Neulich konnte ich in meiner Lieblingsgruppe auf Facebook, der Online Marketing News Gruppe, wieder eine interessante Diskussion verfolgen, bei der es darum ging, welche Bezahlsysteme sinnvollerweise eingesetzt werden sollten oder gar müssen, um den maximalen Umsatz erzielen zu können, wenn man eigene Produkte vermarktet.

Hierbei bezog sich das Ganze ausschließlich auf digitale Infoprodukte, wie beispielsweise Ebooks und Videokurse, sodass mich diese Diskussion spontan an meinen Artikel über die wichtigsten Bezahlsysteme von vor über einem Jahr am 3. September 2010 erinnerte.

Damals hatte ich die prozentualen Anteile der verschiedenen gängigen Bezahlsysteme an meinem Gesamtumsatz beim Verkauf meiner Infoprodukte aufgeschlüsselt, um so aufzuzeigen, welche Systeme wirklich Sinn machen und auf keiner Salespage fehlen dürfen.

Jetzt ist ein Jahr natürlich verdammt lange und da kann sich viel verändern. Und aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, meine Bestellungen seit diesem Artikel noch einmal neu zu durchleuchten, weil ich finde, dass diese Ergebnisse auch für meine Leser sehr interessante Rückschlüsse geben können, was die eigenen Aktivitäten in diesem Bereich betreffen.

Natürlich sind es auch diesmal wieder rein individuelle Zahlen, die meine persönlichen Aktivitäten betreffen, doch als kleiner Anhaltspunkt können diese Ergebnisse durchaus dienen, weil es ja auch vor allem um den Einsatz der verschiedenen Bezahlsysteme geht.

Diese erneute Analyse war mir auch deshalb so wichtig, weil ich etwa um den 5. Mai diesen Jahres herum mein Business komplett auf ShareIT umstellte, was ich im entsprechenden Artikel zu meiner damaligen Umstrukturierung erklärt hatte.

Damals war der Hauptgrund für eine Aufsplittung der verschiedenen einzelnen Bezahlsysteme schlichtweg der, dass ich so aufgrund der unterschiedlichen Transaktionsgebühren den meisten Netto-Umsatz herausziehen konnte.

Mit der Umstellung komplett auf ShareIT musste ich daher ein paar Einbußen machen, was ich aber aufgrund der bekannten Gründe (siehe Artikel) gerne tat. Jedenfalls möchte ich hier heute die neue Analyse kurz vorstellen und die neuen Ergebnisse mit den damaligen vergleichen.

Wirklich 1:1 kann man die Ergebnisse von heute mit den damaligen zwar nicht vergleichen, aber eine grobe Einschätzung über die Entwicklung ist durchaus möglich. Grund für die fehlende 1:1 Möglichkeit ist der, dass ich mich damals gezielt auf den anteiligen Netto-Umsatz durch die einzelnen Systeme bezogen hatte und heute lediglich auf die anteilige Nutzung der Systeme selbst.

Daher beziehen sich die Daten vom 2. September 2010 auf die anteiligen Umsätze durch das jeweilige System am Gesamtumsatz und die heutigen Daten allgemein auf die anteilige Nutzung an den Gesamtbestellungen.

Ergebnisse und Vergleich 2010 und heute

Die Ergebnisse aus 2010 bezogen sich auf alle Bestellungen seit meinem Start ins Internetmarketing bis zum 3. September, während sich die heutigen aktuellen Ergebnisse auf alle Bestellungen seit diesem Artikel 2010 bis heute beziehen.

Dabei gilt folgendes Schema: vorher / nachher (Veränderung)

Paypal – 54,58% / 45,48% (-9,10)

Wie man hier deutlich sehen kann, gingen seit dem damaligen Artikel die Bestellungen über Paypal um immerhin recht deutliche 9,10% zurück, was einerseits ein Indiz dafür sein kann, dass die Akzeptanz bzw. Nutzung von Paypal ein wenig abgenommen hat, andererseits aber auch einfach bedeuten kann, dass andere Systeme (s.u.) beliebter (geworden) sind.

