Kürzlich kam ein Leser auf mich zu, der einige Tipps haben wollte und mich darum bat, dass ich mir mal seinen Blog ansehen sollte.

Manche Kommentare sollten Sie als Blogger lieber genauer unter die Lupe nehmen!
Foto: © Thorben Wengert / pixelio.de

Mein erster Eindruck war durchweg positiv, der Blog war zwar noch ganz frisch – einige Wochen alt – doch er war für dieses Alter schon recht reichlich gefüllt mit guten Artikeln.

Es gab also vom Prinzip her nichts zu beanstanden. Natürlich gab es das ein oder andere zu verbessern, doch eher Kleinigkeiten, die auch schnell angepasst und verändert sind.

Doch was mir dann bei näherer Betrachtung sofort auffiel war, dass es für das doch noch sehr junge Alter des Blogs schon viele Kommentare zu geben schien. Das war Anlass genug für mich, mir das Ganze doch noch näher anzusehen.

Natürlich – viele werden es bereits ahnen – waren das fast durchweg Spam-Kommentare. Und ich meine hiermit keinesfalls die üblichen automatisiert hinterlassenen Spam-Kommentare von sog. Bots & Co, nein, es waren die Sorte von Spam-Kommentare, die manuell verfasst und geschickt formuliert sind und auf die leider besonders Anfänger im Blogging sehr leicht und schnell hereinfallen.

Was sind das für Kommentare, was steckt dahinter? Und vor allem: Wie kann man sich dagegen schützen? Denn auch Anti-Spam-Plugins scheinen dagegen meist machtlos zu sein!

Jeder, der zumindest ein wenig intensiver bloggt, weiß, dass es gerade am Anfang nichts Schöneres gibt, als wenn die Leser die eigenen Beiträge kommentieren. Kommentare – möglichst viele davon – sind für jeden Blogger praktisch so etwas wie eine Bestätigung, dass das, was man schreibt, auch gelesen wird.

Natürlich kommt es immer auf den jeweiligen Artikel an, denn nicht jeder Artikel animiert jeden dazu, zu kommentieren. Auch kommentiert längst nicht jeder Leser auch aktiv mit, wenn er einen Artikel liest und viele Kommentare müssen auch noch lange nicht auf die Beliebtheit an sich schließen lassen, aber es ist eben ein Richtwert dafür.

Aber ich möchte an dieser Stelle nicht abschweifen und setze mit dem eigentlichen Thema fort: Es gibt also für einen Anfänger, der damit beginnt, zu bloggen, nichts Schöneres, als dass die eigenen Beiträge kommentiert werden. Aufgrund dieser “Entdeckung” bei meinem Leser stellte ich dann weitere Untersuchungen dazu an und fand – erschreckenderweise – haufenweise ähnliche Probleme im Netz, hauptsächlich bei Blogs, die erst ganz frisch waren.

Die Spam-Kommentare, die ich meine, sind nicht etwa die fast schon normalen Ellen langen Romane fremdsprachiger Websites mit gefühlt 40 Links, sondern es sind meist manuell hinterlegte und dennoch gezielt zum Spammen gedachte Kommentare.

Ok., wenn diese Kommentare manuell hinterlegt sind, also nicht von einem sog. Bot stammen, woher will man dann mit Sicherheit sagen, dass es sich dabei um reine Spam-Kommentare handelt?

Diese Frage hatte ich mir zu Beginn auch gestellt, doch dann stellte ich schon fast offensichtliche Gemeinsamkeiten fest, die Anfänger meist einfach nicht sehen, weil auch die Erfahrung damit fehlt.

Ahnungslose Anfänger fallen drauf rein

Ein User entschließt sich dazu, einen eigenen Blog zu betreiben. Er hat schon viele Ideen, die er sofort niederschreibt und so kann er schon zu Beginn auf recht viele interessante Artikel zurückgreifen und weiß natürlich auch, dass er gerade am Anfang wohl eher für sich selbst schreiben wird – aber das ist ja ganz normal.

Ein Blog muss wachsen, reifen und die potentiellen Leser langsam überzeugen, damit diese bestenfalls zu Stammlesern werden. Der Blog steht also, die ersten Artikel sind raus, also abwarten und Tee trinken.

