Beispiel QR CodeGanz leise, aber flink kamen sie über uns und mischten sich in den Alltag: QR-Codes! QR-Codes sind kleine Barcode-ähnliche Grafiken, die mittlerweile einfach überall zu finden sind. Ob auf großen Plakaten, an Bushaltestellen, in Zeitschriften und Werbebroschüren oder auf Websites.

Ich selbst habe sogar schon Bilder von Menschen gesehen, die sich einen QR-Code auf den Rücken tätowieren ließen. Doch was genau steckt hinter diesen neuartigen Codes?

QR-Codes beinhalten verschlüsselte Mini-Nachrichten, die entweder aus reinem Text, einer URL oder sogar einer Email bzw. SMS bestehen können. Diese verschlüsselten Codes können dann mittels eines modernen Smartphones und dem darauf befindlichen QR-Code-Reader (Leseprogramm) wieder entschlüsselt werden, damit die eigentliche Botschaft zutage kommt.

Ein Beispiel, wie ein solcher Code aussieht, finden Sie hier rechts oben. Probieren Sie es ruhig aus, aber erwarten Sie nicht zu viel! 😉 Doch welchen Sinn haben QR-Codes und warum sollte man gerade im Marketing Informationen verschlüsseln?

Was viele sicher nicht wissen: Der QR-Code stammt ursprünglich aus der Automobilindustrie und wurde von Toyota in Auftrag gegeben.

Ziel von Toyota war es, Bauteile, Baugruppen und Komponenten besser und einfacher identifizieren zu können und so wurden diese damit markiert. Wie immer und überall gibt es natürlich auch hier wieder mehrere Standards, die unterschiedlich interpretiert werden.

Zum ersten Mal scheint der QR-Code an sich bereits im Jahre 1997 aufgetaucht zu sein. Seine Verwendung ist zudem lizenz- und kostenfrei. Es gibt ihn im Prinzip also schon ziemlich lange und dennoch ist er in letzter Zeit vermehrt in den Alltag gelangt und scheint auch für die Werbeindustrie sehr interessant geworden zu sein.

Immer mehr wird der moderne QR-Code in der Werbung eingesetzt. Wo immer man auch hinschaut, in Zeitschriften, auf Plakaten usw., es scheint überall nur so von QR-Codes zu wimmeln.

Doch welchen Sinn macht es, gerade im Marketing bestimmte Informationen zu verschlüsseln? Wer kein Smartphone hat, keinen QR-Code-Rader hat oder einfach keine Lust hat, einen QR-Code auszulesen, der wird durch diese Werbung schlicht weg nicht erreicht.

Ist das das Ziel der Werbeindustrie? Wohl kaum. Deshalb stellt ich die Frage, welchen Zweck QR-Codes hier erfüllen sollen. Im ersten Augenblick erscheint es, als wäre es einfach so, dass QR-Codes momentan „hipp“ sind und deshalb muss man schließlich seiner Zielgruppe auch unbedingt einen solchen zur Verfügung stellen.

Um einmal ein ganz plumpes Beispiel zu nennen: Stellen Sie sich vor, es käme jemand mit einer Werbebotschaft auf Sie zu, die Ihnen mitteilt, dass Sie den angezeigten QR-Code entschlüsseln müssen, um zu erfahren, was man ihnen doch Tolles verkaufen möchte.

Würden Sie jetzt mit aller Gewalt ihr Smartphone zücken, ggf. erst einmal einen Reader herunterladen und installieren, um dann den Code zu entschlüsseln? Ich glaube nicht…

Also liegt der Schlüssel zum Erfolg auch hier mal wieder darin, die Art und Weise eines effektiven Einsatzes von QR-Codes zu perfektionieren.

Ein kompletter QR-Code besteht aus einer Versionsinformation, dem benutzten Datenformat, dem erforderlichen Muster und einem Korrekturschlüssel, durch den auch dann Informationen entschlüsselt werden können, falls der Code nicht korrekt dargestellt oder ausgelesen werden kann. Je nach Größe des QR-Codes können noch weitere Informationen hinzugefügt werden, um die Lesbarkeit zu gewährleisten.

Möglichkeiten im Internetmarketing!?

Ich vergleiche das Ganze gerne mit den Marketing-Chancen von Twitter, bei denen es ganz ähnlich zu sein scheint: Wenn man auch hier ehrlich ist, dass erkennt man, dass Traffic im Bezug aufs Marketing und Traffic wohl extrem überschätzt wird.

