Eigentlich wollte ich einen solchen Artikel nie bringen, weil ich der Meinung bin, dass dazu schon genug Blogger bei sich etwas geschrieben haben. Es geht um die Plugins, die ich in meinem Artikel einsetze und jene, die aus meiner Sicht unverzichtbar, weil sehr wichtig, sind.

Weil aber vor allem in letzter Zeit immer wieder Leser an mich herantreten und fragen, wie ich wo welchen Plugin einsetze – auch in den Kommentaren hin und wieder – habe ich mich dazu entschlossen, dass doch jetzt mal dies bezüglich einen Artikel zu veröffentlichen.

Im Folgenden also werde ich die WordPress-Plugins vorstellen, die ich hier selbst nutze und aktiviert habe und meine Einschätzung über die jeweilige Wichtigkeit abgeben.

Wie sicherlich die meisten Leser mittlerweile wissen, bin ich ursprünglich gelernter Fachinformatiker im Bereich der Anwendungsentwicklung und deshalb ist es mir eben im Gegensatz zu Usern, die nicht aus dem Bereich kommen, auch leichter möglich, einzelne Plugins, falls nötig oder gewünscht, meinen individuellen Bedürfnissen anzupassen.

An den Stellen, an denen ich das tat, werde ich kurz darauf eingehen und hoffe, dann auch mit meinem Beitrag über eingesetzte Plugins – dem gefühlt tausendsten im Netz – einige Anregungen zu geben, vor allem den Einsteigern, die erst frisch einen neuen Blog starten.

Öfter liest man in der Blogging-Szene auf verschiedenen Blog, dass immer weniger Blogger gezielte Dinge über Ihr (selbst angepasstes) Blog-Design, die eingesetzten Plugins, kleinere Tricks und Kniffe usw. preisgeben.

Natürlich machen diese das, wie oben erwähnt, im Allgemeinen, doch ins Detail wollen immer weniger gehen. Grund dafür ist u.a. der Ideenklau, der leider weiter verbreitet zu sein scheint, als man im ersten Moment annehmen möchte.

Einerseits ist das vor allem bei speziellen Plugins, die sowieso eigentlich fast jeder kennt, nicht zu verstehen, weshalb einige Blogger so reagieren, wenn sie ein Leser danach fragt bzw. erst gar keine Antwort drauf geben.

Aus Sicht der Blogger kann man es aber irgendwo nachvollziehen, vor allem dann, wenn sich ein Blogger bzgl. des eigenen angepassten Designs oder eines selbst angepassten Plugin sehr viel Mühe gemacht hat und dann feststellt, dass seine Ideen jedes Mal geklaut und kopiert werden, nach dem er nach Details gefragt wurde.

Ich werde hier zwar meine Plugins nennen – das ist ja nun wirklich kein Geheimnis – und auch ggf. darauf eingehen, was ich bei bestimmten Plugins selbst angepasst hatte, aber ich werde wohl eher weniger auf das Wie eingehen… 😉

Im Folgenden schildere ich also, welche Plugins ich persönlich hier einsetze, schätze den Wichtigkeitsgrad aus meiner Sicht ein und gehe kurz auf etwaige Anpassungen ein.

Kurz noch zu erwähnen gilt es, dass die Performance eines WordPress-Blogs generell natürlich langsamer wird, desto mehr Plugins man installiert bzw. dann auch aktiviert hat. Man sagt in der Szene, dass man eigentlich nicht mehr als 10 Plugins aktiviert haben sollte – aber da spalten sich die Meinungen wie so oft. Ich persönlich habe insgesamt sogar ganze 20 Plugins aktiviert und dabei galt es einfach abzuwägen, ob ich lieber auf Sicherheit (Spam, Login, Angebot…) baue oder eben auf Performance. Da gilt es dann ein gesundes Mittelmaß zu finden, wobei ich die Prioritäten dann doch falls nötig eher auf die Sicherheit & Co gelegt hatte.

