es in verschiedenen Geschmackssorten gibt.

Wer ist dabei noch nicht auf Werbeformen gestoßen, wie zum Beispiel „Unser Getränk x jetzt mit der Geschmackssorte y – aber nur für kurze Zeit…“

Denken Sie wirklich, dass dem so ist? Was denken Sie, wie viel Zeit, Aufwand und vor allem Geld darin steckt, eine neue Geschmackssorte zu produzieren bzw. ins Sortiment einfließen zu lassen? Glauben Sie, das würde sich tatsächlich lohnen, diese dann nur für eine gewisse kurze Zeit zur Verfügung zu stellen und zu vermarkten?

Damit soll einzig und alleine die Einführung angekurbelt werden und mit günstigeren Einführungspreisen das entsprechende Produkt „schmackhaft“ gemacht werden. Eine absolut legitime Sache, die ja auch was Gutes für den Kunden hat:

Denn wer wirklich interessiert ist, der hat die Chance, das jeweilige (neue) Produkt zu einem günstigeren Preis zu ergattern und so ohne viel Risiko zu testen! Eigentlich eine sog. Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Wer diese Strategien also verdammt und sich dagegen stellt, der ist eben einfach nicht gewachsen, in diesem Bereich selbst tätig zu sein oder zu werden. Nur wer diesen Dingen aufgeschlossen ist, der kann selbst erfolgreich damit arbeiten.

Und dass es diese Strategien gibt, bedeutet ja noch lange nicht, dass sie schändlich sind und dass man seine Kunden damit überrumpeln möchte – im Gegenteil:

Wäre es Herr Mitmirnicht lieber, er bekäme sofort die Botschaft, dass er das Produkt ohne jegliche Begrenzung sofort für zum Beispiel 400 Euro kaufen kann? Was würde das ändern? Würde er sich damit besser fühlen und wäre er dann eher an dem Produkt interessiert?

Wohl kaum, denn Herr Mitmirnicht ist und wäre ja sowieso nicht an dem Produkt interessiert und möchte nur nörgeln. Auch werden immer wieder Stimmen laut, die behaupten, dass die sog. künstliche Verknappung, von zum Beispiel digitalen Produkten, schändlich sei und man die Kunden damit an der Nase herumführen wolle.

Ein sehr beliebtes Argument von Neidern und Miesmachern von digitalen Produkten, welches absolut nicht haltbar ist. Wenn ein Marketer seine digitalen Produkte künstlich verknappt, dann doch deshalb, weil er schlichtweg einfach nicht mehr als die vorgegebene Anzahl herausgeben möchte – zum Beispiel, weil Infos enthalten sind, die nicht unbedingt Tausende von Menschen wissen sollen. Das steht jedem absolut frei und wenn es so ist, dann ist es eben so.

Es ist wichtig, ehrlich zu bleiben!

Bei all der (künstlichen) Verknappung und Limitierung sowie dem Anpreisen von Einführungsrabatten, ist es doch letztlich entscheidend, ob und dass der Anbieter absolut ehrlich ist und bleibt!

Sehr oft liest man in Kampagnen Aussagen wie „Unser Produkt ist nur noch 2 Tage erhältlich…“ – Nochmal: Wenn der Anbieter das so will und sein Produkt eben nicht länger verkaufen möchte als bis zu diesem Zeitpunkt, dann ist das doch vollkommen legitim.

Aber – und jetzt kommt das Entscheidende – wenn es das Produkt (vielleicht sogar zum selben günstigeren Preis) nach diesen 2 Tagen immer noch gibt und sogar „ewig“ nach der Aktion, dann ist das ein klarer Fall, bei dem diese Verknappung ausgenutzt wird und dann ist es in der Tat schändlich!

Das heißt also, wenn ein Anbieter bzw. Marketer ausdrücklich mitteilt, dass er eine Limitierung vorgenommen hat und dass ein etwaiger Einführungspreis eben nur eine gewisse Zeit gültig ist, dann muss er sich als seriöser Anbieter auch daran halten!

Ich für meinen Teil möchte immer und immer ehrlich zu meinen Kunden sein. Denn spätestens nach dem 3. Mal, bei dem ich meinen potenziellen Kunden bei einer Produkteinführung mitteile, dass das Produkt nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (zu einem gewissen Preis) erhältlich ist und ich diesen Zeitpunkt nicht einhalte und das Produkt trotz Limitierung dann doch in den Dauerverkauf geht, mache ich mich als Anbieter doch unglaubwürdig und werde so auf Dauer keinen Erfolg haben!

Ich mache in meinen Kampagnen und Produkteinführungen auch immer klar, dass ich kein Freund von solchen Marketing-Gags bin. Wenn ich sage, dann und dann ist Schluss, dann ist auch Schluss – ohne Wenn und Aber. Und wer so oder so nicht am Produkt interessiert ist, der braucht doch auch nicht zu kaufen.

Traurig ist aber, dass Menschen wie Herr Mitmirnicht, immer das Gefühl zu haben scheinen, sie würden von irgendjemandem dazu gezwungen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen und hätten keine freie Entscheidungsbefugnis – vielleicht haben diese Menschen auch tatsächlich Angst, es wäre so und möchten sich durch Nörgelei und Schimpfen einfach besser fühlen…



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