Der folgende Artikel ist Teil einer 6-teiligen Artikel-Serie zum Thema DropShipping, die alle 2 Wochen, jeweils sonntags fortgesetzt wird…


Es ist kein Geheimnis, dass die meisten frisch gegründeten Unternehmen innerhalb der ersten 2 Jahre scheitern und vom Markt wieder verschwunden sind. Und das ist auch beim Online-Handel (z.B. via DropShipping) nicht anders.

Gerade in dieser Phase werden die größten Fehler gemacht, die zum Teil aufgrund von Unerfahrenheit passieren, aber auch nicht selten wegen fehlendem Konzept oder unzureichender Analyse im Vorfeld.

In diesem Artikel der insgesamt 6-teiligen Serie möchte ich auf 6 Praxistipps für den Erfolg mit DropShipping eingehen, die zwar bei Weitem nicht alle Kniffe im DropShipping abdecken, aber sicherlich mit zu den wichtigsten und entscheidenden gehören.

1. Verfallen Sie nicht dem Vorteil der wegfallenden Lagerung

Wer einen klassischen Online-Shop betreibt und seinen Kunden eine möglichst reibungslose Lieferung garantieren möchte, der kommt nicht drum herum, eine eigene Lagerhaltung zu haben, die garantiert, dass die bestellten Produkte möglichst verfügbar sind.

Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass man als Online-Händler vor allem aus Kostengründen auch stark eingeschränkt ist, was die Produktvielfalt betrifft. So sollte man seine Produktpalette auf die Produkte konzentrieren, die sich auch gut verkaufen lassen, um zu vermeiden, dass man zu hohe Lagerkosten durch Ladenhüter hat.

Beim DropShipping hat man dieses Problem nicht, weil die eigene Lagerhaltung komplett wegfällt. Diese Tatsache, die sicherlich einerseits ein großer Vorteil des Systems ist, verleitet andererseits aber auch vor allem Einsteiger dazu, das eigene Produktangebot im Onlineshop unnötig auszuweiten.

Auch beim DropShipping sollten Sie im Vorfeld nicht auf eine anständige und umfängliche Recherche und Analyse verzichten. Konzentrieren Sie sich also dennoch auf die Kundenwünsche und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe und fokussieren Sie Ihr Angebot auf Produkte, zu denen es auch realistische und ausreichende Verkaufs-Chancen bieten.

Wenn Sie es nicht schaffen, DropShipping hier sinnvoll zu nutzen, laufen Sie Gefahr, Ihren Onlineshop zum Trödel- und Ramsch-Shop verkommen zu lassen, was potentielle Kunden eher abschreckt, statt einlädt.

2. Die Wahl zuverlässiger Lieferanten ist das A und O

Die typischen Kunden entscheiden sich neben dem Preis u.a. auch vor allem auf Basis der Zuverlässigkeit bei Versand, Support und Reklamationen für oder gegen einen Webshop. Auch wenn Sie mit dem Thema Versand und Retouren beim DropShipping im Prinzip nichts zu tun haben, sollten Sie dennoch auf diese sehr wichtige Tatsache achten.

Den Endkunden interessiert nicht, von wem er seine bestellte Ware letztlich erhält, doch wenn die Lieferung nicht zuverlässig erfolgt, wird das zwangsläufig immer auf Sie zurückkommen, denn Sie sind der Händler, bei dem der Kunde gekauft hatte und daher für Probleme beim Kunden verantwortlich.

Aus diesem Grund ist es für Sie extrem wichtig, sich bei der Auswahl des geeigneten DropShipping-Partners bzw. Lieferanten sehr viel Zeit zu lassen und sorgfältig zu handeln. Überzeugen Sie sich von der Kompetenz in einem persönlichen Gespräch und testen Sie den Lieferanten im Vorfeld selbst durch eigene private Bestellungen und/oder Bestellungen durch Bekannte oder Angehörige.

3. Vertrauen zählt in der Wirtschaft kaum!

So schlimm es sich anhört, aber Vertrauen ist vor allem im Geschäftlichen nur sehr, sehr schwer. Als Online-Händler dürfen Sie sich schon im eigenen Interesse niemals darauf verlassen, dass gewonnenes Vertrauen Ihrerseits zu einem Lieferanten auch immer so bestehen bleibt.

Es gibt aus Unternehmersicht nichts Fataleres, als sich blind auf seinen Lieferanten zu verlassen, denn im Endeffekt zählt die Beziehung zwischen Ihnen und Ihren (End-) Kunden. Nehmen Sie daher Beschwerden und Kritik Ihrer Kunden sehr ernst und führen Sie bei häufigen Beanstandungen wiederholt persönliche Gespräche mit Ihren Lieferanten, um evtl. Unstimmigkeiten auszuräumen.

Auch sollten Sie in regelmäßigen Abständen auch selbst Ihre Lieferanten immer wieder mal testen, um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten und so schon im Vorfeld diverse Probleme ausschließen zu können.

4. Ihr Erfolg sollte Sie selbstbewusst machen

Der Erfolg gibt einem in der Regel immer Recht. Und das ist auch im Online-Handel im Bezug auf Verhandlungen mit Lieferanten so. Wenn Sie Ihre Produkte erfolgreich verkaufen und dadurch Ihr Onlineshop erfolgreich läuft, sind Sie in einer guten Position und das sollten Sie dann auch für sich nutzen:

Als Online-Händler sind Sie keim Wohlfahrtsverband und möchten Geld verdienen – Gewinne erzielen. Deshalb sollte es u.a. natürlich Ihr Ziel sein, Kosten einzusparen und hier spielen die Konditionen Ihrer Lieferanten und Partner natürlich eine entscheidende Rolle.

Aus diesem Grund sollten Sie die Konditionen Ihrer Partner jederzeit aufs Neue kontrollieren und mit denen von Mitbewerbern vergleichen. Dadurch sind Sie in einer guten Verhandlungsposition und sollten das auch für sich nutzen, um günstigere Konditionen heraus zu verhandeln.

5. Nutzen Sie aktiv die zeitlichen Vorteile des DropShippings

Durch DropShipping haben Sie u.a. einen enormen zeitlichen Vorteil gegenüber Ihrer klassischen Konkurrenz. Denn Sie müssen Ihre Zeit nicht mit Lagerhaltung und Versandlogistik verbringen. Und genau deshalb sollten Sie Ihre so zur Verfügung stehende Zeit auch wirklich aktiv ausnutzen:

Sie können sich beim DropShipping fast ausschließlich auf den Verkauf und das dazu gehörige Marketing konzentrieren, was Sie auch tun sollten. Optimieren Sie Ihren Onlineshop, betreiben Sie gezieltes Marketing über Social Media, wie Facebook oder Google Plus & Co und nutzen Sie so das Potential, welches Ihnen DropShipping in diesem Bereich bietet.

6. Stechen Sie Ihre konventionellen Mitbewerber mit Nischen aus

DropShipping bietet Ihnen eine hervorragende Möglichkeit, sich aufgrund der Struktur des Systems in Bereiche und Nischen hinein zu trauen, von denen konventionelle Händler lieber Abstand halten. Ein Faktor hierbei ist natürlich die Lagerung und Logistik.

Besonders sperrige und schwere Güter, wie etwa Möbel, bieten Ihnen beim DropShipping natürlich gute Möglichkeiten, eine bestimmte Nische zu besetzen, die andere Händler eher meiden. Natürlich sind Möbel an sich keine echte Nische – sollen hier also nur als Beispiel dienen – doch wenn Sie es beispielsweise schaffen, etwa eine bestimmte Zielgruppe in einer Nische damit anzusprechen, haben Sie gegenüber klassischen Onlineshops natürlich einige Vorteile.


Praxisbeispiel: PC-KING – The Computer Shop

Wie versprochen, möchte ich – neben den oben vorgestellten Praxistipps für den Erfolg mit DropShipping – an dieser Stelle noch ein Praxisbeispiel aufzeigen: Schon Anfang 2010 berichtete das Online-Magazin DropShipping in seinem Gratis-Report von dem Online-Shop PC-KING The Computer Shop. Der Shop hat sich auf Computer und Zubehör konzentriert, existiert schon seit 1998 (!) und beliefert seine Kunden u.a. auf DropShipping-Basis, da viele Produkte direkt vom Großhändler kommen.


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