E-Book schreiben lassen: Möglichkeiten und Tipps

Um ein eigenes E-Book zu veröffentlichen, hast du natürlich auch die Möglichkeit, die eigentliche Schreibarbeit auszulagern, damit du dir die Arbeit selbst sparen kannst. Auch wenn mir die Bezeichnung „eigenes E-Book“ in diesem Zusammenhang nur sehr schwer über die Lippen geht, möchte ich dir diese Herangehensweise nicht vorenthalten.

Welche Möglichkeiten du hier hast und was du dabei beachten musst, werde ich dir im Folgenden erläutern. Dieses Kapitel werde ich daher speziell der Auslagerung deiner E-Book-Erstellung widmen und dabei sowohl auf Gefahren als auch rechtliche Risiken eingehen. Gleich wenn viele Aspekte auch relevant sind, wenn du dein eigenes E-Book selbst schreiben willst, so kann es gerade bei der Auslagerung oftmals spezielle rechtliche Probleme geben.

E-Book auslagern und schreiben lassen

Wie bereits erwähnt, musst du dein „eigenes“ E-Book nicht zwingend selbst schreiben, sondern kannst die Arbeit auslagern – entweder komplett oder zum Teil. Sei dir bei dieser Vorgehensweise jedoch stets bewusst, dass sich diese Entscheidung zwangsläufig auch darauf auswirkt, inwiefern du dein Werk später glaubwürdig vermarkten kannst. Die entscheidendste Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Umstand, was du damit erreichen möchtest und wie du selbst dahinter stehen kannst oder willst.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

Mittlerweile gibt es Künstliche Intelligenz und damit verbundene Textbots, die umfangreiche Texte in Sekundenschnelle verfassen können. Streng genommen sind solche Bots wie etwa ChatGPT keine echten künstlichen Intelligenzen, sondern basieren viel mehr auf maschinellem Lernen. Selbstverständlich kannst du dir dein komplettes E-Book prinzipiell auch von einem solchen Textbot schreiben lassen. Inwiefern du dann dahinter stehen kannst und wie wichtig dir deine Authentizität gegenüber deinen Leserinnen oder Lesern ist, musst du dabei für dich selbst entscheiden. Gerade aus rechtlicher Sicht, aber auch hinsichtlich korrekter Fakten, kann die Verwendung von solchen Systemen teilweise durchaus sehr gefährlich sein.

Gerade weil ChatGPT und Co derzeit noch keine wahren selbst lernenden (künstlichen) Intelligenzen sind, sondern auf einer Wissensdatenbank bis einschließlich 2021 basieren (maschinelles Lernen), kann das Verfassen aktueller Sach- und Fachliteratur ein großes Problem darstellen. Hier musst du entscheiden, ob du das „Risiko“ eingehen möchtest, deine Leserschaft mit möglicherweise falschen Fakten zu versorgen und damit dein Renommee zu beschädigen. Dass nämlich Tools wie ChatGPT oder auch Bard derzeit noch sehr unzuverlässig in Sachen Fakten sind, ist hinlänglich bekannt.

In Bezug auf rechtliche Risiken, solltest du wissen, dass die Urheberrechtsverhältnisse von durch KI verfassten Inhalten (Texte, Bilder, Videos…) noch immer nicht ansatzweise geklärt sind. Weil die Inhalte, auf denen vor allem ChatGPT basiert beziehungsweise auf die es beim Erstellen von Texten zugreift, von ganz normalen Menschen sowie deren Webpublikationen stammen, ist ein Datendiebstahl nicht weit hergeholt. Ein New Yorker Rechtsanwalt reichte im Juli 2023 aus diesem Grund sogar Anklage gegen die Gründer von ChatGPT ein – mit einer Schadenersatzforderung in Milliardenhöhe.

Damit möchte ich dir überhaupt nichts vorschreiben oder ähnliches. Doch ich will dich dafür sensibilisieren, dass es auch für dich letztlich ein großes Risiko darstellt, dein „eigenes“ E-Book von einer Künstlichen Intelligenz verfassen zu lassen. Natürlich kannst du Teile von einem Textbot verfassen lassen, die du für deine Leserschaft als sehr wichtig erachtest, aber selbst nicht die notwendige tiefere Kenntnis besitzt. Aber in diesem Fall solltest du diese Inhalte selbst auf deren Korrektheit hin überprüfen.

