Vorsicht vor Rabatten und Sonderaktionen!Überall im Marketing wird heute mit verschiedenen Rabatten gearbeitet, durch die der Kunde bestimmte Produkte oder Dienstleistungen günstiger bekommen kann.

Solche Rabatte reichen von Einführungspreisen, über einfache Sonderaktionen bis hin zu speziellen Stammkunden- und Treue-Rabatten. Solche Vergünstigungen sind eine wunderbare Möglichkeit, ein neues Produkt vergünstigt einzuführen, sich bei besondere treuen Stammkunden und -lesern zu bedanken oder einfach aus besonderem Anlass ein wenig den Umsatz anzukurbeln.

Dadurch erreicht der Verkäufer u.a. möglicherweise eine Zielgruppe, die bisher zu den jeweils teureren Preisen noch nicht gekauft hat und verdient dann trotzdem noch ein wenig dabei. Der Kunde hingegen hat die Chance, ein sowieso gewolltes Produkt dann doch etwas günstiger zu bekommen.

Eine echte Win-Win-Situation, die besonders für den Anbieter (Verkäufer) aber auch schnell nach hinten losgehen kann und die – im schlimmsten Fall – sogar das ganze Business ruinieren kann.

Vorsicht vor Rabatten und Sonderaktionen

Rabatte, besondere Vergünstigungen, Gutscheine, Sonderaktionen usw. sind eigentlich eine wirklich tolle Sache. Wie bereits erwähnt, bringt es dem Verkäufer möglicherweise Kunden, die andernfalls nicht gekauft hätten oder er kann zu besonderen Anlässen mal kurzzeitig den Umsatz „boosten“.

Doch Rabatte haben auch eine negative Seite und können – falsch und übertrieben angewandt – sogar die Existenz des Verkäufers nachhaltig schädigen oder sogar zerstören. Wenn Sie mir Vergünstigungen und Preisnachlässen nicht vernünftig und mit Bedacht umgehen, laufen Sie Gefahr, dass Sie dadurch dauerhaft Kunden anziehen, die fortan bei jeder Gelegenheit einen Preisnachlass erwarten und dann zu den normalen Preisen überhaupt nicht mehr kaufen.

Das Ziel eines jeden Unternehmer – auch Online-Unternehmers – ist es Geld zu verdienen und dabei im Idealfall natürlich Gewinn damit zu erzielen. Spezielle Rabatte und Preisnachlässe dienen meist dazu, den Umsatz kurzfristig anzukurbeln oder Stammkunden eine gewisse Wertschätzung gegenüberzubringen.

Besonders Einführungspreise haben oftmals die Aufgabe, vor allem Neukunden zu einem vergünstigten Preis die eigenen Produkte schmackhaft zu machen, mit der Hoffnung, dass diese dann zu Stammkunden werden.

Das bedeutet aber auch, dass solche Preisnachlässe – je nach Branche und Produkt – an eben genau diesem Gewinn kratzen. Folglich macht ein Unternehmer durch solche Aktionen möglicherweise kaum oder gar keinen Gewinn, den er sich jedoch im späteren Verlauf umso mehr erhofft, durch eben neue Kunden und Stammkunden.

Nun gibt es aber auch Anbieter, die es in dieser Hinsicht übertreiben und dadurch nicht mehr aus der Rabattspirale herauskommen, weil sie es in der Vergangenheit derart übertrieben hatten, dass sich die eigene Zielgruppe nun an derartige Rabattschlachten gewöhnt haben und daher schlichtweg nicht mehr bereit sind, zu den „normalen“ Preisen zu kaufen.

Der Grund dafür ist meist, dass die zuvor gewährten Rabatte einfach nicht sinnvoll und glaubwürdig begründet wurden und dass die Anzahl an Rabattaktionen fast häufiger waren, als die entsprechenden Produkte zu den regulären Preisen verkauft wurden.

Dadurch entsteht dann ein gewisser „Diskounter-Eindruck“, der dann natürlich auch den Wert der Produkte schmälert. Und wenn ein Anbieter einmal in dieser Spirale steckt, dann kommt er nur sehr schwer wieder heraus.

