Wichtig und doch falsch verstanden - Diskussionen, Streits und Meinungsfreiheit
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Überwiegend in Blogs und Foren, aber im Zuge voranschreitender „Sozialisierung“ durch Social Media auch auf Plattformen wie Facebook & Co kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, bei denen verschiedene User u.a. ihre eigene Meinung vertreten möchten, bei denen über bestimmte Sachverhalte diskutiert wird oder wo es einfach darum geht, Missverständnisse aufzuklären.

Dabei gibt es ganz verschiedene Arten von Diskussionen, die je nach Sachverhalt und Situation mal mehr und mal weniger in handfeste Streitigkeiten ausarten können.

Da ich selbst natürlich blogge, aber auch viele verschiedene andere Blogs beobachte und besuche sowie regelmäßig im Social Media – speziell auf Facebook – unterwegs bin, bekomme ich hier natürlich Vieles aus erster Hand mit.

Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der Diskussionen im Allgemeinen als etwas Positives ansieht und wahrnimmt und der eben selbige in aller Regel auch nicht scheut. Das liegt sicherlich auch vor allem daran, dass ich generell in meinem noch jungen Leben solche auch immer als etwas Positives erfahren durfte, was meiner Ansicht nach leider nicht jeder konnte.

Immer wieder muss ich feststellen, dass es Menschen gibt, die alleine die Begriffe wie Diskussion oder auch Streit an sich bereits ganz falsch zu interpretieren scheinen, was sich dann auch auf deren Wahrnehmung bei solchen auswirkt.

Gerade als Blogger oder auch als Administrator einer Gruppe bei Facebook bin ich persönlich zum Beispiel immer sehr an Diskussionen interessiert, denn Sie liefern – sachlich und konstruktiv geführt – oftmals wertvolle Gedankenanstöße, neue Ideen und Sichtweisen sowie Erkenntnisse und verschiedenes Know-How.

Doch vor allem wenn ich mir teilweise andere Foren oder Blogs anschaue, dann muss ich immer wieder feststellen, dass es manche Menschen gibt, die beispielsweise das Vertreten der eigenen Meinung mit dem Aufdrängen dieser verwechseln, Kritikfähigkeit mit fehlendem Rückgrat verwechseln oder schlichtweg Diskussionen scheuen, weil ihnen vermutlich die Argumente fehlen…

In diesem Artikel möchte ich daher einige Aspekte in diesem Bereich ein wenig durchleuchten und nach möglichen Hintergründen fragen. Dabei werde ich vor allem den aus meiner Sicht entscheidenden Zusammenhang zum Internet-Business schildern und weshalb es gefährlich ist, gerade Kritikfähigkeit damit zu verwechseln, immer gleich auf alles zu reagieren.

Meinung oder Meinungsmache?

Ein Aspekt, der mir bei vielen Diskussionen immer wieder auffällt, ist die Meinungsfreiheit. Prinzipiell ist jeder Mensch sehr daran interessiert, seine eigene Meinung äußern zu dürfen. Und solange diese konstruktiv ist, nicht unsachlich wird und auch nicht beleidigend ist, ist das auch überhaupt kein Problem.

Oftmals stelle ich mir während einer Diskussion, die ich entweder selbst führe oder auch zuhauf beobachte, die Frage, ob derjenige nun wirklich seine Meinung äußern möchte oder anderen diese eher aufdrängen will!?

Denn in der Tat scheint es einige Menschen zu geben, die diesen Unterschied nicht verstehen (wollen) und sogar noch beleidigt sind, wenn andere Menschen dies eigene Meinung nicht teilen wollen. Schlimmer noch, wenn diese Meinung nachweislich falsch ist.


Beispiel 1:

Nehmen wir an, es geht beispielsweise um einen Blog, der nachweislich einen gelben Header (Kopfzeile) hat, auf der in roter Schrift der Titel des Blogs zu lesen ist.