Konkret besteht für dich im Zusammenhang mit einem E-Book die Gefahr, dass deine komplette Arbeit und der damit dennoch verbundene Zeitaufwand letztlich umsonst waren. Das wäre spätestens dann der Fall, wenn etwa die längst angekündigte Regulierung durch die EU kommt und du letztlich tatsächlich ein E-Book veröffentlicht hast, das auf urheberrechtsverletzenden Inhalten basiert. Für dich wäre das ein Super-GAU, denn unabhängig von der möglichen Urheberrechtsverletzung, müsstest du es im Ernstfall zurückziehen. Das wiederum wäre ein Desaster für deine Reputation, aber auch deine Expertise.

So oder so empfehle ich dir, dich zunächst mit dem Thema Künstliche Intelligenz intensiver auseinanderzusetzen. Dabei helfen dir unter anderem sicherlich die Beiträge hier auf meinem Blog. Darin findest du alles Wissenswerte über Künstliche Intelligenz sowie die durchaus existierenden Gefahren.

Professionelle Texterinnen und Texter beauftragen

Schon im Kapitel über das Selbstschreiben deines E-Books hatte ich dir verschiedene „Jobbörsen“ vorgestellt, auf denen du professionelle Lektorinnen und Lektoren finden kannst. Doch statt dein fertiges E-Book so hinsichtlich Grammatik und Rechtschreibung korrigieren zu lassen, kannst du es auch komplett schreiben lassen. Auch hier empfehle ich derzeit vor allem Textbroker, Content.de, Scribershub sowie allgemeine Plattformen wie MachDuDas oder TexterJobBörse.

Im Grunde genommen verhält es sich hierbei nicht viel anders, als wenn du dein Werk von einer KI erstellen lässt. Allerdings wäre dieser Weg bei Weitem sehr viel fairer, denn du bezahlst diese Menschen ehrlich für deren Arbeit. In Bezug auf Urheberrechtsverstöße kann zwar auch hier nichts ausgeschlossen werden, doch im Gegensatz zu „wilden“ Chatbots, werden professioneller Textende auf solchen Plattformen regelmäßig überprüft und verpflichten sich dazu, stets garantierten Unique-Content abzuliefern. Zudem treten sie die Urheberschaft an den Texten mit der Bezahlung an dich ab.

Prinzipiell kannst du die Arbeit für dein gesamtes E-Book abtreten oder auch nur Teile davon schreiben lassen. Wie ich beim Selbstschreiben deines E-Books bereits angedeutet hatte, hast du natürlich die Möglichkeit, nur einzelne Inhalte auszulagern, bei denen dir vielleicht die Expertise fehlt und die du deiner Leserschaft dennoch nicht vorenthalten möchtest.

Zudem kannst du einzelne Kapitel auch gezielt (abhängig vom Teilgebiet) auf verschiedene Texterinnen beziehungsweise Texter aufteilen. Bedenke hierbei jedoch, dass dann jedes Kapitel einen unterschiedlichen Schreibstil aufweisen wird. Wenn diese „Diskrepanz“ zu deutlich ist, könnte das bei deiner Leserschaft unter Umständen durchaus einige Irritationen hervorrufen.

Teile dir die Arbeit durch Kooperationen

Eine weitere Möglichkeit, wenn du dein E-Book nicht (komplett) selbst schreiben möchtest, könnte eine Co-Autorenschaft sein. Vielleicht kennst du (persönlich) Menschen, die in einem ähnlichen Thema bereits unterwegs sind oder mit dem Gedanken spielen. Dann könntest du dein E-Book zusammen mit einer Co-Autorin oder einem Co-Autor schreiben. Auch hier gibt es verschiedene Ansätze, über die du zumindest einmal nachdenken solltest.

Entweder ihr teilt euch das Ganze auf und macht sozusagen 50:50 oder beide schreiben jeweils über die Teilthemen, in denen sie die größte Expertise aufweisen. Das wäre dann also eine Art Joint Venture. Auch eine spätere Umsatzbeteiligung wäre denkbar. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass du dein gesamtes Werk auslagerst und statt einer KI oder eines fremden Profis jemanden heranlässt, den du kennst. In diesem Fall kannst du auch sie beziehungsweise ihn dafür bezahlen oder ihr einigt euch auf eine Art Kooperation, im Zuge derer diese Person in deinem E-Book unter anderem etwas „Werbung“ für sich machen kann. Wie schon erwähnt: Da gibt es viele unterschiedliche Ansätze.

