Pinterest - Ernste Bedrohung für Facebook & Co oder gefährlicher Abklatsch?Momentan schlagen sich wieder “alle” darum, eine Einladung für die Social-Media-Plattform Pinterest zu ergattern, um so (mal wieder) ein Teil des Ganzen zu sein. Aktuell scheint wieder so ein Hype ausgebrochen zu sein, dass mich das Ganze dann doch neugierig gemacht hat.

Als Internetmarketer ist man natürlich vor allem daran interessiert, herauszufinden, ob ein solches Portal prinzipiell einen Nutzen fürs Online-Marketing hat und so ging ich auf eine kleine Recherche. Prompt stieß ich dabei zwar auf positive Zahlen, aber leider auch auf durchaus entscheidende Hürden und einen kleinen “Skandal”…

Im folgenden Artikel möchte ich die Plattform Pinterest vor allem denjenigen Usern vorstellen, die bisher noch nichts davon gehört oder gelesen haben und es ein wenig durchleuchten im Bezug auf Nutzen und Sinn im Bereich Internetmarketing.

Was ist Pinterest und was ist daran neu?

Die us-amerikanische Social-Media-Plattform Pinterest wurde bereits im März 2010 gelauncht, kommt in Deutschland aber erst seit einiger Zeit so richtig ins Rollen – ja, löst scheinbar einen regelrechten Hype aus.

Streng genommen ist Pinterest aus meiner Sicht überhaupt kein (klassisches) Social-Media-Portal und bezeichnet sich selbst auf der Startseite als Online-Pinnwand (online pinboard). Auf dieser können registrierte User ihre Lieblingsbilder- und -videos veröffentlichen und auch teilen.

Sofort stellt sich einem hier natürlich die Frage, was daran so furchtbar neu sein soll!? Denn schließlich kann man seine Videos bereits auf YouTube veröffentlichen sowie teilen und kann seine Fotos auf Facebook, Google Plus oder auch speziellen Foto-Plattformen, wie etwa Flickr präsentieren.

Die Aufmachung und das Handling selbst erinnert sehr an Facebook und dessen Pinnwände der Nutzer. Auch hier können Nutzer Bilder und Videos “liken”, kommentieren und “repinnen”, was so viel bedeutet, wie eben “teilen”.

Durchaus beachtliche Entwicklung in den letzten Monaten

Schaut man sich nur die Startseite an und beachtet, dass Pinterest zwar prinzipiell nichts Neues bringt, aber im Gegensatz zu den etablierten Plattformen sehr übersichtlich und aufgeräumt ist, kommt man zum Entschluss, dass sich scheinbar vor allem jene Nutzer zu Pinterest hingezogen fühlen, die sich im Bereich Social Media auf die wesentlichen Dinge konzentrieren möchten und die etablierten Plattformen dann doch funktional eher für überfüllt hielten.

Der Erfolg, der sich besonders in den letzten Monaten zeigte, scheint den Initiatoren jedoch Recht zu geben. Immerhin liegt die Plattform laut alexa.com aktuell auf Platz 55 der meistbesuchten Websites weltweit.

Diese Zahlen hat das Portal möglicherweise vor allem dem Marketing-Clou zu verdanken, den auch Google Plus seinerzeit für sich nutzte. Wie auch Google, setzt auch Pinterest auf die Soziale Bewährtheit und den menschlichen Drang, dem “Unerreichbaren” zu folgen und vor allem der Masse (Herde). Kurz um: Nur jene User können sich registrieren, die zuvor von einem bereits angemeldeten Mitglied eine Einladung erhalten haben.

Die Frage ist also, ob die Plattform diesen “Run” – vor allem in Deutschland – auch ohne geschossene Gesellschaft so schnell geschafft hätte und ob das Ganze dadurch auch wirklich nachhaltig ist, was ja aufgrund der Anzahl tatsächlich aktiver User bei Google Plus sogar bereits diskutiert wurde.