Fortan erwarten die Kunden einfach bei jeder Gelegenheit einen Preisnachlass, den der Anbieter dann aber auch gewähren muss, weil er ansonsten Gefahr läuft überhaupt keinen Umsatz mehr zu machen.

Und weil solche Rabatte und Sonderaktionen kaum Gewinn abwerfen, bleibt dieser im schlimmsten Fall dauerhaft auf der Strecke: Der Super-Gau für jeden online-Händler!

Ein weiterer entscheidender Grund hierbei ist jedoch auch, dass das Qualitätsbewusstsein und der Wert der Produkte gegenüber dem Kunden massiv fallen. Denn zwangsläufig entsteht bei übertriebenen Rabattaktionen irgendwann die Ansicht, dass die Qualität der Produkte so gut wohl nicht sein kann, wenn diese derart verramscht werden.

Welche sinnvolle Rabatte gibt es?

Um genau diesem Dilemma zu entgehen, sollten Sie mit Rabatten, Sonderpreisen usw. stets mit Bedacht und sparsam umgehen. Zudem sollten Sie jeden Preisnachlass auch glaubhaft begründen.

Natürlich findet sich – wenn man nur will – für jeden Rabatt irgendeine absurde Begründung, doch wie überall gilt auch hier: Der Kunde ist nicht blöd und erkennt einen sinnvollen Rabatt i.d.R. sehr wohl von einem Rabatt, der nur deshalb gewährt wird, weil dem Anbieter gerade danach ist.

Im Folgenden möchte ich Ihnen einige wirklich sinnvolle Rabatt-Varianten aufzeigen, wie Sie sinnvolle Preisnachlässe kombinieren und umsetzen können, ohne es zu übertreiben und dadurch den Wert Ihrer Produkte zu jeder Zeit stabil lassen.

1. Der Einführungspreis

Der Einführungspreis ist sicherlich einer der beliebtesten Rabatte, die ein Online-Händler einsetzen kann und der auch den größten Effekt hat. Wenn Sie also ein Produkt ganz neu auf den Markt bringen, dann macht es durchaus Sinn, dies mit einem satten Rabatt zu tun.

Wichtig ist hierbei jedoch, dass Sie den Grund „Neueinführung“ klar herausstellen und dass Sie den Einführungspreis auch natürlich limitieren. Das bedeutet, dass der Preis nur beispielsweise 1-2 Wochen (je nach Branche) während eben dieser Einführung gültig ist und danach der normale Preis seine Gültigkeit erhält.

So effektiv und logisch ein solcher Einführungspreis auch ist, so entscheidend ist es dabei aber auch, dass Sie es ernst meinen, sonst verlieren Sie massiv an Glaubwürdigkeit. Denn bei einer Einführung liegt es nun mal in der Natur der Sache, dass diese nur für einen gewissen kurzen Zeitraum stattfindet und demnach auch sehr bald endet.

Nichts ist unglaubwürdiger, als wenn eine Einführung, samt Einführungspreis, auch nach beispielsweise einem halben Jahr noch läuft und scheinbar überhaupt nicht endet.

2. Der Stammkunden- und Treue-Rabatt

Auch das ist eine wunderbare Möglichkeit, zum Beispiel vor allem treuen Newsletter-Lesern, Stammkunden usw. besondere Preisnachlässe auf seine Produkte zu gewähren. Damit kann man diesen die verdiente Wertschätzung zeigen und gleichzeitig zeigen, dass es Sinn macht, dem aktuellen Anbieter die Treue zu halten, weil man dafür belohnt wird.

Doch auch diese Preisnachlässe sollten Sie als Online-Händler mit Bedacht einsetzen. Denn besonders dann, wenn Sie diese mit dem Argument „Treue-Rabatt“ begründen, dann sollten Sie sicherstellen, dass eben jene angesprochenen User auch tatsächlich treue Leser und/oder bereits Stammkunden sind, denn sonst verliert auch dies an Glaubwürdigkeit.

