Anpreisungen wie „Nur noch heute“, „Auf x Stück begrenzt“ oder „Jetzt zum günstigen Einführungspreis“ gehören im Bereich der Werbung schon zum Alltäglichen. Was uns die TV-Werbung schon seit Jahrzehnten vormacht, ist mittlerweile auch im Internet-Marketing Gang und Gäbe.

Mit dem immer schneller wachsenden Markt der digitalen Infoprodukte gewinnen auch Begriffe wie die künstliche Verknappung oder auch künstliche Limitierung immer mehr Einzug in den Internet-Bereich.

Was jedoch schon immer sehr beliebt war, sind Einführungspreise, spezielle Rabatte bzgl. diverser Aktionen und Events oder auch Abverkäufe vor Preiserhöhungen sowie kostenlose Bonus-Zugaben und sogar (künstlich herbeigeführte) Server-Crashs!

Künstliche Verknappung, Einführungspreis & Server-Crash – Cleveres Marketing oder Augenwischerei? (3)
Foto: © Barbara Eckholdt / pixelio.de

Bei den Konsumenten hingegen macht sich, wie es scheint, immer mehr Missgunst gegenüber solchen Marketing-Aktionen breit. Teilweise verständlich, zum Teil aber auch vollkommen unberechtigt. Grund dafür sind meist nicht einmal die Methoden selbst, sondern die Tatsache, dass viele dieser Marketing-Tricks einfach missbraucht werden.

In diesem Teil der Reihe der verkaufsfördernden Maßnahmen im Internet-Business, komme ich zu den grenzwertigen Maßnahmen zur Steigerung der Verkaufszahlen. Diese Methoden scheinen durchaus bei einigen Marketern sehr beliebt zu ein, doch wenn man ehrlich ist, mit seriösem Internetmarketing eigentlich absolut nicht zu vereinbaren.

Und trotzdem gibt es Marketer, die sich selbst als seriös bezeichnen, solche Methoden aber sehr gerne und zu genüge immer wieder anwenden. Ich möchte in diesem Artikel-Teil auf diese Methoden eingehen, sie erläutern und dabei kritisch analysieren, ob diese Methoden nicht sogar im rechtlichen Sinne grenzwertig sind.

Während Teil 1 und Teil 2 der Reihe auf Verknappungen, Preisgestaltungen sowie der Steigerung des Mehrwerts eines Produkts eingingen, soll sich dieser Artikel nun mit Maßnahmen beschäftigen, die schon fast in die Richtung gehen, den potentiellen Kunden zu veralbern und oft sogar durch gezielte Lüge hinters Licht zu führen.

Teil 3: Grenzwertige und unseriöse Maßnahmen

Server-Crashs und Systemausfälle

Sicher haben auch Sie schon einmal, besonders nach einer größeren Aktion oder Kampagne, eine Mail bekommen mit dem oder einem ähnlichen Inhalt, wie dem folgenden:

„Die Nachfrage nach unserem tollen Produkt in den letzten Tagen war extrem hoch, sodass unser Server den Geist aufgab und wir einen Systemausfall hatten. Deshalb haben Sie heute noch einmal die allerletzte Chance, unser Produkt zu erwerben…“

Aha… Der Zuspruch war also tatsächlich so groß, dass der Server streikte oder das Bestellsystem aussetzte? Mal ehrlich, in der Regel ist das doch absoluter Schmarrn, denn gerade einige Internetmarketer der Geld verdienen Branche brüsten sich damit, wie groß ihr Leserstamm ist und wie viele Kunde sie immer haben.

Wenn dem so ist und wenn es wirklich so wäre, dass so einfach ein Server ausfällt, sollte man sich dann nicht spätestens nach der ersten Aktion darum kümmern, dass ein solches Problem beim nächsten Mal nicht wieder entsteht?

Denn genau hier ist das Problem: Dass wirklich aus irgendwelchen Gründen mal etwas schief gehen kann und plötzlich während einer Kampagne, Aktion oder eines Launches ein Server streiken kann, die Website nicht erreichbar sein kann usw., das mag ja sein und das kann immer mal vorkommen.

Aber das geschieht doch in aller Regel nicht wirklich wegen eines größeren Ansturms an Bestellungen, was sollen denn dann die großen Versandhäuser wie Amazon & Co machen, wenn dem so wäre? Besseres Hosting? Aha, aber die jeweiligen Anbieter, die solche Methoden nutzen, verdienen doch so gut und sollte man dann nicht etwas mehr Geld davon in ein anständiges Hosting investieren?

Nochmal: Natürlich kann so etwas mal vorkommen (aus anderen logischeren Gründen) und deshalb ist es für die Glaubwürdigkeit – wobei wir wieder beim Hauptthema dieser Problematiken sind – so enorm wichtig, dass das auch eine einmalige Sache bleibt.

Denn komischerweise ist es doch so: Der Anbieter macht eine Werbekampagne und limitiert zeitlich und/oder mengenmäßig (in diesem Fall vor allem zeitlich), wie ich bereits im 1. Teil dieser kleinen Mini-Serie beschrieben hatte. Er macht deutlich, dass das umworbene Produkt wirklich „nur noch heute“ zu bestellen sei. Wie wir aus den ersten beiden Teilen wissen bzw. einsehen sollten ist, dass das völlig legitim ist und oft auch Sinn macht.