Studie zeigt: Mehr Traffic als Google Plus, YouTube und LinkedIn

Eine aktuelle und sehr interessante Studie von shareaholic.com kam sogar zu dem Ergebnis, dass Pinterest im Januar 2012 mehr Traffic als Google Plus, YouTube und LinkedIn zusammen generierte und im Februar sogar mehr Traffic als Twitter.

Gefahr vor Abmahnungen der Benutzer

Pinterest erlaubt es seinen Nutzern beliebte Bilder, Fotos und Videos zu veröffentlichen und zu teilen. Dabei spielt es offensichtlich keine Rolle, ob diese Erzeugnisse von den Usern selbst stammen oder von diesen im Netz entdeckt worden sind.

Und genau hier liegt schon wieder eine sehr große Gefahr für die einzelnen Nutzer – besonders natürlich wieder in Deutschland: Zwar weist Pinterest seine Nutzer drauf hin, dass diese unter jedem veröffentlichten Bild auch den Urheber erwähnen sollen, machen dies jedoch nicht zur Pflicht.

Da wiederum öffnet natürlich Tür und Tor für Abmahnanwälte und auch Urheber, die – zum Teil natürlich berechtigt – ihre Rechte einfordern, ja einklagen. Das bedeutet im Klartext, dass Nutzer höllisch aufpassen müssen, welche Bilder und Videos verteilt und veröffentlicht werden und welche eben nicht.

Exakt diese Einschränkung könnte die gesamte Plattform, die natürlich ausschließlich auf diesen Handlungen aufgebaut ist, für die meisten (deutschen) User eigentlich schon wieder uninteressant machen.

Natürlich kann man auch ausschließlich eigene Fotos veröffentlichen, wie es beispielsweise für Hobby-Fotografen Sinn machen würde – aber selbst hierfür gibt es schon längst ganz andere Plattformen, auf denen diese dann auch noch Geld mit den Fotos verdienen können.

Erster “Skandal” sorgte bereits für Aufregung

Für einen kleinen Skandal sorgte Pinterest dann auch noch, wenn man es als einen solchen überhaupt bezeichnen kann: Bis dato ist und war Pinterest komplett werbefrei, was den Initiatoren natürlich keinerlei Einnahmen beschert. Da die Monetarisierung einer Plattform mit wachsenden Anforderungen natürlich fast unumgänglich ist, sorgte man für eine Variante, die neben der rechtlichen Diskussion noch eine weitere anheizte:

So wurde das heimliche Geschäftsmodell der Plattform nun bekannt, nachdem Pinterest die Links bestimmter, durch die Nutzer geposteter, Links kurzer Hand durch eigene Affiliate-Links mit Tracking-Code ersetzte, um so mit den Inhalten der User Einnahmen zu erzielen.

Darüber berichtete bereits u.a. kein Geringerer, als t3n auf seiner Plattform.

Jetzt könnte man das Ganze natürlich locker sehen, denn schließlich ist es neben kontextabhängiger Werbung eine perfekte Möglichkeit, ein solches Portal zu monetarisieren und eigentlich tut es auch niemandem (auch nicht den Nutzern) weh.

Dennoch hätte es nicht heimlich erfolgen dürfen und man hätte seitens Pinterest dieses Vorgehen offen kommunizieren müssen. So hinterlässt es letztlich immer einen faden Beigeschmack, was einige Nutzer aufgrund von “Provisionsneid” vielleicht abschreckt, bestimmte Inhalte zu publizieren.

Fazit, meine Meinung und Ihre Meinung…

Zusammenfassend lässt sich sicherlich festhalten, dass Pinterest sicherlich für jene Nutzer interessant sein könnte, die sich im Bereich des Social Media auf die wesentlichen Dinge konzentrieren möchten und die etablierten Portale teilweise funktional für überflutet halten.

Inhaltlich kann ich persönlich über Pinterest nichts sagen, weil ich derzeit selbst nicht angemeldet bin. Auf mich persönlich macht es jedoch den Eindruck einer Mischung aus Bookmarking-Portalen und klassischen Sozialen Netzwerken.