Banküberweisung – 23,24% / 29,65% (+6,41)

Der Anteil der Bezahlung per klassischer Banküberweisung nahm hingegen stolze 6,41% zu, was in diesem Fall dafür sprechen könnte, dass ich entweder mehr Menschen mit meinen Produkten angesprochen habe, die bisher kaum oder noch gar nicht online eingekauft haben und daher die klassische Überweisung bevorzugen oder einfach, dass die Menschen lieber sofort wissen, was mit ihrem Geld passiert – was man natürlich nachvollziehen kann.

Kreditkarte – 15,32% / 17,69% (+2,37)

Auch die Nutzung der Kreditkartenzahlung nahm zu, wenn auch nur um 2,37%, was aber bedeutet, dass die Akzeptanz dieses Bezahlmediums durchaus gestiegen sein könnte.

Natürlich kann man prinzipiell auch über Paypal per Kreditkarte zahlen, doch vor allem Menschen, die noch kein Paypal-Konto besitzen oder dort einfach ihre Kreditkarte nicht verifizieren konnten oder wollten, zahlen demnach lieber direkt per Kreditkarte.

Micropayment / Giropay – 5,63% / 7,18% (+1,55)

Vor der Umstellung auf ShareIT nutzte ich u.a. das System eBank2Pay von Micropayment, welches mit dem bekannten System von Sofortüberweisung vergleichbar ist. Der Kunde kann direkt wie beim online-Banking per Pin und Tan zahlen und erhält dann das Produkt sofort.

Bei ShareIT heißt dieses Verfahren Giropay und funktioniert eigentlich genauso. Deshalb habe ich in meiner Analyse beide Systeme zusammengefasst, weil das Prinzip einfach das gleiche ist. Zu beobachten war aber, dass diese Systeme seit dem damaligen Artikel ebenfalls um 7,18% zunahmen, was bedeutet, dass durchaus einige Menschen diesem Verfahren vertrauen.

Sonstiges / Moneybookers / Scheck – 1,23% / 0,00% (-1,23%)

Zu guter Letzt waren da noch die sonstigen Systeme, die damals einen Anteil von gerade einmal 1,23% einnahmen. Damals war das vor allem das System von Moneybookers im Einsatz, was aber – wie man sieht – so gut wie nicht genutzt wurde.

ShareIT setzt dieses System – zumindest in der Standardkonfiguration – überhaupt nicht ein, was dieses System für mich uninteressant gemacht hat. ShareIT bietet hier noch die Bezahlung per Scheck an, was aber auch kein einziger Mensch nutzt.

Deshalb sind die sonstigen Systeme mittlerweile auf glatte 0,00% gesunken, weil sie aktuell schlicht und einfach komplett weggefallen sind.

Fazit: Interessante Veränderungen!?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bezahlung per Paypal durchaus recht deutlich zurückgegangen ist, was zu einem Zuwachs der Nutzung anderer Alternativ-Systeme geführt hat. Natürlich bilden diese Zahlen ausschließlich meine eigenen Erfahrungen ab, doch können Sie sicherlich richtungsweisend sein für alle Nutzer, die ähnliche Produkte in ähnlichen Bereichen vermarkten.

Ich höre jetzt schon wieder die Paypal-Kritiker aufschreien, wie klar das doch ist und dass das vorauszusehen war… vielleicht (!) haben sie sogar ein wenig Recht damit…

Doch dass zumindest in meinem Fall hier so sensible Systeme wie Kreditkarte und Giropay sogar zugenommen haben, zeigt mir, dass meine Kunden mir bzw. dem System von ShareIT, welches ich für meine Abwicklung nutze, sehr vertrauen, was mich natürlich sehr freut!

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