User A kommentiert nun:

Meiner Meinung nach sieht dieser blaue Header mit grüner Schrift aber nicht gut aus…“

Nachweislich ist der Header aber nicht blau, sondern gelb und deshalb antwortet User B darauf wie folgt:

„Wieso ist der Header denn blau? Er ist doch gelb…“

Allein diese Feststellung scheint für manche Menschen – wie etwa User A – schon auszureichen, um sich auf den berühmten Schlips getreten zu fühlen und nicht selten bekommt das User B dann auch durch eine „deutliche“ Antwort zu spüren.

Natürlich ist das ein überspitztes Beispiel, welches jedoch deutlich macht, wie manche Menschen wirklich reagieren, wenn ihre „Meinung“ durch Fakten widerlegt wird.

Aber es gibt weitere Beispiele, die nichts mit richtig oder falsch zu tun haben, sondern tatsächlich rein mit Meinung – und dennoch herrscht hier keine Meinungsfreiheit, sondern offensichtliche Meinungsmache:


Beispiel 2:

Wieder geht es im Beispiel um einen Blog. Diesmal geht es nicht um eine objektive Tatsache, sondern rein um eine subjektive Meinung und Betrachtungsweise: Immer noch den gelben Header mit roter Schrift, jedoch einem anderen Ausgangspunkt.

User A kommentiert nun wie folgt:

Meiner Meinung nach sieht diese rote Schrift auf gelbem Hintergrund nicht gut aus…“

Das ist dessen eigene aber subjektive Meinung und er hat ein Recht, dies zu äußern. User B kommentiert nun auch und schreibt folgendes:

Meiner Meinung nach sieht genau das sehr gut aus…“

Was glauben Sie jetzt, was ich öfter erlebe, als man eigentlich glauben mag? Richtig: User A fühlt sich auch hier wieder sofort angegriffen und lässt es User B auch spüren, indem er erwidert:

„Ah, du akzeptierst meine Meinung nicht. Ich dachte, hier herrscht Meinungsfreiheit! Ich werde doch noch meine Meinung äußern dürfen…“


Was auf den ersten Blick schier an den Haaren herbeigezogen scheint, erlebe ich in der Tat während meiner Arbeit im Internet zuhauf – und sicherlich bin ich hier nicht der Einzige. Solche geradezu unfassbaren Reaktionen scheinen zudem hier und da sogar an der Tagesordnung zu sein und es stellt sich weiter die Frage:

Was hat das noch mit Meinungsfreiheit und freier Meinungsäußerung zu tun? Bedeutet Meinungsfreiheit nicht vor allem auch, andere Meinungen zu akzeptieren, während das Akzeptieren der solchen aber noch lange nicht bedeutet, keine gegenteilige haben zu dürfen?

Menschen, die sich durch gegenteilige Meinungen angegriffen fühlen und deshalb nach der Meinungsfreiheit schreien, handeln genau gegenteilig von dem, was sie fordern.

Und genau ein solcher Umstand führt dann dazu, dass Diskussionen unsachlich und destruktiv werden, weil bestimmte Personen ihre Meinung anderen aufdrängen möchten, wenn diese die eigene nicht teilen möchten oder können.

Was bedeutet Meinungsfreiheit?

Zieht man hier das wohl bekannteste und größte Online-Lexikon Wikipedia zurate, definiert dies den Begriff der Meinungsfreiheit wie folgt:

„Die Meinungsfreiheit, auch Redefreiheit, ist das gewährleistete subjektive Recht auf freie Rede sowie freie Äußerung und (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln.“
(Zitat: de.wikipedia.org)

Diese Definition ist erst mal die, die jeder damit verbindet und findet ihre Grenzen natürlich auch gesetzlich geregelt bei Wahrheit, Ehre usw. In diesem Zusammenhang ist aber noch wichtiger deutlich zu machen, dass Meinungsfreiheit auch gleichzeitig bedeutet, gegenteilige Meinung zu akzeptieren – besonders dann, wenn die Meinung in eine Tatsachenbehauptung mündet, die eben nachweislich unwahr ist…

Sind Streits generell schlecht und schlimm?