Aber jetzt kommt das Verwerfliche: Der „Tag x“ ist gekommen und eigentlich dürfte das entsprechende Produkt, wie angekündigt, nicht mehr erhältlich sein. Jetzt gibt es ja das berühmte Szenario, dass es einfach online gelassen wird, also nicht beendet wird, doch hier setzen die jeweiligen Anbieter dem Ganzen noch einen drauf:

Sie geben es zu, dass es sich bei Ihrer Ankündigung eher um einen sog. Marketing-Gag handelte, aber natürlich wird das friedvoller umschrieben. Jetzt kommt eben der gute alte Serverausfall (s.o.) zum Tragen. Es heißt also, weil ja gestern die Systeme zusammenbrachen und daher keiner bestellen konnte, gibt es das Produkt jetzt erneut für kurze Zeit…

Möglich ist hier jetzt sogar noch ein Kreislauf, der scheinbar nie endet, denn was passiert nach diesem erneuten Ultimatum?… 😉

Und immer wieder kommen wir beim hierbei entscheidenden Punkt der Glaubwürdigkeit an. Spätestens nach dieser Aktion wird doch kein vernünftiger Mensch diesen Anbieter bei einer folgenden Kampagne mehr ernst nehmen, oder doch? Sicher wird es einige Menschen geben, die sich davon auch beim nächsten Mal wieder beeinflussen lassen, aber die scheint es immer zu geben.

Wenn dieser Anbieter in diesem Beispiel ehrlich geblieben wäre und wie angekündigt beim ersten Mal bereits das Angebot eingestellt hätte, dann wüsste jeder Interessent auch in Zukunft woran er ist. Der Anbieter handelt so glaubwürdig und ehrlich und kann sicher auch in Zukunft mit zufriedenen Kunden rechnen, die sich nicht veralbert fühlen.

Oje, so viele User waren im Urlaub…

Weil man seine Interessenten und Kunden ja i.d.R. nicht alle persönlich kennt und somit auch niemals vorhersagen kann, was diese vor haben oder planen, ist praktisch unmöglich, bei einer Kampagne oder Aktion, zum Beispiel via Email-Marketing, seine Interessenten immer alle zu erreichen.

Und weil das so ist, kommt es natürlich immer mal vor, dass einige User während einer Aktion tatsächlich im Urlaub sind, über Feiertage oder das Wochenende verreist sind oder aus diversen anderen Gründen wirklich nicht dazu gekommen sind zu bestellen, weil sie schlicht und einfach ihre Emails nicht gelesen hatten.

Deshalb kann es in der Tat vorkommen (das weiß ich aus eigener Erfahrung), dass nach Ende dieser Kampagne User, die wirklich interessiert sind oder gewesen wären, auf einen zukommen und gerne das jeweilige Produkt noch erwerben würden oder die gebotene Aktion noch nutzen möchten.

Ich persönlich halte es so, dass ich bei solchen Anfragen nach einer Aktion abwäge und dann entsprechend entweder eine Ausnahme mache oder aber auch sage, dass Schluss ist – auch das ist individuell gesehen wichtig, für die Glaubwürdigkeit. Andererseits kann man hier aber zeigen, dass man auch gerne in wirklichen Ausnahmesituationen ein Auge zudrücken kann.

Hier ist es einfach eine Frage, wie glaubwürdig auch die Situation des Interessenten rüberkommt und vor allem denke ich, dass es auch eine Frage des Zeitpunktes ist. Kommt zum Beispiel jemand 1 Woche nach einer Aktion auf den Anbieter zu mit der Bitte, das Produkt noch erwerben zu können, weil er seine Mails nicht abrufen konnte, dann ist das sicher auch nicht mehr realistisch.

Im Grunde also eine komplett legitime Sache, die auch logisch ist, weil es eben wirklich mal vorkommen kann, dass während einer Email-Kampagne einige User abwesend sind für längere Zeit und die Emails dann einfach nicht lesen können oder auch wollen, denn im Urlaub möchte man i.d.R. nicht ständig (wenn überhaupt) vorm PC sitzen und seine Emails prüfen…

Aber wieso behandele ich diese Maßnahme dann hier im 2. Teil im Rahmen grenzwertiger oder gar unseriöser Maßnahmen? Eben deshalb, weil hier am meisten geschummelt wird. Denn wer von den Usern kann denn nachprüfen, ob das nun wirklich so ist, dass bestimmte Interessenten im Urlaub waren oder aus diversen anderen Gründen keinen Zugriff auf ihre Emails hatten? Niemand!

Und deshalb nutzen das einige Marketer aus und behaupten dann nach der Aktion – ähnlich wie bei den Serverausfällen – dass dem so sei und versuchen dadurch nach dem eigentlichen Ende einer Aktion nochmals zuzuschlagen. Das ist einfach Augenwischerei und eigentlich schon fast unlauterer Wettbewerb, wie ich finde, denn es ist oftmals einfach nur falsch und gelogen.

Natürlich kann es wahr sein, denn wie ich oben beschrieben hatte, kann es wirklich sein, dass es diese User gibt. Aber – und das ist hier entscheidend – wenn es diese User gibt und sie wirklich danach noch ernsthaft an der Aktion bzw. dem Produkt interessiert sind, dann kommen sie automatisch von selbst auf dem Anbieter zu und dann kann der Anbieter immer noch reagieren – dann muss man als Anbieter nicht nochmal eine Mail an alle User raushauen und seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen!

Ja, ich weiß, es wird langsam eine Floskel und vielleicht können es einige Leser hier schon nicht mehr lesen/hören, aber es ist nun einmal das offene Nr-1-Geheimnis für den wirklichen Erfolg: Glaubwürdigkeit, gepaart mit Vertrauen – und der Bestätigung dieser immer und immer wieder aufs Neue!

Der Zuspruch ist weiter so gigantisch, dass…

Sie merken ja, ich beziehe diese Maßnahmen in der Serie hier im Prinzip fast ausschließlich auf kurzfristige Email-Kampagnen. