Himmel, wie die Zeit vergeht. Das wurde mir nicht zuletzt aufgrund dessen klar, weil mein Blog vor wenigen Tagen 1 Jahr alt wurde und ich darauf hin eine kleine Rückblick-Serie dazu startete, die in den nächsten Wochen nach und nach vervollständigt werden wird.

Aber ein weiterer Zustand machte mir klar, wie schnell doch die Zeit vergeht, denn vor fast einem Jahr (11 Monate) berichtete ich hier im Blog über die Einführung der neuen CO-Domains und die damit verbundenen neuen Chancen im Domainhandel.

Mein Blog war damals noch ganz frisch und genau ein Kommentar dufte ich auf diesen Artikel verzeichnen. Doch dieser machte eines deutlich, was zu dieser Zeit sicherlich auch die Meinung vieler Anderer war: Der Hype um neue Domainendungen sei absolut überzogen…

Doch jetzt etwa 1 Jahr später sollte ich mit meiner damaligen Einschätzung nicht ganz falsch gelegen haben, denn kürzlich war es dann so weit: Die erste – vollkommen kuriose – CO-Domain ging für 1,5 Millionen US-Dollar über den virtuellen Ladentisch!

Und der Käufer? Der war kein Unbekannter – im Gegenteil – es war natürlich wieder kein Geringerer als…

…Google höchst persönlich. Denn wie u.a. das Portal diepresse.com vor einiger Zeit schon berichtete, hat sich Google die kuriose Domain g.co – bestehend aus nur einem einzigen Buchstaben, natürlich dem g – für schlappe 1,5 Millionen US-Dollar unter den Nagel gerissen!

Diese Summe wollte der Konzern selbst zwar nicht offiziell bestätigen, doch der Gründer der privaten Vergabestelle für die Domainendung, Juan Diego Calle, soll laut dem Portal T-Online.de in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Reuters“ von einem Millionenpreis gesprochen haben.

Laut Angaben von Google, möchte man die extrem kurze URL vor allem dazu nutzen, es seinen Nutzern noch einfacher zu machen, die Google eigenen Angebote erreichen und nutzen zu können. Das bestätigte auch Google-Marketing-Chef Gary Briggs in seinem Posting vom 18. Juli im offiziellen Google-Blog.

Kurz-URLS immer beliebter

Google scheint dadurch auf den aktuellen immer größer werdenden Boom um sog. Kurz-URL-Dienste, wie beispielsweise die Dienste von bit.ly, kuerzer.de oder auch dem Google eigenen Dienst goo.gl – den komischerweise nur die wenigsten User zu nutzen scheinen! 😉

Diese kommen vor allem sehr gerne bei Kurznachrichten-Diensten wie Twitter & Co zum Einsatz, da die Länge einer solchen Nachricht dort in aller Regel auf nur sehr wenige Zeichen begrenzt ist. Dass dabei vermehrt und gerne auf CO-Domains zurückgegriffen wird macht ebenfalls deutlich, dass sich auch weitere Internet-Größen, wie Twitter selbst (t.co) oder auch Amazon (a.co) solche URLs gesichert haben.

Warum hierbei gerade die TDL „CO“ so begehrt ist, liegt wohl vor allem an der Nähe zur weitverbreiteten COM-Domain und ist eigentlich die Endung von Kolumbien. Diese wurde dort bereits 1991 eingeführt, ist jedoch erst seit 2010 auch für Firmen außerhalb des Landes verfügbar und kann über Dienste wie United Domains seither von Jedermann registriert werden.

Neue Chancen im Domainhandel – Jetzt erst recht?

Jetzt stellt sich erst recht die Frage, ob dieser Umstand neue Chancen für den Domainhandel bringt!? Jetzt könnte man natürlich auf die Idee kommen, das hier wären Einzelfälle – Konzerne wie Google, Amazon oder auch Twitter zahlen diese Beträge schließlich aus der Portokasse.

Dass durchaus einige CO-Domains mehr wert sind, als man meint – zwar nicht immer Millionen, aber durchaus nette Sümmchen – zeigt u.a. der aktuelle Preisspiegel von domain-recht.de: So muss man für die Domain o.co immerhin schon stolze 350.000 US-Dollar berappen, wenn man diese käuflich erwerben möchte.

Um bei kuriosen 1-Zeichen-CO-Domains zu bleiben: Die Domain e.co kann zum Schnäppchen von 81.000 US-Dollar gekauft werden. Weitere Beispiele gefälligst?

Ok: business.co, 80.000 USD – cc.cc, 70.000 USD oder msb.se für schlappe 950.000 Schwedische Kronen (etwa 105.000 Euro)… Diese Liste kann laut Angaben von domain-recht.de beliebig weitergeführt werden. Das Portal beruft sich dabei auf Angaben diverser Handelsplattformen für Domains, wie beispielsweise Sedo usw.

Das zeigt außerdem deutlich, dass es nicht unbedingt mehr nur die normalen und gängigen DE-Domains sind, die viel Geld bringen können, sondern durchaus – oder auch gerade – die völlig kuriose Endungen wie CO, CC & Co – wobei diese Endungen ja auch einen ganz normalen Ursprung haben und in aller Regel auch einem Land zugeordnet sind.

Nur vor allem hier in Europa sind diese Domainendungen meist sehr unbekannt und befremdend, aber wie sich zeigt durchaus beliebt. Natürlich wird nicht jeder mit einer x-beliebigen Domain jetzt gleich zum Millionären und wird mir irgendeiner Domain über Nacht reich werden, doch es zeigt doch, dass der Domainhandel kein Märchen ist, sondern eine durchaus reale Möglichkeit, im Internet viel Geld zu verdienen, wenn man sich ein wenig in die Materie einarbeitet.



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