Meine 20 WordPress-Plugins – Teil 1

140follow

Es gibt User, die kommentieren nur aus dem Grunde, um einen Backlink zu bekommen und über die Problematik von sogar Kommentar-Spam hatte ich hier bereits berichtet. Aber natürlich hat ein Leser, der sinnvoll und ehrlich kommentiert, meiner Meinung nach auch einen echten Backlink verdient.

Von Werk aus sind bei WordPress alle Links in Kommentaren mit „no-follow“ gekennzeichnet, was bedeutet, dass Suchmaschinen wie Google & Co diesen Links nicht folgen bzw. diese zumindest nicht gewichten und als echten Backlink bewerten.

Das ist natürlich völliger Quatsch, denn was soll der Linkgeiz? Wer einen sinnvollen und ehrlichen Kommentar postet, hat einen echten Backlink verdient. Das Plugin 140follow bereinigt diesen Irrtum, erlaubt es dem Blogger jedoch eine Grenze bei der Zeichen-Anzahl festzulegen, ab der ein Leser einen echten Backlink bekommt.

Ich habe hier einen meiner Meinung nach fairen Wert von mindestens 150 Zeichen eingestellt, demnach ist mein Blog also praktisch absolut do-follow, denn 150 Zeichen sollte jeder Leser problemlos hinbekommen.

Es soll eben nur Backlinks für solche Einzeiler-Kommentare unterbinden, die meist sowieso keinen Bezug zum jeweiligen Artikel haben.

Wichtigkeit: Bedingt wichtig, um seine Leser für sinnvolle Kommentare zu belohnen.

Anpassungen: Eigentlich keine, bis auf die Anzahl an Zeichen (150).

Akismet

Dieses Plugin sollte eigentlich jedem bekannt sein, der zumindest schon länger bloggt. Es ist das wohl u.a. bekannteste Anti-Spam-Plugin für WordPress und arbeitet nach meiner Erfahrung hervorragend. Bisher ist noch nicht ein nennenswert entscheidender Spam-Kommentar durchgerutscht und es erkennt mittlerweile sogar „getarnte“ manuelle Spam-Kommentare ganz gut.

Sehr entscheidend für mich, dass ich dieses Plugin nutze ist die Tatsache, dass bisher auch wirklich regelmäßig gepflegt und aktualisiert wird, was immer zeigt, dass weiter an einem Plugin gearbeitet wird und dieser aktuell bleibt.

Eine weitere kostenlose Alternative eines Anti-Spam-Plugin ist zum Beispiel auch das Anti-Spam-Bee von Sergej Müller, welches ich aber selbst noch nicht getestet habe bisher.

Wichtigkeit: Extrem wichtig, um wirkungsvoll Spam-Kommentare zu verhindern bzw. zu filtern!

Anpassungen: Keine (notwendig)!

Contextual Related Posts

Dieses Plugin ist eines von sehr vielen, die diese Funktion bieten, doch Contextual Related Posts ist das meiner Meinung nach beste Plugin für die Ausgabe ähnlicher Artikel. Es liest nicht nur die URL bzw. den Titel eines Artikels aus, sondern schaut auch im Context (Artikel) selbst nach entscheidenden Keywords und Phrasen und gibt somit eine extrem passende Liste an ähnlichen Artikeln unter jedem Beitrag aus.

Die kontextuale Gewichtung bei der Ausgabe kann in den Einstellungen zum Plugin individuell an oder eben aus geschaltet werden. Schaltet man diese Funktion ein – was ich empfehle für bessere Ergebnisse – sollte man aus Performance-Gründen auf jeden Fall auch ein Cache-Plugin installieren (dazu später mehr)!

Wichtigkeit: Meiner Meinung nach sehr wichtig, weil es für SEO-Aktivitäten von Bedeutung ist, dass man auch eine starke und sinnvolle interne Verlinkung aufweisen kann. Dieses Plugin erfüllt diesen Zweck mehr als perfekt.

Anpassungen: Die Ausgabe erfolgt als kompletter Titel eines Beitrags, was besonders bei längeren Titeln etwas unschön aussieht. Deshalb habe ich in der PHP-Datei des Plugins die Ausgabe punktiert nach einer bestimmten Anzahl an Zeichen, was die Ausgabe um Einiges netter aussehen lässt. Die Liste gebe ich mit einem Abstand zwischen den Punkten aus.

