Erst einmal vorweg möchte ich Ihnen allen noch ein frohes neues Jahr wünschen und hoffe, dass Sie gesund und frisch reingerutscht sind!

Dann also doch: Wie regelmäßige Leser meines Blogs längst festgestellt haben, gab es Ende 2014 zum ersten Mal keinen Rückblick auf die wichtigsten Bezahlsysteme. Denn eigentlich wollte ich keinen mehr machen, weil ich dachte, dass es nicht unbedingt jedes Jahr nötig sei.

Weil ich aber daraufhin in den letzten Tagen viele Zuschriften bekam, habe ich mich entschlossen, doch nochmal einen Rückblick zu machen. Natürlich kann jeder Einzelne auch für sich selbst eine solche Aufstellung machen, aber gerade Einsteiger haben einfach noch nicht die Umsätze und Anzahl Sales, auf deren Basis aussagekräftige Zahlen möglich wären.

Und vor allem dann ist es wichtig, dass die Sales sowie der Umsatz mit den richtigen Bezahlsystemen gesteigert sowie optimiert werden kann.

Ergebnisse und Vergleich 2013/2014

Also gibt es die aktuelle Statistik diesmal ein wenig verspätet. Ich möchte auch diesmal wieder darauf hinweisen, dass die nachfolgenden Ergebnisse natürlich meine persönlichen Erfahrungen und Zahlen widerspiegeln und daher nur als Richtwert für die eigene Ausrichtung gesehen werden sollten.

Denn eines ist auch klar: Ausrichtung und Zielgruppe spielen eine entscheidende Rolle, was auch die aktuellen Ergebnisse wieder sehr deutlich zeigen…

Auch in diesem Jahr gilt wieder das Schema: vorher / nachher (Veränderung)

Paypal – 47,48% / 54,36% (+6,88)

Gleich zu Beginn zeigt sich schon eine deutliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Paypal, welches im Vorjahr noch stabil blieb, konnte in 2014 einen Zuwachs von fast 7% verzeichnen. Grundsätzlich schwankte Paypal von Jahr zu Jahr immer ganz leicht hin und her – zum ersten Mal schien die Beliebtheit diesmal deutlich zu steigen.

Woran das liegt – besonders ausgerechnet in 2014, lässt sich schwer sagen, aber zumindest kann man feststellen, dass die Kreditkartenzahlung im selben Zeitraum fast in selber Höhe zurückging (mehr dazu weiter unten). Möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass viele User mittlerweile die Kreditkartenzahlung eben über Paypal selbst nutzen!?

Banküberweisung – 18,54% / 15,82% (-2,72)

Auch die normale Banküberweisung wurde in 2014 nicht so häufig genutzt, wie noch 2013. In 2011 noch bei knapp 30%, rutschte Sie schon in 2012 um fast die Hälfte ab. Während Sie dann in 2013 wieder leicht anstieg, fiel Sie diesmal wieder knapp über das 2012-Niveau.

Diese Entwicklung ist immer wieder sehr interessant zu beobachten. Die klassische, manuelle Banküberweisung scheint immer weniger genutzt zu werden und das ist kein Wunder. Sie verlängert neben dem höheren Aufwand natürlich enorm die Wartezeit zwischen Zahlung und Erhalt der Ware – egal ob digitale oder physische Produkte.

ABER eines ist auch klar: Trotz allem gibt es immer noch Menschen, die sehr viel lieber ganz klassisch überweisen möchten – und immerhin 15-16 Prozent sind immer noch eine stolze Anzahl, denn wer möchte im schlimmsten Fall schon auf 15% Umsatz verzichten?

Kreditkarte –27,35% / 22,31% (-5,04)

Wie oben bereits angesprochen, verzeichnete die Kreditkartenzahlung diesmal den größten Verlust – und zwar knapp über 5 Prozentpunkte. Während in noch fast eine Verdoppelung stattfand, fiel das Ganze in 2013 schon wieder. Gerade hier spielt die Zielgruppenausrichtung die wohl entscheidendste Rolle. Denn während bei Produkten, die sich eher an Unternehmer 2012 richten eher mal die Kreditkarte genutzt wird, ist dies bei typischen Einsteigerprodukten natürlich eher weniger zu beobachten.

Ganz davon abgesehen, nutzen (s.o.) natürlich auch immer mehr User die Möglichkeit, dass auch über Paypal mit Kreditkarte gezahlt werden kann und so kombinieren diese die Sicherheit von Paypal mit dem Komfort der Kreditkartenzahlung.

Giropay – 6,63% / 7,30% (+0,67)

Eine leichte Steigerung erfuhr die Bezahlart “Giropay”, die von ShareIT angeboten wird und im Prinzip das Gleiche wie die immer noch bekanntere “Sofortüberweisung” ist. Betrachtet man hier die letzten Jahre, so stellt man fest, dass diese Art der Zahlung immer mehr ankommt – wenngleich auch in kleinen Schritten.

Sie verbindet die Vorteile der Paypal- oder Kreditkartenzahlung (z.B. schnellerer/sofortiger Erhalt der Ware) und die der klassischen Banküberweisung. Auch das ist sicherlich mit ein Grund dafür, dass die Nutzung der reinen Banküberweisung etwas zurückgeht.

Sonstiges – 0,00% / 0,21% (+0,21)

Ja, das “Sonstige”… klingt extrem wenig und ist dennoch immer wieder interessant. Unter “Sonstiges” verzeichne ich immer gerne aussterbende Bezahlsysteme wie Schecks usw. Heutzutage zahlt so gut wie niemand mehr mit Schecks, doch es gibt eben immer wieder Menschen, die darauf schwören – warum auch immer.

Und weil es beispielsweise ShareIT als Option anbietet und es keine nennenswerte Nachteile mit sich bringt, ist es eben auch möglich und fließt somit in diese Statistik mit ein. Wie man sieht gab es in 2014 wieder einige solcher Zahlungen, was relativ gesehen natürlich wenig aussieht – absolut betrachtet aber nicht zu vernachlässigen ist!

Fazit und Schlussfolgerung

Das war sie auch schon wieder: Die Übersicht über die wichtigsten Bezahlsysteme in 2014. Auch diesmal gibt es wieder deutliche “Gewinner und Verlierer” – was sich, wie man sieht, aber immer wieder schnell ändern kann. Und daher ist es dann eben doch interessant, stets jedes Jahr einen Anhaltspunkt zu haben.

Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf den Dienstleister ShareIT, den ich jetzt schon viele Jahre sehr zufriedenstellend nutze. Ende letzten Jahres führte ich vor allem für meine Affiliates zusätzlich die Nutzung von Digistore24 ein.

Selbstverständlich ändert dies grundsätzlich nichts an dieser Statistik, denn die einzelnen Bezahlmethoden verändern sich dadurch natürlich nicht. Dennoch ist es möglich, dass bestimmte Systeme abhängig vom jeweiligen Dienstleister (warum auch immer) eher genutzt werden, als andere.

Um dies ggf. herausfinden und miteinander vergleichen zu können, sind aber ebenfalls Zahlen über einen Zeitraum von einem Jahr notwendig. Weil diese Umstellung erst wenige Monate zurückliegt, lasse ich diese Zahlen hier noch nicht mit einfließen und werde diese Analyse evtl. dann im nächsten Jahr umsetzen.

32 Gedanken zu „Die wichtigsten Bezahlsysteme 2014: Wieder einmal spielen Ausrichtung und Zielgruppe eine entscheidende Rolle…“
    1. Hallo Natalie!

      Das hat zwar jetzt mit diesem Artikel nicht wirklich etwas zu tun, aber gerne gehe ich ganz kurz darauf ein:

      Ich kenne diese App ehrlich gesagt nicht wirklich. Sicher geht es um eine der eigentlich vielen Apps, die während der Werbung laufen sollen und man verdient sich dann pro Werbespot (sofern auch erkannt) Punkte, die man dann in Prämien eintauschen kann – richtig?

      Falls ja, dann kommt es hierbei ja immer auch darauf an, wie viele Punkte es für einen Werbespot gibt und wie viel diese Punkte dann tatsächlich wert sind. Ist es so wie fast immer und man braucht gefühlt 1 Million Punkte, um letztlich dafür einen Radiergummi als Prämie zu bekommen, dann finde ich es absoluten Blödsinn.

      Aber wie gesagt… es kommt halt drauf an… 🙂

    1. Hallo Ulrich Scholz,

      Sie dürfen aber nicht davon ausgehen, dass Ihre Kunden genauso denken, wie Sie – das wäre fatal und genau darum geht es hier ja. Es geht nicht darum, welches Zahlungssystem Sie als Kunde nutzen, sondern, welche Systeme Sie als Anbieter Ihren Kunden zur Verfügung stellen.