Plötzlich: Was ist das? Ein Kommentar! Wow, denkt sich der Blogger! Der Blog erst wenige Wochen alt, 3-4 Artikel, der erste Kommentar. Was hier geschah, ist dem Neueinsteiger meist einfach nicht klar, denn damit hatte er sich bis jetzt nicht auseinandergesetzt.

Da ist doch tatsächlich jemand, der seinen Artikel gut findet und das auch via Kommentar kundtut. Das freut den Blogger aber so richtig. Er gibt den Kommentar also frei und hofft auf weitere… Die kommen auch, aber meist alle nach demselben Muster:

“Wow, das ist ja mal ein guter Artikel! Muss man sich mal näher mit beschäftigen…”

“Interessanter Artikel. Ich finde den Blog prinzipiell leicht verständlich, muss man mal näher drüber nachdenken…”

Wenn Sie diese oder so ähnliche Kommentare, die oft bzgl. des Inhalts des entsprechenden Artikels überhaupt nichts zu tun haben, schon einmal oder mehrfach bei sich gelesen hatten, dann wissen Sie sicher, was ich meine.

Das Problem bei der Sache ist einfach, dass diese Kommentare immer und immer wieder im absolut identischen Wortlaut und von den gleichen Personen “überall” hinterlassen werden. Wer dahinter steckt, das könnte ich Ihnen sagen, aber ich nenne hier weder Namen noch “Organisationen”, aber ich bin mir sicher, dass Viele jetzt genau wissen, wen oder was ich damit meine!? 😉

Einige Blogger antworten sogar noch drauf

Was ich weiter beobachten konnte, war noch bedenklicher. Denn offensichtlich gibt es sogar Blogger, die diese Kommentare nicht nur unwissentlich und vor lauter stolz freischalten, sondern, die auf diese Kommentare auch noch antworten und sich für die netten Worte bedanken.

Bitte nicht falsch verstehen! Ich schreibe das nicht, weil ich mich über Blogger und Anfänger lustig machen möchte! Keinesfalls, im Gegenteil: Ich finde das seitens der Spammer eine Frechheit, denn hier wird die Ahnungslosigkeit, die anfängliche Freude über die ersten Kommentare und die natürlich fehlende Erfahrung dieser Blogger ausgenutzt!

Vor allem neigen neue Blogger am Anfang oft dazu, gerade auf Spam-Fragen – wie ich sie nennen möchte – zu antworten. Denn man will ja gerne mit seinen Lesern kommunizieren und wenn diese Fragen haben, dann möchte man sie auch beantworten, aber auch hier gibt es die Spam-Falle dieser Kommentar-Spammer.

Man erhält dann zum Beispiel Kommentare wie:

“Toller Artikel, aber wo ist der Facebook-Like-Button?”

Erst einmal nicht schlimm und auch kein Problem. Aber wenn eben genau dieser Button am dicksten von allen und womöglich noch mehrfach über und unter dem jeweiligen Artikel prangt, dann sollte man zumindest 2 mal hinschauen, ob diese Frage ernst gemeint war. Denn in der Regel ist das auch eine sehr beliebte Masche bei Spammern.

Denn das sind Kommentare, die einfach jedes Mal per Copy & Paste eingefügt werden und zuhauf in jedem x-beliebigen Blog hinterlassen werden und einfach keinen wirklichen Bezug zum Artikel haben. Unerfahrene Blogger erkennen das aber leider scheinbar meist nicht und genau hier sehen die Spammer ihre Chance. Es geht dabei einfach nur darum, Backlinks zu sammeln, in der Hoffnung, bei Google im Ranking zu klettern, was aber angesichts der Praktiken wohl kaum gelingen wird.

Was kann ich als Anfänger dagegen tun?

Zunächst einmal empfehle ich jedem, beim Blogstart einen Anti-Spam-Plugin für WordPress zu installieren. Solche halten eigentlich den allermeisten Spam – zumindest den automatisierten – fern bzw. filtern diesen. Es gibt in diesem Bereich sehr viele Plugins, die diese Aufgabe übernehmen, aber ich persönlich nutze sehr zufriedenstellend Akismet – aber es gibt auch andere Plugins.