Datafeedr Random Ads

Dieses Plugin erlaubt es, mehrere Werbebanner oder andere frei definierbare Inhalte als eine Art Rotation in einem einzigen Widget auszugeben. Dabei ist Datafeedr Random Ads extrem einfach und unkompliziert zu bedienen und erlaubt vollkommen individuelle Inhalte via HTML-Code – ist also nicht nur auf Banner beschränkt.

Fertig eingerichtet blendet das Plugin dann fortan vollkommen automatisch nach dem Zufallsprinzip einen der angelegten Inhalte ein, damit bestimmte Inhalte eben abwechselnd angezeigt werden.

Dieses Plugin setze ich rechts im Blog ein, um u.a. eigene Produkte oder Produkte von Partnern abwechselnd vorzustellen.

Wichtigkeit: Nicht wichtig, aber sinnvoll und nützlich, wenn man bestimmte Inhalte rotieren lassen möchte.

Anpassungen: Keine notwendig, bis auf die eigentlichen Inhalte selbst.

FeedBurner FeedSmith

Das sicher fast jedem bekannte Plugin FeedBurner FeedSmith leitet die Blog-Feeds auf den Service von Feedburner (gehört Google) um. Was eigentlich vom Grunde her nicht unbedingt notwendig ist, erlaubt hier aber zum Einen die Auswertung statistischer Werte und zum Anderen die ganz einfache Integration der Möglichkeit, dass Leser auf Wunsch alle Feeds auch per Email direkt abonnieren können.

Wichtigkeit: Nicht wichtig, erlaubt einfache Statistikauswertungen und Schnickschnack!

Anpassungen: Keine notwendig und vorgenommen.

Google XML Sitemaps

Wer bei Google gefunden werden möchte und zumindest möglichst gute Platzierungen in Aussicht gestellt haben will, der kommt um ein sauberes und vollständiges Sitemap nicht herum. Dieses lädt sich Google bzw. deren Bots in regelmäßigen Abständen herunter und schaut so nach neuen Unterseiten Ihres Blogs, um diese in den Index aufzunehmen.

Bei einer einfachen statischen Website mag das vielleicht noch einfach von Hand zu machen sein, aber bei einem Blog, der ständig wächst und neue Seiten hinzukommen – später einmal hunderte oder tausende von Seiten – da ist das unmöglich manuell zu machen.

Das Plugin Google XML Sitemaps übernimmt diese Aufgabe und erstellt automatisch ein Sitemap und aktualisiert dieses immer, sodass Sie sich darüber keine Sorgen mehr zu machen brauchen.

Wichtigkeit: Sehr wichtig, wenn man bei Google überhaupt regelmäßig und sofort indexiert werden möchte…

Anpassungen: Keine notwendig.

Moderate Selected Posts

Generell handhabe ich es so, dass ich bei Artikeln die Kommentare von Lesern einmalig freigebe und Stammleser werden automatisch freigeschaltet, wenn der Spam-Filter nicht zufällig einen Strich durch die Rechnung macht.

Manche kontroverse Artikel können manchmal die Gemüter erhitzen, sodass es notwendig werden könnte, dass man die Kommentare dazu lieber immer zunächst manuell freischalten möchte. Das verhindert, dass zum Beispiel User durch andere beleidigt werden o.ä.

Das Plugin Moderate Selected Posts erlaubt es also, einzelne Artikel so zu kennzeichnen, dass die Kommentare dort immer zuerst freigegeben werden müssen und behält damit die allgemeine Einstellung für alle anderen Artikel bei.

Wichtigkeit: Optional, wenn man flexibel sein möchte und hitzigen Diskussionen vorbeugen will, falls diese zu eskalieren drohen. 😉

Anpassungen: Keine notwendig.

Most Popular Posts

Direkt unter dem Header hier im Blog setze ich neben einem weiteren (später mehr) eben auch das Plugin Most Popular Posts ein, welches mir erlaubt, die zur Zeit beliebtesten Artikel als Widget auszugeben.

Das zeigt u.a. neuen Lesern, welche Artikel momentan am beliebtesten sind anhand der abgegebenen Kommentare. Zwar sind viele Kommentare nicht unbedingt immer ein Garant für hohe Beleibtheit eines Artikels, aber doch ein sehr konkretes Anzeichen.

Denn nicht jeder Leser kommentiert einen Artikel auch, wohl aber ist das Verhältnis aus Leser-Anzahl und Kommentaren real, bedeutet, je mehr User einen Artikel auch lesen, desto mehr Kommentare wird es dann im Schnitt dazu geben.

Wichtigkeit: Nicht unbedingt wichtig, aber eine nette und extrem sinnvolle Spielerei, die es erlaubt, momentan beliebte Artikel hervorzuheben.

Anpassungen: Ähnlich wie schon beim Plugin oben für ähnliche Artikel, ist auch hier die Ausgabe von Werk aus nicht unbedingt schön, weil die Titel auch hier immer komplett ausgegeben werden. Deshalb habe ich auch die Titel-Ausgabe in der PHP-Datei wieder punktiert und noch kleinere Anpassungen am Design vorgenommen. Die Ausgabe habe ich auf 5 Artikel begrenzt.

No Self Pings

Pings oder auch Trackbacks werden normalerweise dann angelegt, wenn ein anderer Blog auf einen Ihrer Artikel verlinkt. Dann erscheint diese Verlinkung z.B. unter den Kommentaren und gib dem Leser die Möglichkeit, sich nach einem Artikel auch noch woanders weiterführend zu informieren zum jeweiligen Thema.

WordPress neigt von Hause aus dazu, eben auch sog. interne Pings anzulegen. Wann immer man zum Beispiel innerhalb eines Artikels auf einen anderen internen Artikel verlinkt, legt WordPress dazu auch einen internen Ping an.

Eine eigentlich vollkommen schwachsinnige Funktion, die wohl zur internen Verlinkung beitragen sollte, doch schon alleine wegen eines sehr viel besser funktionierenden Variante mit Related Posts Plugins (s.o.) sinnlos wird.

Das Plugin No SelfPings unterbindet diese Funktionalität und sorgt fortan für Ruhe!

Wichtigkeit: Bedingt wichtig, eher sinnvolle Abhilfe gegen eine unnötige Funktion in WordPress.

Anpassungen: Keine Anpassungen notwendig!

Quick Cache

Je größer ein Blog wird und wie viele Plugins aktiviert sind und vor je mehr eher aufwändige Funktionen arbeiten wie die oben genannte kontextuale Ausgabe von ähnlichen Artikeln, desto mehr leidet die Performance eines Blogs darunter.

Ein Cache-Plugin, wie Quick Cache, schafft hier Abhilfe. Es cacht also die einzelnen Inhalte des Blogs (zwischenspeichern), um wiederholende Inhalte dann fortan schneller aufrufen zu können. Ich denke so kann man es für Laien vereinfacht ausdrücken.

Diese Funktion bieten sicher sehr viele verschiedene Plugins, doch hiermit hatte ich bisher keine Probleme, vielleicht kennen Sie bessere Plugins dazu, dann immer her damit (Kommentarfunktion nutzen!).

Wichtigkeit: Ab einer bestimmten Größe des Blog bzw. Anzahl an Plugins & Co sollte man zwingend ein Cach-Plugin nutzen, um die Performance nicht leiden zu lassen.

Anpassungen: Eigentlich keine notwendig, aber möglich.

Teil 2 werde ich in den kommenden Tagen folgen lassen, Sie können sich das Ganze ja schon mal vormerken, indem Sie meine Artikel als Feed oder per Email abonnieren! 😉

Ihre Ideen und Vorschläge

Wenn Sie noch weiter Ideen und Vorschläge für gute und wichtige WordPress-Plugins haben, die den Lesern hier weiterhelfen, dann immer her damit, nutzen Sie die Kommentarfunktion. Alles ist willkommen, was hier weiterhilft und neue Ideen liefert! 😉


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