Es gibt nichts Peinlicheres, als wenn Sie eine Person, die nachweislich erst seit wenigen Tagen oder 1-2 Wochen beispielsweise in Ihrem Newsletter ist, einen Treue-Rabatt einräumen, weil diese Person ja schon so „lange“ Ihr Leser ist. 😉

3. Begrüßungs- und Willkommensangebote

Aber auch für ganz neue Leser und Kunden gib es die Möglichkeit, spezielle Rabatte oder Sonderangebote einzuräumen. Ähnlich wie beim Einführungsrabatt, bezieht sich der Rabatt hier jedoch nicht auf das Produkt selbst, sondern wirklich ausschließlich auf den Leser oder Kunden, der den Weg zu Ihnen ganz neu gefunden hat.

Wenn Sie diesem nun zum Beispiel Ihren Bestseller oder ein Produkt speziell für Neukunden, zu einem besonderen rabattierten Preis anbieten, dann können Sie dem potentiellen Neukunden die Möglichkeit geben, Ihre Arbeit sofort zu einem günstigeren Preis zu testen und zu begutachten.

Wenn Ihre Produkte im Allgemeinen dann wirklich gut sind, dann werden aus diesen Neukunden nicht selten auch Stammkunden, was nicht später dann nachhaltig auf Ihren Umsatz und Gewinn auswirken wird – und zwar positiv versteht sich.

4. Unterschiedliche Versionen Ihrer Produkte

Manchmal kann es durchaus auch ganz sinnvoll sein, wenn Sie nicht direkt mit Rabatten arbeiten, sondern mit verschiedenen Versionen des jeweiligen Produktes. Auf diese Weise können Sie zum Beispiel zwei „Unterzielgruppen“ Ihrer Hauptzielgruppe mit dem selben Produkt ansprechen – jedoch zu unterschiedlichen Preisen:

Ein gutes Beispiel wäre hier etwa ein Kofferset für Heimwerker. Hier könnte es sinnvoll sein, dass Sie etwa eine „Profi-Variante“ zum „teuren“ Normalpreis anbieten und zusätzlich eine abgespeckte „Standard-Variante“ für Einsteiger zu einem vergünstigten Preis.

Natürlich muss diese abgespeckte Variante auch wirklich so weit vom Inhalt und Wert reduziert sein, dass der höhere Preis zur Profi-Version auch tatsächlich gerechtfertigt ist und trotzdem noch den entsprechenden Rabatt-Preis wert ist.

Unterlassen Sie „Schein-Anlässe“ für Rabatte!

Was Sie bei all diesen Möglichkeiten für Sonderaktionen aus meiner Sicht jedoch tunlichst vermeiden sollten, sind sog. „Schein-Anlässe“ zu konstruieren, zu denen Sie dann irgendwelche Sonderaktionen starten, die nur dazu dienen, kurzfristig Ihren Umsatz anzukurbeln, denn genau das kann dann schnell peinlich werden.

Immer wieder sehe ich im Internet – vor allem auch im Bereich digitaler Infoprodukte – irgendwelche zusammengeschusterten Begründungen für diverse Rabattaktionen. Hier wird dann ein Feierabend-Rabatt eingeräumt, eine spezielle „Osteraktion“ durchgeführt oder irgendeine Tante des Anbieters hat zufällig Namenstag und daher wird ein Spezial-Rabatt gewährt. 😀

Mal im Ernst: Gründe für eine Sonderaktion oder einen Spezial-Rabatt finden sich eigentlich immer – man muss nur kreativ genug sein. Doch man sollte dabei immer bedenken, ob es hier wirklich Sinn macht.

Denn bei allem Nutzen, den Rabattaktionen etc. haben, sollte man als Anbieter immer auch die Sinnhaftigkeit zuvor analysieren, denn wenn man einmal damit angefangen hat zu jeder erdenklichen Gelegenheit irgendwelche Schein-Anlässe für Pseudo-Rabatte zu konstruieren, wird man dieses Laster nicht mehr los und gefährdet so seine Existenz.


Gratis-Report Geld verdienen im Internet


Dieser Beitrag gefällt Ihnen?
Dann abonnieren Sie meinen RSS feed und bleiben Sie auf dem Laufenden oder verfolgen Sie alle neuen Artikel kostenlos per Email!