Besonders wenn es darum geht, dass verschiedene Meinungen geäußert und ausgetauscht werden oder bestimmte Sachverhalte diskutiert werden, die dann auch je nach dem auch mal etwas heftiger besprochen werden, ist vor allem seitens dritter Unbeteiligter nicht selten zu hören oder zu lesen, man solle sich doch vertragen und aufhören zu streiten.

Auch das kann ich persönlich immer wieder beobachten, was ich immer wieder aufs Neue erstaunt und gleichzeitig auch nachdenklich macht. Denn vor allem, wenn solche Reaktionen in einem Diskussionsforum o.ä. Plattformen eingebracht wird, dann lässt es einen am eigentlichen Sinn dieses Forums zweifeln.

Ein Grund jedoch für solche Reaktionen sind meiner Meinung nach zum einen natürlich negative Erfahrungen die diese Menschen in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Diskussionen oder Streits machen mussten oder einfach auch die Tatsache, dass der Begriff Streit einfach immer falsch – nämlich (zu) negativ – definiert wird, was so nicht stimmt.

Was bedeutet Streit?

Hier ist in Wikipedia zu lesen:

„Streit […] ist das offene Austragen einer Meinungsverschiedenheit zwischen zwei oder mehreren […] Personen, Gruppen […], die nicht immer offenkundig und nicht notwendigerweise stets feindselig sein muss.“
(Zitat: de.wikipedia.org)

Vor allem der hier fettgedruckte Teil ist besonders wichtig und zu verinnerlichen, denn er macht ganz deutlich, dass viele Menschen den Begriff „Streit“ aus verschiedensten Gründen völlig fehlinterpretieren…

Keine Diskussion! – Fehlende Argumente?

Diesen Dingen wie Meinungsfreiheit oder Streit kann man natürlich auch wunderbar entgehen, wenn man eine sich anbahnende Diskussion bereits im Vorfeld energisch unterbindet oder aus einer bereits stattfindenden Diskussion eigenwillig aussteigt.

Dabei spielt meiner Meinung nach ein bestimmter Satz eine sehr große Rolle, der so oder so ähnlich jene Menschen vielleicht in deren Kindheit des Öfteren begleitet hatte und der daher im Unterbewusstsein jener festverankert zu sein scheint.

Sätze wie „Es wird nicht diskutiert!“, „Schluss mit der Diskussion!“ oder schlichtweg „Keine Diskussion!“ sind oftmals bekannte Befehle, die nicht selten dann vor allem von den Eltern eingebracht wurden, wenn diesen entweder vermutlich die Argumente fehlten oder sie einfach keine Lust hatten, einen bestimmten Sachverhalt näher zu erklären.

Dabei ist eine Diskussion, in der Sachverhalte besprochen und klargestellt werden können in den meisten Fällen sehr viel dienlicher für alle Beteiligten, als wenn das Ganze totgeschwiegen wird.

Und was in der Vergangenheit so festgesetzt wurde, wird in der Regel dann später auch so weitergetragen bzw. selbst praktiziert. Immer im Hinterkopf, dass Diskussionen schlecht sind, Streit nur Ärger bedeutet und die eigene Meinung gefälligst zu akzeptieren ist!

Was bedeutet Diskussion?

Wikipedia schreibt zum Begriff Diskussion folgendes:

„Eine Diskussion ist ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Diskutanten, in dem ein bestimmtes Thema untersucht (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche ist sie Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.“
(Zitat: de.wikipedia.org)

Auch hier möchte ich besonders wieder auf den fettgedruckten Teil hinweisen, den ebenfalls einige Menschen nicht oder nur falsch erkennen, wenn es darum geht, eine Diskussion zu führen.

Kritikfähigkeit und die Gefahr alles zu ruinieren

Wenn man Begriffe wie Diskussionen, Streit und die Meinungsfreiheit untersucht, dann kommt zwangsläufig auch immer die Kritikfähigkeit zur Sprache. Und diese bildet auch bei diesem Artikel die Brücke hin zum Internet-Business und beinhaltet meine persönliche Botschaft vor allem Neueinsteiger in diesem Bereich:

Die Meinung anderer Personen zu akzeptieren und auch anzunehmen, konstruktive Diskussionen über das eigene Business zu führen und somit kritikfähig zu sein, bedeutet noch lange nicht, immer alles auch tatsächlich umzusetzen, wie es die Kritiker, Diskutanten oder Meinungsgeber gerne hätten!

