Sind Abos wirklich immer sinnvoll?
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Abonnements aller Art gibt es ja schon immer – mal sinnvoller und mal weniger. Wenn es um Abos geht, dann denkt man entweder automatisch an Zeitschriften-Abos, aber leider auch zurecht an sog. Abofallen im Internet.

Doch ich will hier in diesem Artikel weder auf solche offensichtlichen Abofallen eingehen, noch auf ganz normale Abos für Zeitschriften oder auch Pay-TV. Ich will in diesem Artikel vielmehr einmal allgemein die Frage stellen, ob Abos speziell in den Bereichen Information und Weiterbildung im Internet immer so sinnvoll sind.

Dabei werde ich gezielt auf den Bereich des weitergebenden Internetmarketings eingehen und hier zum einen die Vor- und Nachteile eines Abosystems gegenüberstellen und zum anderen interessiert mich hier vor allem auch Ihre Meinung dazu.

Dabei würde ich mich auf Meinungen und Erfahrungsberichte von beiden Seiten (Verkäufern und Käufern) freuen und werde natürlich auch die Vor- und Nachteile von beiden Seiten durchleuchten.

Lesen Sie also weiter und machen Sie mit, wenn es heißt: „Sind Abosysteme wirklich immer sinnvoll, wenn es darum geht, bestimmte Inhalte nach und nach erst freizuschalten?“

Besonders im Bereich des weitergebenden Internetmarketings ist ja in letzter Zeit vermehrt zu beobachten, dass die Anbieter zu sog. Abosystemen zurückgreifen und dem Kunden dann beispielsweise im Laufe eines Ganz-Jahres-Kurses bestimmte Inhalte monatlich oder wöchentlich nach und nach freischalten.

Und natürlich kostet diese Freischaltung von Lehrmaterialien auch monatlich einen gewissen Betrag im Abo und wer den nicht bezahlen kann oder möchte, bekommt keinen Zugriff auf das jeweilige Material. So weit so gut, denn so funktionieren klassische Abonnements – sei es ein Zeitungsabonnement, ein normaler Handy-Vertrag, das Pay-TV-Abo oder sonstige bereits völlig alltägliche Bezüge regelmäßiger Waren oder Dienstleistungen.

Und ich persönlich finde, dass das vollkommen in Ordnung und normal ist, denn schließlich kann jeder Menschen für sich selbst entscheiden, ob er zu einem solchen Abonnement bereit ist oder auch nicht.

Die Frage, die sich mir persönlich jedoch schon sehr lange stellt, ist die, ob es wirklich immer sinnvoll und  auch so in Ordnung ist, bestimmte Dinge in Form eines Abonnements zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es mit keinesfalls darum, beispielsweise Zeitschriften-Abos oder Pay-TV etc. infrage zu stellen, sondern ganz speziell den Bereich von Infoprodukten zu hinterfragen.

Allgemeine Vor- und Nachteile von Abosystemen

Doch zunächst einmal möchte ich im Folgenden die aus meiner Sicht entscheidendsten Vor- und Nachteile von Abosystemen im Bereich von Infoprodukten bzw. Lernkurseen aufzeigen und dabei beide Seiten – also Kunde und Anbieter – berücksichtigen.

Es wird ganz sicher noch mehr Vor- und Nachteile geben, als diese folgenden, doch die meisten davon sind auch vollkommen individuell und subjektiv zu betrachten. Natürlich freue ich mich auf Ihre Meinung dazu in den Kommentaren.

Ich werde mich im Folgenden um das jeweils ausschlaggebendste Vor- und Nachteil konzentrieren bzw. das ausschlaggebendste Argument für oder gegen ein Abo.

Vorteil Nummer 1 aus Sicht des Anbieters

Regelmäßige und wiederkehrende Einnahmen im Abo

Der mit Sicherheit entscheidendste Vorteil aus Sicht des Anbieters eines Abos sind wohl die monatlich und damit regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen durch die Abonnenten seines Angebots.

Dabei scheinen die Einnahmen auf lange Sicht gesichert und man braucht sich kaum darum zu bemühen, immer weitere Einzelkunden zu finden. Hat man sich einmal genügend Abonnenten aufgebaut, verdient man vollkommen automatisch und regelmäßig Geld.

Immer vorausgesetzt, die entsprechenden Inhalte sind entweder bereits im Vorfeld fertig produziert – was ja Sinn macht, denn nicht jeder Abonnent startet dort, wo bereits ältere Abonnenten stehen – oder man macht sich eben die Arbeit immer pünktlich neue Inhalte zu erstellen.

Wenn man ein System anbietet, bei dem nicht nach und nach dieselben Inhalte freigeschaltet werden, dann braucht man diese natürlich nicht im Voraus zu produzieren, weil neue Abonnenten dann ohnehin die älteren Inhalte nicht bekommen – so ist es beispielsweise bei einem Zeitschriften-Abo.

Doch sind diese Einnahmen wirklich so sicher, wie es auf den ersten Blick scheint? Wohl kaum, denn das würde ja voraussetzen, dass niemals irgendein Abonnent aussteigt, also kündigt, was höchst unwahrscheinlich ist.

Und was ist, denn beispielsweise ein Videokurs zu Ende ist? Hängt man dann einfach einen neuen Videokurs dran? Doch irgendwann ist zwangsläufig Schluss, denn schließlich sollte doch bereits der erste Kurs für den berühmten Durchbruch sorgen…

Also ist auch regelmäßiges Einkommen durch ein angebotenes Abo nicht zwangsläufig sicher und für immer, was diesen Vorteil aus Sicht des Anbieters relativiert.

Ob es darüber hinaus, außer der Frage von regelmäßigen und damit wohl auch langfristig evtl. höheren Einnahmen für einen Anbieter, noch weitere stichhaltige Vorteile für ein Abo gibt, überlasse ich Ihrer Meinung, die mich natürlich sehr interessiert.

Nachteil Nummer 1 aus Sicht des Anbieters

Skeptische User und langes Warten auf die kompletten Einnahmen

Der größten Nachteil von Abosystemen, besteht aus meiner Sicht vor allem aus der immer größer werdenden Skepsis der User und das Warten auf die kompletten Einnahmen. Aus Sicht des Anbieters, ist das Anbieten eines Abos im Bereich von Infoprodukten natürlich vergleichbar mit einer Ratenzahlung, bei der es bis zum Ende des Abonnements dauert, bis man letztlich die gesamten Einnahmen – gerechnet auf das ganze Abo – auch wirklich hat.

Aus diesem Grund sind solche Abos in der Regel natürlich auch deutlich teurer, sodass der Monatsbeitrag nicht selten schon fast so hoch ist, wie der Einmal-Preis eine vergleichbaren Produktes.

Doch die Skepsis der Menschen bzgl. Abonnements – gerade im Internet – wächst natürlich immer stärker. Grund dafür sind nicht zuletzt die ganzen ominösen Abofallen und bei nicht wenigen Leuten gehen bei dem Wort „Abo“ sofort erst einmal die Alarmglocken an.

Diese Tatsache macht es meiner Meinung nach nicht unbedingt leichter, ein Abonnement zu vermarkten, was demnach sicherlich sehr viel mehr an Überredungskunst bedarf.

Vorteil Nummer 1 aus Sicht des Kunden

Stück für Stück ohne Zeitdruck ans Ziel!?

Der größte und ausschlaggebendste Vorteil, sich als Kunde für ein Abonnement zu entscheiden, ist die Tatsache, dass beispielsweise Lernkurse und Seminare in mehrere Teilstücke aufgeteilt sind und der Kunde dadurch nicht sofort mit zu viel Information und Material zugeschüttet wird.

Zumindest ist das immer das Haupt-Argument für Abonnements seitens der Anbieter solcher, um so die Vorteile dieses Bezahlsystems herauszustellen. Doch ist das wirklich so?

Natürlich stimmt das Argument mit der Stück-für-Stück-Portionierung der Informationen ohne Zweifel. Doch die Frage, die sich mir hier stellt ist die, ob es wirklich immer sinnvoll ist, dies zu tun und ob man dafür wirklich ein monatlich zu bezahlendes Abo braucht?

Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa mein 19-stündiger Videokurs: Ohne Zweifel hätte ich die einzelnen Module auch im Abo verkaufen können und dann in diesem Fall alle 11 Module monatlich gegen einen Abo-Betrag freischalten können.

Doch wieso hätte ich das tun sollen? Klar, aus Gründen des Nummer 1 Vorteils von oben natürlich, denn ich hätte dadurch ganzsicher noch sehr viel mehr Geld verdienen können, den hätte ich es so gemacht wie sehr viele in diesem Bereich, dann hätte ein Modul (also Monat) zum Beispiel 20 oder 30 Euro gekostet, was letztlich ein Gesamt-Umsatz von bis zu 330 Euro für den Kurs bedeutet hätte.