Für gezieltes Internetmarketing und ein Online-Business sehe ich momentan eher keinen Nutzen und werde mich daher sicherlich so schnell nicht anmelden. Vielleicht irre ich mich hier ja, aber das ist mein erster äußerlicher Eindruck. Dabei ist zum einen wieder die Urheberproblematik ein unnötiges Hindernis und zum anderen bleibt abzuwarten, inwiefern der aktuelle Hype schnell wieder verpufft oder ob das Ganze dann tatsächlich Bestand haben wird.

Eines hat Pinterest aber ganz sicher erreicht: Es hat Aufmerksamkeit durch häufige Berichterstattung bekommen! Vor allem aber zeigt es mal wieder, wie schnell sich Menschen von etwas “Unerreichbarem” angezogen fühlen und wie diese dann förmlich darum betteln, ebenfalls ein Teil sein zu dürfen.

Das ist Soziale Bewährtheit pur:
Alle der Herde nach, denn was alle wollen MUSS gut sein… 😉

Was mich persönlich ein wenig “stört” ist, dass das Internet – bis auf wenige Ausnahmen – voll von Artikeln und Berichten ist, die die Plattform bis ins Letzte bejubeln und teilweise als die Marketing-Waffe beschreiben.

Was mir hierbei aber auffällt: Eigentlich niemand liefert auch mal konkrete Fakten, die klar und deutlich aufzeigen, welche Vorteile man tatsächlich für effektives Marketing hat. Irgendwie nach dem Motto:

“Ist auf jeden Fall eine super Marketing-Plattform, aber wie man sie nutzt, weiß ich auch nicht…” – Ich meine, wenn jemand konkrete Fakten und Vorschläge hat, dann immer her damit, dafür gibt es die Kommentarfunktion und kann nur positiv sein. 😉

Mich interessiert Ihre konstruktive Meinung! Was halten Sie von Pinterest – auch im Bezug auf den Nutzen im Online-Business. Sind Sie bereits angemeldet, warten Sie auf eine Einladung oder haben Sie schlichtweg überhaupt kein Interesse?

23 Gedanken zu „Pinterest zum Teilen von Bildern und Videos: Ernste Alternative oder gefährlicher Abklatsch?“
  1. ich persönlich halte von den Social-Media-Plattformen eigentlich nicht viel, denn ich muss ja immer mit berechnen können wie ist die Konversation.
    Als Branding Massnahme machbar, aber dann eben aufgrund es Aufwandes für viele Firmen zu teuer.

  2. Ich bin der Meinung, man kann eine Plattform nur beurteilen, wenn man darauf auch aktiv ist und selbst Erfahrungen sammelt. Ich bin seit einigen Monaten nun dabei und kann sagen, dass Pinterest sehr wohl interessant ist. Es wird dadurch enorm Traffic generiert auf Blog und Websites. Also erst mal selbst Erfahrungen sammen und dann Tipps geben 🙂

    1. Hallo Christine Pfeil!

      Ich gebe keine Tipps, denn ich bin dort nicht aktiv. Das kannst du oben nachlesen. Tipps hätte ich mir ja u.a. von dir erhofft, wenn Pinterest so viel Traffic bringt. 😉 Dennoch gebe ich meine Einschätzung ab. Es ist ein großer Fehler, sich als Unternehmer immer sofort auf alles was neu ist draufzustürzen und den Fokus fürs Wesentliche zu verlieren. Wenn etwas dann nachweislich und langfristig läuft und funktioniert, springt man auf den fahrenden Zug…

  3. Hallo Zusammen
    Wer weitergehende Informationen zu Pinterest haben möchte, sollte in den Blog von Kirsten Erlenbruch schauen. Sie hat dort folgende Artikel dazu gepostet