Und genau darin liegt eine extrem große Gefahr, der leider viel zu viele Neueisteiger erliegen: Kritik ist etwas ganz Wunderbares und Wichtiges, denn sie hilft, die eigenen Projekte zu verbessern, zu optimieren und auch zu erweitern.

Auch Meinungen sind extrem wichtig, vor allem dann, wenn diese in der Masse erhoben und eingebracht werden, um speziell für seine Zielgruppe jene Inhalte zu verbessern, die ausschließlich von dieser genutzt werden…

Wer jedoch den großen Fehler macht und immer sofort alles infrage stellt, was er tut und jede erbetene Änderung sofort umsetzt, aus purer Angst, bei Nichterfüllen als kritikunfähig da zustehen, der wird zwangsläufig (früher oder später) scheitern und nie voran kommen!

Denn es wird immer komplett unterschiedliche Meinungen geben und jeder wird seine (subjektive) Kritik äußern und Sie werden es niemals jedem recht machen können. Die Kunst der Kritikfähigkeit liegt nicht darin, immer auf alles zu reagieren und die Meinung bzw. Kritik zu teilen, sondern diese schlichtweg zu akzeptieren.

Erst wenn sich gleiche oder sehr ähnliche Kritik häuft und es die Meinung der überwiegenden Mehrheit der eigenen Zielgruppe ist, sollte sie auch umgesetzt werden, weil es letztlich dann auch Ihnen persönlich dient – alles andere ist reiner „Business-Selbstmord“!

Beispiel: Wenn Kritik vom Laien kommt – die größte Gefahr!

Die größte Gefahr für Sie und Ihr Business, ist Kritik von Laien, die oftmals zwar nur gut gemeint ist, deren überstürzte und nicht hinterfragte Umsetzung jedoch im schlimmsten Fall ihr komplettes Business ruinieren könnte.

Diese Problematik hatte ich bereits vor über einem Jahr hier im Blog dargestellt, im Bezug auf die Tatsache, warum die schönsten Websites im Internet meist kein Geld verdienen. Damals ging es darum, dass man als Internetmarketer nicht selten von (teilweise selbsternannten) Webdesignern zu hören bekommt, die Landingpage (!) sei nicht professionell genug, da zu schlicht und ohne Grafiken, Farben, Effekte etc. und daher könne man darüber sicher keine Kunden gewinnen…

Das ist aus Sicht des Internetmarketings mit dem Hintergrund, dass gerade jene Landingpages (!) aufgrund ihrer Schlichtheit die meisten Conversions erzielen, natürlich absoluter Blödsinn. Natürlich meinen es die meisten einfach nur gut mit dem Rat, doch die allermeisten Webdesigner – so hart es vielleicht klingen mag – haben einfach keine Ahnung von (Internet-) Marketing und sehen das Ganze immer nur aus der Designer-Sicht.

Würde ich persönlich auf solche Kritik reagieren und meine Landingpages plötzlich mit irgendwelchen Grafiken, tollen Blinkeffekten und sonstigen Spielereien bestücken, könnte ich davon ausgehen, dass meine Conversions sofort in den Keller gehen würden – und was hätte ich dann von dieser Kritik? Überhaupt nichts!

Nicht verrückt machen und testen, testen, testen…

Daher rate ich jedem, der wirklich nachhaltig erfolgreich sein will, Kritik und die Meinung der Zielgruppe anzunehmen und zu akzeptieren – aber nicht immer alles sofort auch über den Haufen zu werfen, nur weil mal einmal ein bestimmter Sachverhalt moniert wird, denn das kann tödlich sein für Ihren Erfolg – und letztlich zählt (fast) nur dieser!

Auch wenn Ihnen irgendwelche Neider versuchen weis zu machen, dass das, was Sie machen, falsch und schlecht ist, dann dürfen Sie sich davon nicht beirren lassen und dürfen Ihr Tun und Handeln nicht nach deren Ansichten ausrichten, denn im Endeffekt betreiben Sie (Internet-) Marketing für sich und Ihren Erfolg! Sie arbeiten für und mit Ihrer Zielgruppe – nicht, um den Neidern zu gefallen oder es diesen recht zu machen…

Wichtig ist, was Ihnen den Erfolg bringt und was Ihnen am meisten bringt und das finden Sie nur durch Umfragen direkt an Ihre Zielgruppe heraus, bei der Sie die Masse erreichen und nicht bloß einen und darüber hinaus verschiedene Splittests, die dann eine ganz deutliche Sprache sprechen!

Wenn ich meine Landingpages teste und das Ergebnis spricht im Beispiel eine deutliche Sprache, dass die schlichte Variante eine deutlich bessere Conversion aufweist, als die „wunderschöne“ Landingpage, dann ist das Fakt und durch noch so eindringliche Kritik einfach nicht wegzudiskutieren… 🙂

14 Gedanken zu „Schluss jetzt, es wird nicht diskutiert! Meinungsfreiheit, Streits und Diskussionen…“
  1. Ja immer wieder kann man feststellen das Hinweise als Kritik aufgefasst werden und man dann beschimpft wird.
    Und ja Webdesigner haben wirklich meist keine Ahnung von Marketing, leider

  2. Erinnert mich irgendwie an zwei Typen an der Ampel! Der eine sagt es ist Rot, der andere Sagt, nein das stimmt nicht, es ist Grün, und beide haben Recht. Der eine weiß nur nicht, dass der andere unter einer Rot Grün Schwäche leidet!

  3. Hallo Alexander,

    diese Streitigkeiten, Diskussionen erlebe ich in Facebook auch mal ab und zu. Diese sind ja auch erforderlich und bringen auch mal andere Sichtweisen hervor.Die, die in ihrer Meinung stark eingeritten sind, reagieren dann oft beleidigt und verabschieden sich aus der Gruppe.Anstatt hier einfach mal in einer stillen Stunde drüber nachzudenken, werden schnell unüberlegte Handlungen vollzogen.
    Diskussionen haben aber auch den Nachteil, dass man sich oft lange an einer Sache aufhält, weil beide nicht nachgeben möchten und auf keinen grünen Zweig kömmen. Hier ist es dann sinnvoll die alte Weißheit anzuwenden.
    „Du hast deine Meinung und ich meine“ – Ich habe fertig 😉
    Hier hilft dann nur noch, die eigenen Erfahrungen zu machen.

    Schöne Grüße
    Ralf

  4. Hey Leute, auch wenn viele Blogger immer für die Meinungungsfreiheit kämpfen… wenn mir ein Kommentar überhaupt nicht passt, zensiere ich auch. Das ist wie, wenn man eine eigene Party schmeißt, da möchte man auch nicht jeden Störenfried reinlassen 🙂 Ist ja schließlich die eigene Party. Konstruktive Kritik ist natürlich immer erlaubt aber es gibt auch viel unnötige Stimmungsmache, die man einfach unterbinden sollte.

    Stehe ich mit dieser Einstellung alleine da?

    1. Hallo Joschka!

      Stehe ich mit dieser Einstellung alleine da?

      NEIN! Zumindest bin ich persönlich da ganz bei dir. Das ist auch nicht das, was dieser Artikel ausdrücken soll. Hier geht es mehr darum, was innerhalb von Diskussionen usw. passiert. Wer unsachlich wird, beleidigend, die Unwahrheit verbreitet usw. der hat in einer Diskussion nichts verloren, da stimme ich dir absolut zu.

      Hier muss man meiner Meinung nach differenzieren: Es sollte nicht darum gehen, gegenteilige (sachliche!) Meinung zu zensieren, sondern unsachliche, diffamierende Aussagen usw.

      Generell stehe ich besonders bei dem Thema Bloggen der Zensur-Thematik wie folgt dazu:

      Jeder Blogger kann und darf für sich selbst entscheiden, welche Kommentare er zulässt und welche eben nicht. Denn es ist sein Blog und selbst wenn er diesen gewerblich nutzt, dann ist es ein sog. Privat-Unternehmen.