Das schützt aber nur sehr bedingt vor jenen Spam-Kommentaren, um die es hier geht, nämlich um Kommentare, die oft manuell per Hand hinterlegt werden, aber trotzdem zum Spammen dienen, wie oben beschrieben.

Dagegen hilft leider nur Erfahrung, etwas Einschätzungsvermögen (was aber mit wachsender Erfahrung kommt) und schlicht und einfach 2 mal nachschauen, bevor man den entsprechenden Kommentar freigibt.

Zusammenfassung und allgemeine Tipps

Abschließend kann ich den Einsteigern ins Bloggen an dieser Stelle nur noch einige allgemeine Tipps dazu auf den Weg geben:

  • Schauen Sie sich einen Kommentar lieber 2 mal an, bevor Sie ihn freischalten
  • Besteht ein Kommentar nur aus einem oder zwei Sätzen, die vorformuliert und kopiert klingen, betrachten Sie diesen Kommentar kritischer – Wer hat ihn gepostet etc.?
  • Die beiden oben genannten Formulierungen könnten ein Hinweis auf Kommentar-Spam sein, Formulierungen, die immer wieder auftauchen
  • Wenn ein Kommentar Ihnen generell komisch vorkommt, weil er so überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun hat, dann sollten Sie ebenfalls 2 mal hinschauen
  • Antworten Sie auf solche Kommentare nicht auch noch, das wirkt auch auf Sie und Ihren Blog für andere Leser unprofessionell
  • Bei aller Freude über Kommentare am Anfang des Bloggens: Lieber Sie haben (noch) keine Kommentare auf Ihrem Blog, als lauter offensichtliche Spam-Kommentare

Welche Erfahrungen haben Sie mit Kommentar-Spam gemacht? Wie filtern Sie solchen manuellen Spam und konnten Sie beim Bloggen selbst noch andere wiederkehrende Formulierungen ausmachen? Ihre Meinung dazu interessiert mich brennend! 😉

25 Gedanken zu „Vorsicht Kommentar-Spam! Warum vor allem Anfänger Opfer werden und wie Sie sich schützen!“
  1. Hallo Alexander,

    damit hast Du absolut Recht, den SPAM ist zweifelsohgne die Online-Plage Nr. 1 geworden und weder in Blogs noch auf Facebook ist man derzeit noch davor gefeit. Persönlich habe ich auch nur gute Erfahrungen mit Akismet gemacht, der zu meiner Überraschung wirklich bis auf 2 oder 3 Mal sämtliche Spam erkannt und gefiltert hat.

    Ganz gleich wie der Text verfasst wird, die enthaltenen Links oder die Homepage des Spammers weisen ja in der Regel bereits ausreichend auf Spam hin, da diese wie so oft Wörter wie Roulette, Casino, Versicherung, Forex und was weiß ich noch enthalten.

    Aber sicher ist ganz klar: besser 2 Mal hinsehen und den Link zur fremden Homepage prüfen, bevor man den Kommentar zulässt oder gar noch darauf antwortet.

    In diesem Sinne, viele Grüße

    Amadeus

    PS: Hoffentlich wird mein Kommentar nicht gefiltert 😉

    1. Hallo Amadeus!

      Nein, es wurde nicht gefiltert, wie du sehen kannst. Ich glaube es geht beim Spam auch nicht nur ausschließlich um Links oder bestimmte Begriffe, denn die müssen ja nicht böse sein. Ein “böses” Wort in deiner Aufzählung habe ich aber doch rausgenommen, ich hoffe, du verzeihst es mir!? 😉

  2. Hallo Alexander,

    wirklich guter Beitrag. Ich hatte das Thema auf meinen Bloggs auch schon bekommen – und sicher auch schon einige davon freigeschaltet oder gar kommentiert 🙂

    Da mir der in jüngster Vergangenheit das aber auch vermehrt aufgefallen ist, bin ich da etwas grober – und lösche notfalls einfach mal einen Kommentar raus.