    Mehr Besucher auf Ihrer Seite durch Pinterest

    $1.000 am Tag mit Pinterest verdienen

    hier die Links zu den Artikeln

    http://besser-geld-verdienen.de/blog/

    http://besser-geld-verdienen.de/blog/index.php/2012/04/24/am-tag-mit-pinterest-verdienen/

    Ich finde die Artikel sehr Informativ, nur sollte man sich wie bei allem im Internet fragen, muß ich unbedingt auf dieser Welle mitschwimmen? Welchen Aufwand muß ich betreiben und welchen Nutzen habe ich davon?

    herzliche Grüße

  4. Kann mich meinem vorredner anschließen, auch ich nutze Social Media Plattformen nicht sonderlich zur Trafficgenerierung. Um neue Kontakte zu knüpfen sicherlich nicht schlecht, aber man muss schon aufpassen das man nicht zu viel Zeit verschwendet, wie es zb bei dem großen Netzwerk passieren kann, welches Freitag an die Börse ging…
    Was Pinterest angeht muss ich sagen das ich noch überhaupt nichts davon gehört habe. Ist mir also neu…

    1. Hallo Jan!

      Ja, der Zeitfaktor spielt bei allen Netzwerken eine große Rolle. Wenn man sich da in zu vielen Nebensächlichkeiten verzettelt, verliert man schnell den Fokus aufs Wesentliche. Auch ich “erwische” mich manchmal, dass ich dann doch wieder zu lange auf Facebook etwas “herumwurschtle” und dann die aktuelel Arbeit liegen lasse.

      Das gilt aber auch für die Erschließung neuer Plattformen: Sich sofort auf die neuesten Plattformen zu stürzen ohne deren Nutzen zu hinterfragen oder zunächst einmal zu beobachten, wie sich das Ganze entwickelt, stiehlt auch Zeit. Zeit, die man in aktuelle und funktionierende Maßnahmen, Projekte und Aktionen stecken sollte.

  5. Vielen Dank für Deinen Einblick und die Einschätzung zu Pinterest!

    Aus der Sicht meiner eigenen Präsenz bei dem Netzwerk Pinterest kann ich sagen, dass es eine entspannende Art des Netzwerkens ist.

    Es hat für das Ranking bei Google einen hohen Stellenwert, also auch aus Sicht von Suchmaschinenoptimierung ein nicht zu übersehender Vorteil.

    Wer generell ein gewisses Maß an Vorsicht und Rücksichtnahme walten lässt, kann mit Pinterest ein wertvolles und angenehmes “Miteinander” in Social Media erfahren und geniessen.
    Bereits viele Künstler, Fotografen und Maler sind dort mit ihren Werken vertreten.

    Um dem Thema des Urheberrechts gerecht zu werden, besteht immer die Möglichkeit in das Kommentarfeld oder gleich direkt ins Bemerkungsfeld den Urheber und/oder die Quelle zu nennen, als Zusatz, falls es mal nicht im Bild verlinkt sein sollte.

    Bei anderen Netzwerken machen sich viele überhaupt keine Gedanken bezüglich des Urhebers bei geposteten und geteilten Fotos und weiteren Dingen.

    Also so recht lässt sich das nicht immer nachzuvollziehen und verurteilen, dass Pinterest eine “Gefahr” darstellen würde.

    Seit einigen Monaten nütze ich das Netzwerk aktiv und verzeichne positive Ergebnisse und Erfahrungen. Wäre wünschenswert, wenn dieser Beitrag mit positiven Stimmen unter ein neues “Licht” des Artikels führen würde. Kritik wurde oben erwünscht, also melde ich hiermit auch meine positive “Kritik” an 🙂

    1. Hallo Kerstin!

      Bereits viele Künstler, Fotografen und Maler sind dort mit ihren Werken vertreten.

      Ja, genau für diese Zielgruppen scheint es auch perfekt zu sein. Die Frage ist halt, ob es wirklich immer überall Sinn macht, das gilt es dann individuell für jeden selbst herauszufinden.

      Bei anderen Netzwerken machen sich viele überhaupt keine Gedanken bezüglich des Urhebers bei geposteten und geteilten Fotos und weiteren Dingen.

      Das stimmt, ja.

      Kritik wurde oben erwünscht, also melde ich hiermit auch meine positive “Kritik” an

      Ja! Immer sehr gerne. Denn eine kontroverse aber faire Diskussion lebt doch von gegenseitigen Meinungen und Ansichten.

  6. Hallo,

    also mir ist Pinterest auch nur und ausschliesslich durch Werbung, bzw. Lobgesang, von Internetmarketern bekannt. Von niemand anderen, auch auf den anderen Plattformen wie Twitter, Google+ und Facebook (ja, ich bin da sehr gemässigt “aktiv”), habe ich gelesen, dass man unbedingt auf Pinterest müsste.
    Scheinbar ist das, zumindest in meiner Wahrnehmung, ein reiner Internet-Marketer Hype.
    Ich glaube auch, dass viel hilft viel nur bedingt stimmt. Wer auf den bekannten Plattformen schon aktiv ist, für den besteht wohl eher die Gefahr sich zu verzetteln.
    Aber jedem das Seine 😉
    Ach ja, das ist die private Meinung eines Internet-Marketing Interesierten, aber nicht Aktivem!

    1. Hallo Erhard!

      Ach ja, das ist die private Meinung eines Internet-Marketing Interesierten, aber nicht Aktivem!

      Das spielt ja keine Rolle. Jede Meinung zählt. 🙂

      Ich würde gerne kurz deine Aussage bzgl. des Verzettelns noch weiter ausführen: Nicht nur das Verzetteln an sich spielt eine Rolle, sondern vor allem auch die Tatsache, dass wenn “jeder” die neue Plattform erschließt, dann ziehen theoretisch ja alle mit auf diese Plattform. Lassen sich so wirklich neue Kontakte knüpfen? Ich wage es zu bezweifeln, denn die User auf Pinterest sind wohl kaum “alle” nie auf anderen etablierten Plattformen gewesen… aber man kann mich ja eines Besseren belehren.

  7. Meiner Meinung nach ist gerade das Social Networking ein sehr guter Trafficbringer wenn man sich nicht ganz einfach ständig auf den Plattformen aufhält und seine Zeit dort vertrödelt.

    Speziell zu Pinterest:

    Dein Artikel hier ist überhaupt das erste Mal das ich von dieser Plattform höre und sie bewusst wahr nehme.

    Die Sache mit den Affiliate-Links die du beschreibst könnte mich persönlich ebenfalls nicht wirklich belasten solange die Betreiber nicht meine eigenen Affiliate-Links umbauen und Provisionen auf diese Art stehlen.

    Gerade bei diesen Plattformen, die dem User ja kostenlos angeboten werden, sollte sich der einzelne User einmal Gedanken darüber machen welche Kosten ein Betreiber hat und wer diese dann tragen soll, wenn sie nicht durch Werbung getragen werden!

    Es ist doch sicherlich so, wenn Facebook, Google+ und all die anderen Plattformen mit einem mal werbefrei aber dafür kostenpflichtig würden, wären im gleichen Augenblick sicherlich mehr als 85% aller aktiven User abgemeldet und die Plattformen hätten keinen wirklichen (Massen-)Nutzen mehr.

    Dann doch lieber etwas Werbung erdulden und Traffic kostenlos bekommen 🙂

    In diesem Sinne…

    Schönes Wochenende und allen viel Erfolg, letzteres aber ohne jeglichen Neid 🙂

    Euer Guido

    1. Hallo Guido!

      Es ist doch sicherlich so, wenn Facebook, Google+ und all die anderen Plattformen mit einem mal werbefrei aber dafür kostenpflichtig würden, wären im gleichen Augenblick sicherlich mehr als 85% aller aktiven User abgemeldet und die Plattformen hätten keinen wirklichen (Massen-)Nutzen mehr.