      Wo mir persönlich aber immer die Hutschnur reißt, ist die Tatsache, wenn eine Person angegangen wird und eine Stellungnahme dieser Person dann zensiert bzw. nicht zugelassen wird. Ich finde, das ist ein ganz anderes Kaliber!

      Ansonsten finde ich leben Diskussionen ja erst von gegenteiliger Meinung und wenn diese sachlich sind, dann sollten sie auch zugelassen werden. Aber nochmal: Ja, offensichtliche „Stinkstiefel“ gehören in keine ernsthafte Diskussion…

      PS: Das ist auch immer so lustig im Fall Google. Da liest man im Netz immer wieder von einigen Usern Google würde zensieren, wenn es Inhalte aus seinem Index wirft, die im nicht passen. Und was für ein Skandal das sei…

      Das ist überhaupt kein Skandal – sondern nur das gute Recht von Google, welches ein privates Unternehmen ist und daher selbst entscheiden kann und darf, was es in seinem Index haben will und was nicht!

      Auch wenn das einigen nicht gefällt, so ist Google zwar „mächtig“, aber immer noch ein privates Unternehmen, welches durch eine kostenlose (!) Dienstleistugn Dritten ermöglicht, ihre Website platzieren und gefunden werden zu lassen…

  5. Hallo Alexander,

    Kritik verursacht meistens den berühmten „Kloss im Hals“, auch
    bei mir. Damit umzugehen und etwas Positives auch aus dieser
    Situation zu machen erfordert einige Übung. Da befinde ich mich ehrlich gesagt noch in der Lernphase.

    Die Gefahr zu früh aufzugeben und alles und jeden Ratschlag eines „Fachmannes“ umzusetzen ist oft recht gross und manches mal allzu verlockend(Denn das sagt ja ein Fachmann!), wenn man sich nicht immer wieder auf seinen eigenen „roten Faden“ verlässt. Nicht alles, was gut fuer andere ist wird eben auch gut für mich sein.

    Viele Grüsse
    Jens-Uwe Naue

  6. Hallo Zusammen,
    hallo Alexander,

    das ist ein ganz heikles Thema, die Lösung aber ist recht einfach:

    Blog, Chat, eMail und Social Media haben eines gemeinsam, es fehlt die audio-visuelle Komponente. Man kann die Gestik und Mimik seines Gegenüber nicht erkennen.

    So ist es sogar mir passiert, dass mich ein Kunde beleidigt angegangen hat, weil ich ihm etwas Falsches geschrieben habe, wohlgemerkt ein Stammkunde, seit 1986. Ich konnte es bereinigen, habe aber sofort daraus gelernt.

    Schriftliche Kommunikation muss extrem höflich und freundlich gestaltet werden, sogar ein Spaß wird oft falsch aufgenommen, der „face to face“ überhaupt kein Problem darstellen würde.

    Außerdem gibt es regionale Unterschiede, wir in Bayern sind dafür bekannt, dass unsere Ausdrucksweise oft etwas „burschikos, rustikal“ ist. So hatte ich eine Einweisung bei einem Handwerks-Meister einem gestandenen Bayern. Nachdem ich ihm einige Tricks mit seiner Software gezeigt habe, sagte er: „Ja Du bist vielleicht a A….loch …“

    Hätte er mir das geschrieben, wäre meine Reaktion sicher komisch gewesen, aber persönlich, mit dem Ausdruck der Verwunderung und dem Strahlen eines Kindes, war es ein ganz hohes Kompliment! Unter Bayern halt … das muss man mentalitäts-mäßig natürlich auch verstehen.

    Herzlichst, der PMa

  7. Hallo Alexander, hallo Gemeinde,

    hier in deinem Blog Artikel gefaellt mir ganz besonders der Punkt mit und um die Meinungsfreiheit und das richtige umgehen mit der Kritik.

    Meiner Meinung nach, ist gerade die Kritik von meinen Blog Lesern das Wichtigste was ich bekomme!

