„Sie erhalten diese Mail, weil wir schon einmal Kontakt miteinander hatten…“

Eine Email, die so oder so ähnlich endet hat mit Sicherheit schon jeder einmal bekommen, der im Internet tätig ist und in Kontakt mit Kunden, Lesern, Partnern oder sonstigen Personen steht oder stand, weil entweder eine Kundenanfrage beantwortet wurde, eine Kooperationsanfrage abgewickelt wurde oder einfach ein netter Austausch stattfand aufgrund eines Ereignisses, welches dieses möglich oder notwendig machte.

Wenn ahnungslose User mit dem Feuer spielen!Ich selbst erhalte ständig solche Emails, hatte auch in der Vergangenheit schon einmal nebenbei in einem anderen Artikel als Exkurs darüber berichtet und muss jedes Mal die Hände überm Kopf zusammenschlagen, wenn ich das lese.

Gut, ich selbst sehe das extrem locker, denn mit einem Klick sind solche Emails gelöscht und das war’s, wozu also die Aufregung. Aber sehr viele Menschen, die sich im Internet bewegen und oft ein eigenes kleines Business auf die Beine stellen möchten oder sich mit Affiliate Marketing ein wenig hinzu verdienen möchten, wissen einfach nicht um die Bedeutung des professionellen Email-Marketing und merken nicht, wie Sie – meist aus purer Unwissenheit und durch das Glauben dämlicher Internetgerüchte – mit dem Feuer spielen, sich strafbar machen und sich so sehr großen Ärger einhandeln können, weil sie ganz plötzlich als ahnungsloser User zum Spammer werden…

Was ich genau damit meine und was hinter dem oben genannten Satz wirklich steckt, soll dieser Artikel zeigen…

Ausgangspunkt des Ganzen scheint zu sein, dass sich offenbar das mehr als dämliche Gerücht im Internet breit macht, man dürfe jemanden mit (Werbe-) Emails zuhauen, nur deshalb, weil man irgendwann einmal sowieso per Email mit diesem in Kontakt stand. So nach dem Motto „dann schreibe ich ihm doch mal eine Email mit einer Frage, wenn er dann antwortet, dann hatten wir ja Kontakt…“ – und dann geht es los. Der Empfänger bekommt fortan lauter Werbemails nach dem Muster „Super toller Service entdeckt, schau mal rein…“!

Und der leider ahnungslose Absender dieser Botschaft denkt, es wäre absolut legitim – müsse er doch nur erwähnen, dass man schon einmal in Kontakt miteinander stand. Es hat fast den Anschein, als könne und würde man sich so eine eigene Liste aufbauen. Aber weit gefehlt, wo kämen wir denn da hin?

Fakt ist, dass es in jedem Fall Spam ist – der übrigens strafbar ist – wenn Sie einer Person eine Werbe-Mail zuschicken und diese Person niemals dessen zugestimmt hat. Ein rechtlich einwandfreies Email-Marketing kann also nur dann erfolgen, wenn der Empfänger zuvor im sog. DOI-Verfahren (DOI = Double Opt In) durch das Anklicken eines Bestätigungslinks in einer Bestätigungsmail ausdrücklich dem Erhalt von Emails von Ihnen zugestimmt hatte!

Da stellt sich also die Frage: Hat der Empfänger Ihrer Botschaft, nur weil Sie einmal mit ihm in Kontakt standen, zugestimmt, fortan von Ihnen mit Werbe-Emails belästigt zu werden? Wohl kaum, denn wie, wo und wann ist denn die Bestätigung dazu erfolgt?

Oft ist zu beobachten, dass unerfahrene und unwissende Menschen (einige sind sich mit Sicherheit sogar voll bewusst, was sie da machen) solche Emails versenden. Kurz mal das Adressbuch gecheckt, mit wem man alles einmal Kontakt hatte und schon geht’s los!