      Wenn Sie eines der wichtigsten System (Paypal) Ihren Kunden nicht anbieten, weil Sie es selbst privat nicht nutzen möchten, entgeht Ihnen faktisch je nach dem 50% des Umsatzes. Ein Unternehmer darf niemals davon ausgehen, dass seine Kunden so denken, wie er selbst. Sondern er muss möglichst (versuchen zu) denken, wie seine Kunden.

  1. PayPal ist für den Kunden nunmal die allerbequemste Möglichkeit, zu zahlen. Mal sehen, wer in der Lage sein wird, da nochmal heranzukommen.

  2. Als Kunde ist es mir relativ egal, welche Zahlungsmethode ich nehme. Wobei Paypal halt den Käuferschutz hat, der schon ganz praktisch ist.
    Als Verkäufer würde ich sicher Paypal, Banküberweisung und Kreditkarte anbieten. Damit deckt man mindestens 80-90 Prozent der Kundschaft ab.

  3. Ich glaube in der heutigen Zeit, ist Bezahlen ohne PayPal nicht mehr möglich. Es ersetzt fast schon das internationale Banking auf privater Ebene durch die deutlich besseren Konditionen.
    Undenkbar wie viel sich meine Bank abdrückt, wenn ich an einen Freund oder Kollegen in England Geld sende…PayPal hält sich tapfer mit der immer gleichen Gebühr.

  4. Hallo,

    die Beliebtheit von Paypal dürfte dem Unternehmen auch in Zukunft große Wachstumschancen bieten, ich habe seit Börsengang sogar direkt in Paypal investiert. Die Gebühren für Händler sind natürlich die Kehrseite der Medallie, allerdings hat Paypal halt einen sehr hohen Kunden-Trust.

    LG
    Marco

  5. Meiner Meinung nach ist als Kunde der Käuferschutz sehr wichtig und der ist mit einer klassischen Banküberweisung nicht mehr gegeben. Ich durfte das am eigenen Leib schon erfahren: Vorabüberweisung – Ware nicht erhalten. Zurückholen des Geldes bei Banküberweisung – nicht mehr möglich. Seitdem nur noch mit paypal, Lastschrift oder Kreditkarte. Hier bekomme ich im Zweifelsfall wenigstens mein Geld wieder zurück.

  6. Hallo,
    Sehr interessanter Artikel über Bezahlsysteme.
    Würde mich freuen mehr und vorallem öfter was zu lesen, da der Artikel auch schon 2 Jahre alt ist.

    Schade ist das Sie Bitcoins nicht als Bezahlsystem ansprichst.
    Ich gebe zu, der Ruf ist leider nicht so gut, aber da momentan selbst PayPal und Co. an der Bitcoin Integration arbeiten, finde ich, es wäre zeitgemäß, Bitcoins in deinem nächsten Artikel über Zahlungssystem zu berücksichtigen.

    1. Hallo,

      erst einmal vorweg: Bitte keine Keywords im Namen – daher habe ich das gekürzt.

      Zum Posting: Der Artikel ist keine 2 Jahre alt, sondern erst 1 Jahr – genauer gesagt vom 04.01.2015 – und geht auf die Bezahlsysteme 2014 ein. Schon im Januar auf das aktuelle Jahr einzugehen, würde hier auch wenig Sinn machen. :))

      Zu Bitcoin: Klar könnte man das auch aufnehmen. Aber dann könnte man hier noch zig andere Systeme aufzeigen, doch darum geht es hier nicht und es würde den Rahmen definitiv sprengen.

      In der Artikel-“Serie” geht es nicht um die Bezahlsysteme, sondern um die wichtigsten Zahlsysteme und da muss irgendwo die Grenze bzgl. der Nutzungsrate liegen. Ich habe “kleinere” Systeme schon unter “Sonstige” gebündelt und da kommen schon lediglich 0,21% bei heraus.

      Was Bitcoin an sich betrifft, möchte ich dazu hier nicht weiter eingehen, du hast es ja schon am Rande angesprochen.

  7. Hallo, danke für den tollen Artikel. Kann dem nur beipflichten. Banküberweisung ist vermutlich am Ende und wenn in Zukunft auch Bargeld >5000 EUR verboten ist, wird alles noch digitaler. LG

    1. Hallo Chris,

      vielen Dank für den Kommentar.