Das (fast) fertige E-Book: So geht es weiter…

Egal, ob du dein E-Book letztlich selbst verfasst, einen Profi damit beauftragt oder sogar eine KI genutzt hast: Das (fast) fertige Werk – zumindest was den Inhalt betrifft – kannst du jetzt endlich in das gewünschte Format konvertieren. Doch bevor du das machst, ist es wichtig, dass du noch einige wenige, aber durchaus wichtige, rechtliche Aspekte beachtest. Auf Letztere sowie die Konvertierung werde ich im Folgenden noch kurz eingehen.

Rechtliches: Impressum und Lizenzbestimmungen

Aus rechtlicher Sicht solltest du dich zusätzlich mit den Themen Impressum und Lizenzbestimmungen beschäftigen. Ja, was bei Websites allgemein bekannt ist, gilt heutzutage auch für E-Books. Zumindest dann, wenn du später dein E-Book auf großen Plattformen vermarkten möchtest, die zumindest ein Impressum in der Regel fordern. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob du dein E-Book letztlich selbst geschrieben hast oder es – wie hier beschrieben – von einer KI beziehungsweise einem Profi hast schreiben lassen.

Was die Lizenzbestimmungen beziehungsweise das sogenannte Copyright betrifft, rate ich dir, diese gleich zu Beginn zu beschreiben. Im Kern geht es darum, zu formulieren, was Dritte mit deinem E-Book sowie dessen Inhalten dürfen und was nicht. Stelle klar, dass deine Inhalte weder kopiert noch veröffentlicht werden dürfen (es sei denn natürlich, du erlaubst das). Beschreibe aber auch, woher du die im E-Book genutzten Bilder und Fotos (später mehr) hast, falls du diese nicht selbst gemacht hast.

Wichtiger Hinweis: An dieser Stelle darf ich dir leider keine konkreten Empfehlungen geben. Ich bin kein Rechtsanwalt und daher solltest du dich bezüglich Impressum, Copyright und Lizenzbestimmungen stets professionell beraten lassen. Eine Anlaufstelle, die ich dir absolut empfehlen kann, ist die Plattform eRecht24. Dort kannst du dich über rechtliche Bestimmungen informieren* und hast die Möglichkeit, ein kostenloses Impressum erstellen* zu lassen.

Die Konvertierung ins richtige E-Book-Format

Hast du dein E-Book am Ende fertig geschrieben, die rechtlichen Inhalte eingefügt sowie Rechtschreibung und Grammatik korrigiert, kannst du es in dein bevorzugtes E-Book-Format konvertieren. Wie in den Grundlagen zu E-Books zu Beginn bereits beschrieben, gibt unterschiedliche Dateiformate, die auch davon abhängen, auf welchem Lesegerät dein E-Book später funktionieren soll. Gerne kannst du dir dieses Kapitel nochmal in Ruhe durchlesen, bevor du hier weiter machst.

Auch hier kannst du auf unterschiedliche Tools zurückgreifen, die zum Teil kostenlos oder – mit zahlreichen Features – auch kostenpflichtig sind. Zum Konvertieren deines E-Books in das gängigste und am weitesten verbreitete Format PDF, kannst du das bekannte Adobe Acrobat ohne Abo hier kaufen* und besitzt damit ein sehr mächtiges Werkzeug. Eine kostenlose Alternative findest du auf PDF24 – allerdings solltest du bei kostenlosen Tools beachten, dass diese oftmals wichtige Inhalte wie Inhaltsverzeichnisse oder Links nicht korrekt umwandeln. Dies wiederum stört den Lesefluss für dein Publikum gewaltig und wirkt nicht sonderlich professionell.

Dein eigenes E-Book ist jedenfalls grundsätzlich fertig. Jetzt kannst du dich der äußerlichen Illustration sowie der sonstigen Darstellung widmen. Dort werde ich dir unter anderem zeigen, wie du für dein Werk ein professionelles E-Book-Cover erstellen kannst oder es erstellen lässt. Aber auch die Erstellung einer Vorschaugrafik ist wichtig, denn diese brauchst du später zumindest bei einer ausgelagerten Vermarktung auf größeren Portalen. Zudem gehe ich auf die Nutzung von Fotos und Bildern ein sowie die damit verbundenen rechtlichen Punkte.

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Überblick Leitfaden: Der Weg zum eigenen erfolgreichen E-Book

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