      Das ist absolut richtig! Vieles wird immer wieder als zu selbstverständlich angesehen. So ist es aber generell im Internet: Nur weil fast alles im netz zu haben ist, bedeutet das noch lange nicht, dass es selbstverständlich ist/wäre, wenn das alles auch kostenlos zu haben ist/wäre.

  8. Hallo Alexander,

    nicht Fleisch und nicht Fisch sage ich mal vorsichtig …

    Aber sind wir alle zusammen nicht selbst Schuld? Die Gratis-Mania des Internet hat mittlerweile 1,5 Generationen verdorben. Das ist doch die Sinn-Krise, in der wir uns befinden.

    Wie soll jemand, der mit ehrlicher Absicht daran geht, einen guten Dienst zu gestalten und auch etwas daran zu verdienen, vorgehen? Ich sage mal zwischen schwierig und geht nicht!

    Oder wollen wir wieder dahin, dass nur noch die Unternehmen mit den Millionen-Budgets zur Kenntnis genommen werden, wie im ausgehenden Industrie-Zeitalter?

    Da ist Umdenken erforderlich!

    Grüßle, der PMa

  9. Ich frage mich, warum Pinterest so gehyped wird. Welche Funktionen bieten die denn, die es auf Facebook nicht gibt? In ein paar Monaten wird wahrscheinlich keiner mehr davon reden – erst recht, wenn es die ersten Abmahnungen gegeben hat.

    In den USA sehen die das viel lockerer mit dem Urheberrecht, dort gibt es keine Abmahnungen wie in DE. Daher interessiert sich Pinterest auch kaum für das Thema.

    Und der User ist letztendlich der Leidtragende.

  10. Pinterest als “Marketingmaschine” zu bezeichnen, ist sicher übertrieben oder sogar falsch. Meine persönliche Meinung:

    Pinterest macht richtig Spaß! Endlich mal keine endlosen Beiträge und Postings, die einem zuweilen die Zeit stehlen. Sondern einfach nur ein paar richtig tolle Bilder und kreative Ideen, die Du schnell ansehen, “liken” und “repinnen” kannst.

    In 5 Minuten ist das “Tagespensum” erledigt, und es macht sogar noch Freude (was in anderen Netzwerken nicht immer der Fall ist, hier mutiert das networking doch auch manchmal zur SEO-Pflichtübung …)

    Ich finde Pinterest inspirierend – und das ist für mich als Texterin das Beste daran.

  11. Also mir geht´s wie Erhard, liegt wohl kaum (oder doch ?) an der Namensgleichheit. Pinterest kenne ich nur vom Hörensagen, frage mich auch, ob denn ein weiteres Social Network sinnvoll und brauchbar ist. Insofern bin ich Alexander dankbar für diesen Artikel und die Diskussion.

    Viel hilft nicht immer viel, denn wie soll man wirklich neue Kontakte finden, wenn man diese auch auf den anderen Portalen finden könnte. Andererseits kann es auch hilfreich sein, ggf. auf anderes Network zurück zu greifen zu können, wenn das Bisherige dich aus welchem Grund auch immer plötzlich beschränkt oder gar ausgrenzt.

  12. interessanter Beitrag. Ich persönlich kannte Pinterest noch nicht. Werde es mir die Tage sicher mal ansehen. Allerdings habe ich nicht wirklich Zeit mich mit noch einem weiteren sozialen Netzwerk zu beschäftigen. Ich schaffe es momentan schon kaum mich ausreichend um Twitter und facebook zu kümmern. Die Sache mit den affiliate links finde ich auch ziemlich daneben. So etwas sollte offen kommuniziert werden. Selbst auf kleinen Nischenseiten ist das ratsam, um nicht eventuell abgemahnt zu werden

  13. Mir bleibt nix anderes übrig als mich olli anzuschließen. Facebook und Twitter rauben schon eine ganze Menge Zeit. Affiliate-links sind aber inzwischen gang und gebe und werden auf so genannten “Verkaufsartikeln” publiziert. Die neben einigen sehr informativen und oft auch gut gemachten Artikeln auf Seiten dann eben das Ziel haben eigene oder Fremde Produkte zu verkaufen. Ich sehe das zwiegespalten, auf billigen “klick und kauf mich”-Seiten ist das völlig daneben. Auf wirklich guten und informativen Seiten habe ich aber nichts dagegen. Die müssen ja auch von etwas leben, danke für den guten Artikel. Macht weiter so!

    mfg Sophia

    1. Hallo Sophia,

      vielen Dank für deinen Beitrag.