    Es gibt doch wirklich nichts Besseres wie die Kritik von Kunden die mit meinen Produkten zufrieden sind aber denen etwas auf meiner Seite nicht wirklich gefaellt und Sie mir genau das mitteilen.

    Wenn ich nun die Meinung meines Lesers teile aber mich bisher nicht getraut habe gerade diesen Punkt abzuaendern… gibt die Kritik den ausschlaggebenden Punkt diesen Punkt zu aendern,

    Teile ich seine Meinung nicht, habe ich noch immer die Moeglichkeit meine Leser zu befragen wie sie diesen Kritikpunkt sehen und ob sie eine Aenderung befuerworten wuerden!

    Auf diese Art erfuelle ich die Anforderungen meiner Leser und werde deren Zustimmung ueber eventuelle Backlinks oder dementsprechende Kommentare erfahren und dadurch auch meinen Lohn fuer getane arbeit erhalten!

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    Gerade Kritik und Diskussionen ..

    sind nicht nur sehr wichtig fuer die Kommunikation zwischen mir und meinen Lesern, suie zeigen gerade neuen Besucher doch auch an das mein Blog aktiv ist und das man auch seine eigene Meinung vertreten kann ohne das einem „ueber den Mund“ gefahren wird.

    Dazu kommt dann noch das ich immer wieder feststellen muss, wenn ein guter Artikel auf meinem Blog erstellt und veroeffentlich wird und anschliessend eine Reihe von Kommentaren erfolgt kommt es meistens auch von einem sehr hohen Trafficschub durch die Suchmaschinen.

    Also auch aus der Sicht des Webmasters, eines SEO oder auch eines Kommentators, macht es Sinn sich auf eine Diskussion einzulassen.

    Fuer den Webmaster wegen den neuen Besuchern…
    Fuer den SEO wegen dem Trafficschub und dem besseren Ranking..
    Fuer den Kommentator, er wird garantiert ebenfalls einiges an Traffic bekommen durch seinen Bcklink

    Habe ich, wie bei mir ueblich, noch einen DoFollow-Backlink, wird dies auch noch bei den Suchmaschinen entsprechend gelistet 🙂

    Wenn ich nun diese Punkte zusammen sehe, muss ich doch ganz klar erkennen das eine Diskussion einfach nur nuetzlich sein kann 🙂 und freue mich immer wieder ueber eine rege Diskussion auf meinem Blog 🙂 auch wenn nicht unbedingt meine Meinung vertreten wird oder wenn es schon mal harsche Kritik gibt.

    Natuerlich sind auch bei mir Beleidigungen, Aufhetzen etc… verboten und wird neben Spam direkt geloescht, und das auch ohne Diskussion 🙂

    Bis dahin… Allen viel Erfolg und noch eine schoene Diskussion

    Gruss Guido

  8. Hallo Zusammen, Hallo Alexander,

    Danke für diese Ausführliche Erläuterung über das brisante Thema. Ich finde hald auch, dass es für manche Menschen sehr einfach ist, übers Internet über andere schlecht zu reden und zu streiten oder noch schlimmer…

    Mein Tipp dazu, lasst diese Menschen in deren Kummer! Wenn ihr mit solchen Menschen beginnt zu „diskutieren“ wird es immer in einem Streit enden.

    Vergesst diese Menschen einfach und gebt euch mit den Menschen ab, welche euch weiter bringen könnt. Schaut nach positiven Menschen um!

    Ich wünsche allen eine gesegnete Weihnachtszeit!

    Gruss
    Stefan

  9. Geht mir da wie Joschka. Ich zensiere. Immerhin ist das mein Blog und sozusagen mein Grundstück im Internet. Wenn ich jemanden zu mir nach Hause einlade und der mich die ganze Zeit nur kritisiert oder miese Stimmung verbreitet, was mache ich mit dem wohl?

    Alles Liebe,
    Nathanael

  10. @Stefan ; @Nathanael

    im Prinzip habt ihr ja beide Recht. Aber dann habe ich gerade im Internet Marketing genau das Phaenomen das ich immer wieder kritisiere und nur gute oder sogar beste Usermeinungen und kein Leser wird jemals kritisieren!