      Klar, wie im Artikel beschrieben ist die Banküberweisung insgesamt zurückgegangen, aber davon zu sprechen, sie sei am Ende, wäre fahrlässig! Wie bereits angemerkt: Wer verzichtet freiwillig auf 15% Umsatz? 🙂

      Zum Bargeld-Verbot >5000 Euro kann ich nur sagen: Aus rein privater Sicht sah ich persönlich noch nie einem wirklichen Sinn darin, solche Beträge bar zu zahlen – wer bei solchen Summen keine Überweisung & Co “akzeptiert” und das Ganze bar will, der hat was zu verbergen und bekommt nix…

      Davon abgesehen hat dieses Verbot ja überhaupt keinen Einfluss aufs Online-Business, da wird ja sowieso nicht bar gezahlt. Da hast du absolut Recht.

  8. Seit Jahren benütze ich Paypal und bin sonst sehr Zufrieden damit, aber ganz auf Bargeld möchte ich auf keinen Fall verzichten.

  9. PayPal ist für mich die erste Wahl, wenn es um das Bezahlen geht, auch wenn das Senden von Geld Kosten nach sich zieht. Man kann zu jeder Zeit, also auch am Wochenende zahlen.

    Bzgl. der Banküberweisung kann ich im heutigen Zeitalter immer noch nicht nachvollziehen, warum man nicht auch am Wochenende bezahlen beziehungsweise überweisen kann ?!

  10. Ich finde es sehr interessant zu erfahren, welche Zahlungsmethoden die Leute im Netz verwenden. Ich persönlich zahle sehr gerne mit Paypal, weil es für mich am einfachsten und schnellsten geht.

    Was mich auch noch interessieren würde, ist der Anteil der Leute die mit Bitcoin zahlen. Ich sehe immer mehr Online-Shops, die als Zahlungsart Bitcoin anbieten. Vielleicht wäre dazu noch ein Beitrag sehr interessant.

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

  11. Obwohl der Artikel schon etwas älter ist, hat er nichts an Zugkraft verloren. Ich nutze auch immer öfters bei einem Onlinekauf das Bezahlsystem PayPal oder Giropay. Damit hab ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht. 

  12. Ich habe nach einigen Problemen Abstand von PayPal genommen und nutze jetzt lieber wieder eine KK. Ist am Ende vielleicht etwas teurer aber in meinen Augen auch immer noch mit am sichersten

  13. Sehe mitlerweile immer öfter den Zahlungsdienst von Google: Google Play
    Habe mich jedoch noch nicht getraut damit zu Zahlen, da das Thema datenschutz und Google bei mir noch unbehagen auslöst. Denke der Dienst hat schon genug daten von mir… Jemand dazu erfahren oder Informationen?

  14. Ein Interessanter Beitrag über Bezahlsysteme, da gäbe es mitlerweile noch die Kryptos, die immer mehr auf dem Vormarasch sind, zumindestens scheint es so.

  15. Danke für diesen interessanten Beitrag. Ich nutze seit vielen Jahren paypal und hatte bisher keine Probleme damit. Seit 6 Monaten nutze ich nun auch google pay. Es funktioniert einfach und gut, gerade im Sommerurlaub war es angenehm nur das Handy zu benötigen und die Brieftasche zu Hause lassen zu können. Was mich stört ist nur, dass der Betrag von der Kreditkarte abgebucht wird und somit geballt am Ende des Monats kommt, eine Sofortbuchung wie bei einer EC Karte wäre mir lieber, bei apple pay soll das gehen. Vielleicht kommt ja von google auch noch was.

  16. Sehe ich genau wie einige meiner Vorredner. Ich selbst verwende Kreditkarten, aber auch Bitcoins als Zahlungsmethode. Finde es schade, dass Letzteres noch nicht so weit verbreitet ist. Finde allgemein den Wandel spannend und beobachte ihn gern – mal sehen was sich in naher Zukunft verändern wird. Aber irgendwie muss man seine Lebensmittel und andere materiellen Dinge ja bezahlen.

    Würde mich freuen noch weitere Beiträge über solche Bezahlungsmittel hier zu lesen. Hatte mich jetzt auch noch durch die Kategorie Interviews geklickt und mir gefällt der Schreibstil einfach top. 🙂 Toller Flow. Vielen Dank für die Artikel!

    1. Wie ist denn eure jetzige Meinung zu BTC, da gab es ja eine rasante Bewegung der letzten Monate 🙂

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