Sicherlich schaffen es einige Wenige, damit tatsächlich extremen Traffic auf ihre Website zu ziehen und dann auch Geld zu verdienen, aber in aller Regel lässt sich aus meiner Sicht durch Twitter keinen Traffic generieren.

Dass ich mit dieser Meinung nicht alleine stehen, zeigen die Kommentare in diversen Foren, Blog und auch hier beim entsprechenden Artikel dazu (s.o.). Und so wird es nach meiner Sicht auch mit den QR-Codes sein: Auch hier werden einige wenige cleverer Menschen es schaffen können, wirklich effektives Marketing zu betreiben, doch die Masse wird wohl eher wieder sehr schnell die Waffen strecken müssen.

Und dennoch: Welche gezielten Möglichkeiten bieten QR-Code speziell im Internetmarketing – zumindest theoretisch? Auch hier gibt es sicherlich wieder verschiedene Wege, die nach Rom führen.

So kann man QR-Codes dazu nutzen, bei seinen Lesern auf dem eigenen Blog zumindest Aufmerksamkeit zu erregen, vielleicht den Vorwitz der Leser zu nutzen, die dann doch aus reiner Neugier den Code auslesen, weil Sie zufällig sowieso einen entsprechenden Reader parat haben.

Möglicherweise kann man solche Codes zum Listenaufbau nutzen oder kann bestimmte Informationen nur für „QR-Code-Begeisterte“ zur Verfügung stellen. Doch welchen Sinn macht das?

Aus meiner Sicht nicht viel, denn ist man als Internetmarketer nicht stets bestrebt, so viele Interessenten wie nur möglich zu erreichen und gilt dieses Prinzip nicht allgemein für die Werbung?

Eine überspitzte Frage: Müssen wir künftig damit rechnen, TV-Werbung oder gar ganze Filme erst dann sehen zu können, wenn wir diese mittels QR-Code-Rader entschlüsselt haben? Seht so etwa das Pay-TV der Zukunft aus? 😀

Mal im Ernst: Ich sehe aktuell kaum wirklich lohnende Möglichkeiten durch QR-Codes und es bleibt wohl abzuwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Es gibt viele Marketing-Instrumente, die sich mit der Zeit durchgesetzt haben und auch einen gewissen Sinn machten.

Doch längst nicht alles kann sich damit rühmen, selbst dann nicht, wenn es mal wieder „jeder“ nutzt…

Gefahren ähnlich wie bei Kurz-URLs

Und wie so oft bestehen auch hier wieder einige Gefahren für die Nutzer, die nicht wegzudiskutieren sind, was die Akzeptanz von QR-Codes beim Endverbraucher sicherlich etwas trüben oder verlangsamen wird.

Denn ähnlich wie bei sog. Kurz-URL-Diensten, wie beispielsweise kuerzer.de, bit.ly oder auch goo.gl, besteht hier die Gefahr, dass insbesondere bei URLs auf schädliche Websites verlinkt werden kann, die natürlich aufgrund der Verschlüsselung im Vorfeld nicht erkennbar sind!

Wird nämlich etwa mittels QR-Code eine URL verteilt, dann wird diese auf dem Smartphone in der Regel auch automatisch und sofort aufgerufen, was u.U. dann ungeahnte Folgen haben kann.

Fazit und Ihre Meinung

Aus meiner momentane Sicht sehe ich QR-Codes als reiner Hype und kann mir nicht vorstellen, dass diese das Marketing tatsächlich grundlegend revolutionieren werden. Hier sehe ich entscheidende Ähnlichkeiten mit Twitter und dessen Nutzen im Marketing.

Doch es bleibt eben abzuwarten, wie sich das Ganze entwickelt und wohin es führen wird. Ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren und bin gespannt auf die Zukunft.

Was denken Sie darüber? Welche Chancen sehen Sie in den QR-Codes speziell fürs Internetmarketing? Welche Möglichkeiten haben Internetmarketer, diese Codes tatsächlich effektiv und gewinnbringend einzusetzen?

Sehen Sie darin eine große Chance oder prophezeien Sie den Codes keine große Zukunft im (Internet-) Marketing? Mich interessiert Ihre Meinung hier sehr  sowohl aus Sicht eines Nutzers, als auch aus Sicht eines Marketers und/oder Werbetreibenden! 😉


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