Da bekommt der Blumenhändler um die Ecke mal schnell eine Werbemail, wie er seine Gesichtshaut weicher bekommt durch die beste Creme aller Zeiten, nur weil er von Ihnen mal eine Anfrage bzgl. eines Preises beantwortet hatte… oder der (erfolgreiche) Internet-Marketer, bei dem Sie mal etwas nachgefragt hatten, bekommt mal schnell eine Email von Ihnen, wie er durch Paidmails oder sonstige dubiosen Systeme das große Geld verdienen kann…

Wie oben erwähnt, machen mir persönlich solche Emails nichts aus. Ein Klick auf Löschen und weg sind sie. Ich möchte aber mit diesem Artikel nochmals eindringlich davor warnen, solche Emails zu versenden, denn es ist Spam – da führt kein Weg dran vorbei! Und wenn man damit mal an den „Richtigen“ oder „Falschen“ gerät (je nachdem wie man es sehen möchte), dann kann es böse enden!

Auch Abwesenheitsnachrichten sind grenzwertig!

Auch eine sehr beliebte „Masche“ ist das Versenden von Werbung in sog. Auto-Abwesenheits-Mails. Ziel ist es, sich einfach in allen möglichen Newslettern anzumelden und eine Abwesenheitsnotiz einzurichten, welche dann Werbung für ein ach so tolles System beinhaltet. Diese Werbung wird dann jedes Mal automatisch versendet, wenn man den entsprechenden Newsletter erhält.

Ein ähnliches Gerücht wie oben behauptet nämlich ebenfalls, dass man das Recht habe, einer Werbebotschaft eine Gegen-Werbe-Botschaft zuzusenden und wäre dann rechtlich gesehen im Trockenen! Aber auch das ist absoluter Blödsinn! Denn auch handelt es sich um Spam, da der Empfänger Ihrer Botschaft (in diesem Fall der Absender des Newsletters) dem Erhalt Ihrer Nachricht nicht zugestimmt hat!

Wenn dieser Newsletter seriös ist und das DOI-Verfahren angewendet hatte, dann ist er rechtlich im Trockenen, Ihnen Emails zu schicken, jedoch haben Sie hierzu noch lange nicht das Recht, wenn Sie diese Emails schicken. Eine Abwesenheitsnotiz ist, wie der Name ja schon sagt, dafür da, jemandem, der Ihnen eine Email schickt mitzuteilen, dass Sie Ihre Emails momentan nicht abrufen und beantworten können, also „abwesend“ sind – er sollte und darf daher nicht als Spam-Schleuder missbraucht werden.

Lieber seriös eine Liste aufbauen und professionelles Email-Marketing betreiben

Wenn Sie, gerade als Anfänger im Internet-Business, wirklich professionell Geld verdienen wollen und auch Email-Marketing machen möchten und einige Affiliate-Produkte vermarkten wollen, dann sollten Sie solche ominösen Praktiken unterlassen.

Denn zum Einen werden Sie dadurch Umsätze im Bereich gegen 0 generieren können und zum Anderen werden Sie sich so sicherlich keinen guten Ruf aufbauen bzw. haben solche Emails immer einen unseriösen Touch! Außerdem muss ich persönlich i.d.R. feststellen, dass solche Emails nicht einmal gut und professionell verfasst und aufgebaut sind. Man kann also schon nach der ersten Zeile sofort erkennen, dass es sich um eine aufdringliche Werbebotschaft handelt.

Ganz zu schweigen davon, dass Sie sich durch diese Spam-Aktionen sehr viel Ärger einhandeln können und auch Ihre Email-Adresse bzw. Domain wird früher oder später durch solche Aktionen auf Spam- und Black-Listen landen.

Weil dieses Thema sehr wichtig ist und mehr – zum Teil doch ahnungslose – User betrifft, als man denkt, würde ich mich an dieser Stelle ganz besonders freuen, wenn Sie diesen Artikel gezielt weiterempfehlen würden.

Zum Beispiel mithilfe der Buttons unter dem Artikel, um diesen via Facebook & Co zu posten, aber auch an nachhaltigeren Portalen. Natürlich ist das nur eine Bitte, kein Zwang, es würde mich eben freuen, weil dieses Thema doch Viele betrifft, die sich hoffentlich einmal ein paar Gedanken darüber machen.


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