Aus Kundensicht jedoch gibt es – wenn man ehrlich ist – hier überhaupt keinen Vorteil, denn auch ohne Abo kann der Kunde hier alle Module nach und nach wann er möchte bearbeiten. Besser noch: Er kann dort beginnen, wo er sich und seinen Wissensstand selbst sieht.

Nachteil Nummer 1 aus Sicht des Kunden

Stück für Stück ans Ziel – aber mühsam und steinig!?

Der Nummer 1 Vorteil für Kunden kann aber auch gleichzeitig das Nummer 1 Nachteil für Kunden sein. Denn immer wieder lese ich hier im Blog von Lesern, aber auch in anderen Blogs und Foren, dass es viele Menschen gar nicht so mögen, wenn sie nicht sofort Zugriff auf das gesamte Material haben und dann – zum Beispiel aufgrund unterschiedlicher Kenntnisstände – jedes Mal mindestens einen Monat auf die nächste Lektion warten müssen. Das kann auf Dauer natürlich sehr mühsam und steinig sein für den Kunden, was mit Sicherheit auch des Öfteren zur Kündigung des Abonnements führen kann.

Ein guter Vorschlag, der in diesem Zusammenhang aber auch schon öfter gemacht wurde, ist der, dass der Anbieter zusätzlich zum Abonnement die Option anbieten könnte, durch eine Einmalzahlung das gesamte Material sofort freizuschalten.

Hier sehe ich persönlich aber auch wieder den Nachteil für den Kunden, dass dieser Einmalbetrag natürlich in aller Regel sehr hoch sein wird und genau das schreckt dann viele Kunden wiederum ab.

Sind Abos bei Infoprodukten also sinnvoll?

Die Frage ist nun also, ob Abos vor allem im Bereich von Infoprodukten wirklich sinnvoll und kundenfreundlich sind!? Aus Kundensicht ist ganz sicher die Frage berechtigt: Wieso sollte man beispielsweise für einen Videokurs jeden Monat bezahlen, wenn man diesen genauso gut auch an einem Stück und trotzdem sinnvoll portioniert haben kann?

Und dabei ist ein Videokurs natürlich nur ein Beispiel und gilt im Grunde genommen für fast alle Produkte in diesem Bereich. Warum also die Informationen nicht in einem Stück zur Verfügung stellen, anstatt monatlich – und im Endeffekt dann viel teurer – freizuschalten?

Im Prinzip stehe ich selbst solchen Abos natürlich eher positiv gegenüber, weil ich auch aus Sicht eines Unternehmers mit der Absicht der Gewinnmaximierung bzw. Umsatzoptimierung denke. Wer mich kennt, der weißt aber auch, dass es mir immer auch wichtig ist, mich in den potentiellen Kunden hineinzuversetzen, um diesen und seine Bedürfnisse (besser) verstehen zu können.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich ganz sicher nicht ausschließe, auch irgendwann einmal ein Abo anzubieten, doch aktuell sehe ich hier weder Bedarf, noch sonst einen Grund aus meiner Sicht, ein solches zu realisieren.

Eine sicherlich gute Möglichkeit, was meinen Videokurs betrifft, wäre ein Abo, welches aber im Endeffekt den Gesamtpreis nicht übersteigt. Dann könnte ich aber genauso gut einfach eine Ratenzahlung anbieten.

In einem Abo könnten die Kunden natürlich den Videokurs antesten und bei Bedarf dann weitermachen oder eben auch nicht. Aber das sind alles theoretische Überlegungen und bedürfen natürlich mehr Planung und Analyse.

Was halten Sie von Abos bei Infoprodukten?

Jetzt sind Sie dran: Was halten Sie im Allgemeinen von Abos speziell im Bereich des weitergebenden Internetmarketings und bei den dort angebotenen Infoprodukten? Sind Sie der Meinung, dass Abos absolut ok und sinnvoll sind oder glauben Sie, dass es doch einzig und alleine dazu dient, dem Anbieter mehr Umsatz zu ermöglichen?

Mich interessieren Meinungen von Menschen, die selbst Abos anbieten und natürlich auch Kunden, die potentielle Abonnenten sein können und Abos entweder sehr negativ oder auch positiv zugetan sind.

Was macht Ihrer Meinung nach ein gutes Abonnement aus und wo macht für Sie ein Abo wirklich Sinn? Ich freue mich auf hoffentlich viele Vorschläge, Meinungen, Ideen und Erfahrungen… 😉


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