Und schon sind wir beim 5. und letzten Teil der großen Gastartikel-Serie von Norbert Treese angekommen, in der er auf die Vermarktung eigener Produkte und/oder Dienstleistungen und die damit verbundenen Aspekte eingegangen ist.

In diesem heutigen letzten Teil – der mir persönlich am besten gefällt – geht er auf die grundlegenden Unterschiede zwischen Deutschland und den USA ein, wenn es besonders um (Internet-) Marketing geht! Es ist kein Geheimnis, dass sehr viel aus den USA nach Deutschland kommt und erst dann hier Fuß fasst.

Doch das hat einen Grund: Es hat funktioniert und war/ist erfolgreich – und in aller Regel ist es das dann auch in Deutschland. Natürlich gibt es auch Dinge, die in Deutschland vielleicht eher nicht funktionieren, doch wenn man ehrlich ist, dann trifft das auf sehr wenig zu.

Wie bereits zu Beginn dieser Serie angemerkt, konnte Norbert Treese in über 20 Jahren Asien, Europa und eben auch USA sehr viele Erfahrungen sammeln und so die unterschiedlichen „Einstellungen“ miteinander vergleichen. In diesem heutigen letzten Teil wird er genau darauf eingehen und wieder einmal verdeutlichen, wie groß die Unterschiede besonders zwischen Deutschland und den USA sind, wenn es darum geht, sich ein eigenes Business aufzubauen und dieses zum Erfolg zu führen.

Es gibt Menschen, die ständig monieren, dass „alles“ aus den USA hier rüberkommt und dann hier adaptiert wird und regen sich fast schon darüber auf. Doch genau das ist der Grund vieler Menschen, die einfach nicht von der Stelle kommen. Anstatt sich Beispiele und Inspirationen zu holen, wird es verteufelt und abgestoßen.

Und genau dieses „Phänomen“ kann man hier in Deutschland ganz besonders gut im Bereich des (Internet-) Marketings beobachten: Wer es verstanden hat und sich dem Ganzen öffnet, wird (extrem) erfolgreich sein – wer sich jedoch verschließt, wird auf der Stell treten und nie erfolgreich sein. Das klingt hart, hat jedoch massiv mit der eigenen Einstellung zu tun…

Teil 5: Eine Frage der Einstellung

Norbert TreeseHäufig werde ich gefragt, ob die USA uns speziell im Internet-Marketing voraus sind. Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten. Fakt ist, viele Internet-Firmen sind amerikanisch, Google, Apple, Facebook etc. Diese Entwicklung haben wir in Europa und speziell in Deutschland komplett verschlafen.

Ich meine, was Technologie und deren Anwendung als User anbelangt, sind die Amerikaner uns voraus. Der Umgang mit den Medien war schon immer in den USA viel unbeschwerter und basiert auf einer viel größeren Industrie. Was das Internet-Marketing anbelangt sehe ich eine Annäherung von Deutschland an die amerikanischen Standards. Der große Abstand, der noch vor Jahren zu beobachten war, ist geschmolzen.

Email-Marketing, Produktlaunches etc. sind heute gängige Formen des Internet-Marketings – auch in Deutschland. Zudem sind die Verbindungen von deutschen Marketern und Amerikanern in den letzten Jahren ausgebaut worden. Informationen werden heute viel schneller über den Globus verteilt.

Dennoch wird es immer einen kleinen Abstand geben. Das liegt zum einen an den unterschiedlichen Größenordnungen von Deutschland und den USA aber auch in den grundlegend anderen Mentalitäten der Menschen.

Hier sind die aus meiner Sicht wesentlichen Unterschiede:

Die Amerikaner entwickeln ihr privates Leben aus dem Job oder Business. Das ist elementar anders als in Deutschland. In Deutschland ist die Arbeit oder das Business notwendig, hat aber andere Prioritäten. Unternehmer in den USA werden an den „Exits“ gemessen. Das heißt nichts anderes als ein Business aufbauen und irgendwann verkaufen. Möglichst mit viel Gewinn.

Das setzt schon eine völlig andere Strategie voraus. Der Amerikaner denkt schon am Beginn eines Unternehmens darüber nach, wie er das Unternehmen so attraktiv wie möglich für potentielle Investoren machen kann. Dazu zählen Marken- und Patentrechte, eine flache Hierarchie, möglichst wenig Mitarbeiter und Verbindlichkeiten etc.

In Deutschland haben wir eine andere Vorgehensweise. Hier wird ein Unternehmen möglichst für ein Leben aufgebaut. Dabei werden eben auch wertsteigernde Maßnahmen oft vernachlässigt. Nicht umsonst werden die meisten Patente weltweit in den USA gehalten. Amerikaner haben ein viel höheres Tempo und sind risikobereiter. Die Deutschen haben viel zu viele Bedenken, brauchen lange Zeit für Entscheidungen und wollen möglichst kein Risiko eingehen.

Die Amerikaner pushen, wenn sie ein Projekt für sinnvoll erachten, die Deutschen stehen eher auf der Bremse. Misserfolg ist für Amerikaner damit auch nicht das Ende, sondern der Beginn von etwas Neuem. In Deutschland ist Misserfolg auf Jahre das unternehmerische Aus.

Fazit

Welches System mehr Vor- oder Nachteile hat, mag jeder für sich entscheiden. Wichtig ist einzig und allein, dass jeder in seinem System erfolgreich ist. Erfolg auf Dauer gibt es nur mit strategischem Denken und Handeln. Der Rest ist Hobby. Mehr dazu unter www.treese-medien.com

Über den Autor

Norbert Treese ist Coach, Medien-Profi sowie Experte für Marketing-Strategien und Business-Development. Business-Erfahrung konnte er seit über 20 Jahren in den USA sowie in Asien, Australien und Europa sammeln, während seine Tätigkeitsfelder die Produktentwicklung und -einführung in verschiedenen Ländern mit der entsprechenden Strategie sind.

Ursprünglich zum Bankkaufmann ausgebildet, arbeitete er lange Zeit als Fernsehproduzent beim ZDF sowie später als Produzent u.a. für Gottschalk, Moor, von Sinnens etc. und wurde zudem als Produzent von Werbespots ausgezeichnet.

Norbert Treese verfügt vor allem über sehr gute Kenntnisse im Marken- und Patentrecht, der Rahmenbedingungen für Firmen in den USA, UK und Deutschland und vermarktet heute Produkte und IT-basierte Lösungen für den Healthcare-Bereich, speziell als Management- und Monitoring-Systeme sowie eHealth-Records…


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