    Gruß
    Siegmar

    1. Hallo Siegmar!

      Freut mich, mal wieder von dir zu hören/lesen. Ja, ich hatte mit mir gerungen, bevor ich den Beitrag veröffentlicht hatte, ob ich einen gewissen “Profi-Spammer” – einen selbst bezeichneten “Geschäftsmann” hier namentlich erwähnen sollte, aber ich ließ es dann doch, um meiner Linie treu zu bleiben, hier niemanden anzuprangern. Aber wer sich in der Materie etwas auskennt und wer selbst bloggt, der wird sicher wissen, wen ich meine! 😉

  3. Hallo Alexander,

    Danke für Deinen Artikel. Ich kenne die Problematik auch, habe vor allem Spammer aus Amerika, die mir tolle Spam-Kommentare schicken.

    Ich nutze auch das Akismet Plugin und ich gebe sämtliche Kommentare erst nach meiner Genehmigung frei. Dauert dann vielleicht einen Moment länger, aber es ist bereinigt.

    Gruss
    Daniel

  4. Hallo Alexander

    Ich finde deinen Kommentar super.
    Selber hatte ich noch keine Spammer Kommentare.
    Ich bin vor kurzem auch erst angefangen mit meinem Blog.
    Aber dieses wußte ich auch nicht.Zum glück habe ich erst nur ein paar Kommentare, die ich aber auch selber freischalten mußte.
    Ich freue mich schon auf deine nächsten Kommentare.
    Vielleicht kannst du mir ja ein paar Tips geben.

    1. Hallo Sven!

      Natürlich kann ich dir gerne Tipps geben, aber schreib mich dazu bitte lieber direkt an, das lässt sich individuell immer besser klären. Allgemeine Sachen, kann man sicher hier sehr gut klären, dann haben alle etwas davon, aber individuelle Sachen bitte persönlich! 😉

  5. Wieso kommmt mir das so bekannt vor? Eine Menge Blog Kommentare erkennt man erst auf den zweiten Blick als Spam. Ich verwende auch Akismet auf meinen Blogs aber gegen manche Kommentare ist auch dieses Tool machtlos.

  6. Hallo Alexander,

    ein super Artikel. Kommentare gebe ich zwar erst nach Genehigung frei, aber auf den Spam “Wo ist der Facebook Like Button” bin ich auch reingefallen. Da werde ich mal den Kommentar löschen.

    Das Askimet Plugin war war bei mir schon vorinstalliert. Bei der Unmenge an Plugins bin ich vorsichtig mit der Installation neuer Plugins. Da ist es gut die Erfahrung älterer Blogger zu nutzen. Vielen Dank für die Info.

    Weiterhin viel Erfolg wünscht
    Holger

  7. Man kann automatisch sicherstellen, dass Kommentar-Spammer zumindest keinen echten Backlink bekommen, sondern das, was diese eher verdient haben: „Einen NoFollow-Link“. Auch wenn dann nach der manuellen Prüfung einige Spam-Kommentare durchsickern, profitieren die Spammer nicht. Ich lasse auf meinem Blog alle Kommentare, die unter 100 Zeichen Text enthalten, automatisch mit einem NoFollow-Link ausstatten. Also ich fühle mich seit dem sicherer… 🙂

    1. Hallo Vitali!

      Ja, das ist ja hier auch so. Generell ist mein Blog “do-follow”, weil ich finde, wer einen sinnvollen Kommentar hinterlässt, der hat das einfach verdient. Kann sowieso nicht verstehen, wenn manche Blogger damit geizen – haben doch keinen Nachteil von, im Gegenteil!

      Aber Spam-Kommentare sehen eben auch oft nicht schön aus und passen meist nicht zum Thema eines Artikels und dann bringt auch das “no-follow” nichts. Aber prinzipiell hast du natürlich Recht, denn die Spammer spammen ja gerade wegen eines Backlinks. 😉

  8. Hallo Alexander,

    ich werde erst einen Blog erstellen und bin sehr dankbar für diesen Hinweis.
    Im übrigen lese ich seit einiger Zeit Deine Artikel sehr aufmerksam und habe schon viel gelernt. Deswegen ganz herzlichen
    Dank für alle diese Informationen.