      Affiliate-links sind aber inzwischen gang und gebe und werden auf so genannten “Verkaufsartikeln” publiziert.

      Natürlich sind sie das. Affiliate-Marketing ist eine der lukrativsten Einnahmequellen im Internet!

      Das Problem haben viele hier nicht mit den Affiliate-Links auf Pinterest als solche, sondern mit der Tatsache, dass Pinterest heimlich die normalen Links der Nutzer ausgetauscht hat und durch eigene Partnerlinks ersetzt hat – und dieses Vorgehen liefert vielen eben einen faden Beigeschmack.

      Wenn ein Seiteneigentümer seine eigenen Links mittels Affiliate-ID publiziert, dann ist das ja etwas anderes, das sollte er ja auch auf jeden Fall tun, um sein Projekt zu monetarisieren. 🙂

  14. Pinterest bietet nichts Neues oder Innovatives, daher ist es im DE-Internet uninteressant. Mit Facebook, Flattr und wenn es sein muss auch mit tumblr.com kann man seine Inhalte – auch Bilder – bestens präsentieren und in der Community verbreiten. Pinterest will einfach nur ein Stückchen vom Kuchen ab haben, ist jedoch nicht bereit neue Ideen einzubringen, sieht man z.B. an der eher ungewöhnlichen Vermarktungstaktik. Pinterest wird sich bei uns sicherlich nicht durchsetzen…

  15. Ich kenne Pinterest bisher auch nur vom Hörensagen, aber ich denke, daraus könnte sich eine gute Plattform für gezielte Werbung ergeben, sofern diese auf Virales Marketing ausgerichtet ist und tolle Bilder/Videos bereit stellt. Kampagnen wie Old Spice oder auch Starbucks könnten auf diesen Plattformen zusätzlich an Reichweite gewinnen. Als Plattform für gezieltes Anschreiben finde ich twitter und Facebook immer noch am besten geeignet (sofern sich dei Zielgruppe auf facebook erruieren lässt und auch dort vorhanden ist). Trotzdem denke ich, dass Pinterest als neue PLattform sich auf jeden Fall für einige Zeit halten kann. Vor allem weil es neu und eben AUFGERÄUMT ist 🙂

  16. Ich habe mich am 11.06.12 über den Registrierungs-Button auf der Pinterest-Seite registriert, was in dem Fall bedeutet, das man einen Antrag stellt. Am Tag darauf bekam ich dann eine Begrüßungs-Mail mit dem Link zum “Eintritt” und Anlegen eines Accounts. Diesen Zutritt gewährt Pinterest nur über den Facebook-Button, d.h. man benötigt ein persönliches Nutzerprofil bei Facebook. Eine kleine Alternative bietet Pinterest insofern, dass – wer kein Facebook-Profil hat, aber einen Twitter-Account – sich über einen entsprechenden Link einloggen kann. Ich habe beides nicht, erst vor ca. 2 Wochen habe ich mir bei Facebook eine Unternehmensseite eingerichtet, das ist aber kein persönliches Profil. Ich habe seither von Pinterest Abstand genommen, weil ich mich auch gefragt habe, welcher konkrete Nutzen ergibt sich für mich aus einer Mitgliedschaft. Wahrscheinlich habe ich mich auch von der Propaganda in den gängigen Netzwerken verleiten lassen. Ihre Ausführungen zu Pinterest haben mich nur darin bestärkt, diesem Netzwerk nicht beizutreten.

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