    Mal ehrlich, ist das denn Glaubwuerdig und wuerdet ihr dann etwas kaufen????

    Ist doch eher wie in einem Werbeprospekt, nur Vorteile und keine Nachteile oder so das eine eigene/andere Meinung einfach nicht beachtet wird!

    Das soll natuerlich nicht heissen, dass ich mich auf meiner Seite beleidigen lasse oder Leser die meine Kunden beleidigen!

    Wenn aber jemand meine Seite oder mein Produkt kritisiert lass ich diese Meinung erst einmal stehen und gebe darauf meine Meinung dazu oder aendere es um!

    Auf diese Art, bekomme ich entweder ein besseres Produkt oder aber ich schwaeche die Vorwuerfe ab und Leser die diesen Kommentarthread lesen werden ueberzeugt zum kaufen!

    In jedem Fall bin ich dann der Gewinner 🙂

    Guido

  11. Es kommt immer darauf an, wie man mit der Kritik umgeht. Man sollte sich nicht immer alles zu Herzen nehmen. Wenn es konstruktive Kritik ist, kann man eventuell daraus lernen. Aber man muss sich selbst treu bleiben. Ich bin zwar mit meinen Web-Projekten noch am Anfang, aber so viel weiß ich auch. Gut Ding will Weile haben….

  12. Ein wirklich super Artikel.

    Ich wollte dir schon immer schreiben, mach deine Beiträge nicht so lang. Ich lese die nicht mehr bis zum Ende obgleich ich deine Meinung sehr schätze!

    Jetzt meine Frage, wäre dies eine konstruktive Kritik oder Anmaßung oder gar Besserwisserei? Ich stelle einerseits immer wieder fest, dass in den Diskussionen die Rechthaber überwiegen und unendlich „Kontra“ geben, bis der andere Teilnehmer es einfach Leid ist, weiter gegenzuhalten. Da fällt mir dann erst recht ein Unterschied zwischen Google+ und Facebook auf. Es wird polemisiert ohne Ende. Ich weiß ja, Polemik heißt Meinungskampf aber manchmal wird die Polemik ohne Ende geführt.

    Ich nehme mich da selber nicht aus und gelegentlich frage ich mich selbstkritisch, ob ich zum Erbsenzähler mutiert bin. Da rege ich mich auf weil viele immer noch nicht kapiert haben, dass Amerika nicht alleine die USA ist, oder da geben sich Internetmarketer als Unternehmensberater aus und haben nicht kapiert, dass eine Gesellschaft nicht eine Firma ist.

    So haben Diskussionen immer zwei Seiten und ich setze eigentlich voraus, dass mein Gegenüber MEINe MEINung respektiert. Denn Meinung kommt von mein und nicht von dein – sie würde sonst Deinung heißen :))

    In diesem Sinne, ein diskussionsreiches Wochenende
    Heinrich Schreiber

    1. Hallo Heinrich Schreiber!

      Ich wollte dir schon immer schreiben, mach deine Beiträge nicht so lang

      Angesichts dessen frage ich mich nun aber, wieso du deine Meinung darüber dann nicht an passender Stelle abgegeben hattest, als ich nämlich genau diesen Punkt unter meinen Lesern vor einiger Zeit aufgegriffen hatte!?

      http://www.geldverdienen-internetmarketing.de/2011/10/12/was-denken-sie-ueber-die-laenge-meiner-artikel

      Auch das Ergebnis war letztlich fast eindeutig – und Serien baue ich ja hier und da schon ein, aber generell scheint die Länge bei der Mehrheit kein Problem zu sein, aber hier meine Stellungnahme:

      http://www.geldverdienen-internetmarketing.de/2011/11/01/auswertung-der-mini-umfrage-zur-laenge-meiner-artikel-hier-im-blog-und-mein-persoenliches-fazit

      Was den Rest betrifft, so bin zumindest ich ja exakt deiner Meinung und genau das schreibe ich ja im Artikel: Gegenteilige Meinung ist zu akzeptieren, sie muss aber nicht in jedem Fall so umgesetzt werden und erst recht muss sie nicht übernommen werden. 🙂

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