    Besten Gruß
    Hannelore

  9. Der (WordPress-Plug-In-) Entwickler und Blogger Sergej Müller hat vor einiger Zeit auch schon ein Anti-Spam-Plug-In herausgebracht, ebenfalls kostenlos. Sergej hatte u.a. mit seinem kostenpflichtigen Plug-In “wpSEO” für Furore gesorgt, welches ich persönlich wirklich sehr gut finde und auch selbst nutze.

    Aber mit seinem neuen Anti-Spam-Bee habe ich noch keine Erfahrungen gemacht – kann da jemand mehr berichten, der es bereits selbst nutzt?

  10. Oh ja davon habe ich in letzter Zeit auch reichlich und zwar mehr als mir lieb ist. Ich leite diese sehr gerne dann an meinen Papierkorb weiter. Dieser freut sich immer wieder gerne etwas zum Futtern zu bekommen, sonst müsste der ja leider Gottes verhungern, da ich unhold diesen selbst ja nie was zum Futtern gebe! Gut das es Spammer gibt 😉

  11. Ich nutze seit dem ersten Tag meiner Blogs die WP-Erweiterung „Anti-Spam-Bee“ und verzichte ganz auf Akismet. Alleine heute hat dieses Plugin fast 100 Spamkommentare aufgefangen und diese daran gehindert meine Zeit zu stehlen. Man kann sich die Anzahl der abgeblockten Spamkommentare direkt auf dem Dashboard anzeigen lassen. Außerdem, was ziemlich sinnvoll ist, kann man vertrauenswürdige Kommentatoren von der Spamprüfung ausschließen.

  12. Guter Artikel über eine Spamseuche für gerade frische Blogs! Ich hatte in meinem Blog gleich am Anfang ähnliche Probleme. Mit AntiSpamBee aber kein Problem. Ich setze es auf allen meinen Blogs ein und es filtert auch solche Spam Kommentare zuverlässig heraus. Kann ich nur weiter empfehlen!

  13. Dein Bericht und Deine Erklärungen sind nicht schlecht und ich kann mir schon gut vorstellen worauf man zu achten hat. Doch zu schwer darf man es den Besuchern auch nicht machen, denn sonst passiert rein garnichts. Ich merke das nämlich bei mir, denn mein Programm ist kein reines Blog Script, sondern eher ein Portal Script und dort hat man vergessen ein Feld für die Webseite einzubauen. Man kann natürlich einen Link direkt in den Text eingeben und dieser ist auch Dofollow, doch diese Mühe macht sich niemand … noch nicht einmal irgendwelche Spammer.

  14. Ich bin auch noch nicht so lange in der Blogosphäre und kann sagen, dass ich trotzdem die meisten Spam Kommentare erkenne. Es gibt aber auch solche Kommentare, die man als Grenzfall bezeichnen kann, Beispiel: habe einen Artikel über Facebook geschrieben, dann kam ein Kommentar “der Like-Button würde sich gut machen auf der Seite, oder habe ich ihn übersehen? Der Button war damals noch nicht integriert und ich habe mir die Mühe gemacht auf den Kommentar zu antworten und ihn eben auch freigeschaltet, du würdest ihn wohl gleich als Spam wegschmeissen (Akismet hat ihn schon aussortiert) aber er passt trotzdem zum Artikel deshalb habe ich ihn freigeschaltet. Die Frage ist nur, ob man solche Kommentare auch noch löschen soll/kann/darf wenn er schon freigeschaltet wurde? Gerade für Einsteiger ist es wirklich nicht immer einfach die Spreu vom Weizen zu trennnen und du sagst es ja auch, man freut sich natürlich über die lange ersehnten ersten Kommentare, ich schreibe nun mal für meine Leser und nicht in erster Linie für mein Ego, da ist es oft schon frustrierend das kein (oder fast) Echo kommt, kennst du sicher auch..

    1. Hallo Roger!

      Naja, ich finde nicht, dass der berühmte Facebook-Like-Button-Kommentar ein Grenzfall ist. Lustigerweise war gerade wieder einer im Akismet-Ordner und wenn du damals zufällig noch keinen drauf hattest, dann mag es ja sein, dass es da zufällig auch passte.

      Aber wenn 100 solcher Kommentare im Spam sind und du darüber hinaus schon längst diesen Button drauf hast, dann ist es lächerlich. Man muss sich ja nur mal die URLs anschauen, die da mit gepostet werden und dann weiß man eigentlich auch schon Bescheid.

  15. Die zuvor genannten Beispiele sind nicht per Hand geschrieben. Die werden mit Software wie Scrapebox automatisch gespammt.
    Leider ist Akismet in Deutschland Datenschutzrechlich bedenklich. Wobei ich besonders dreist jene Spammer finde, die mehrfach für solche Blogs spammen, auf denen immer nur ein Eintrag zu finden ist. Und das sind welche aus Deutschland, möglicherweise mit SEO-Intention.
    Außer Abmahnung und Unterlassungsklage konnte ich bisher noch keine durchschlagende Gegenmaßnahme finden. Von Seiten der Behörden ist da jedenfalls nichts zu erwarten. Die reagieren nur auf Spammails. Kommentarspam scheint da noch nicht einmal angelangt zu sein.

  16. Hallo Alexander…

    Danke für Deinen Artikel und die Tipps.

    Da ich ein sehr sensibles Thema blogge, lese ich mir die Kommentare ganz intensiv durch, bevor ich sie frei gebe. Daher habe ich einige Kommentare gelöscht, obwohl ich im nach hinein zweifelte, ob es richtig war, sie zu löschen. Mir fehlt halt noch die Erfahrung.
    Ich habe einfach auf mein Bauchgefühl gehört und danach entschieden.

    Die Kommentare, bei denen ich unsicher war, besprach ich mit lieben Menschen, die mich bei meinem Blog unterstützen. Darunter befindet sich auch ein erfahrener Blogger. Das erleichtert mir die Entscheidung, einen Kommentar frei zu lassen oder zu löschen.

    Hätte nie gedacht, dass manche Spammer so einfallsreich sind.

    Viele liebe Grüße schickt Dir
    die Annette

    1. Hallo Annette!

      Ja, es ist wirklich gerade für “frische” Blogger manchmal ziemlich schwierig hier zu unterscheiden, was tatsächlich Spam ist und was nicht, denn in der Tat gibt es heutzutage Spam-Kommentare, die erkennt man erst auf den dritten oder vierten Blick als solche. Manchmal denke ich sogar “Mensch, der Spam-Kommentar ist aber verdammt gut verschleiert…” – und auch ich muss heute noch bei manchen Kommentaren zweimal schauen.

      Aber ich kann dich auch beruhigen: Ich lese manchmal auf Blogs von Leuten, die schon länger bloggen und finde selbst dort noch Kommentare, wo ich mir denke, was hast du denn hier freigegeben. Besonders krass ist es dann, wenn der Blogger darauf auch noch antwortet. Da erkennt man dann, wie schwierig es manchmal wirklich ist. 😀

  17. Hallo Herr Boos,
    ich finde diesen Artikel über Spam sehr bemerkenswert. Sie geben hier wichtige Informationen insbesondere für Anfänger weiter. Ich werde nun dreimal überlegen ob ich einen Kommentar freischalte. Wenn man gerade erst mit einem Blog angefangen hat, sind Fehler manchmal unverzeihlich, da es interessierte Leser abschrecken kann. Und diese möchte man ja zu Hauf erobern, smile. Aber dies ist ein langer Weg und da ist es wichtig das man auf Leute wie sie trifft, die wertvolle Tipps und Informationen für andere geben können.
    Viele liebe Grüße
    Ralph

  18. Guten Tag Herr Boos,
    Ihr wertvoller Artikel über Spam-Kommentare spricht mir aus der Seele. Auch bei mir kommen immerwieder diese Kommentare vor und dank Akismet und Prüfung der Kommentare bin ich wie Sie richtig schreben vor diesen Kommentaren geschützt.
    Der Artikel und die vielen Kommentare zeigen aber wie wichtig das Thema ist und deshalb viele Dank für Ihren Mut über dieses Thema zu berichten.
    Grundsätzlich ist jedem Blogger, zu mindest dem Anfänger, zu raten Kommentare nur nach Prüfung frei zu geben.
    Ihnen sonnige Grüße aus Calau und dem Spreewald
    Ihr
    Jörg Rothhardt

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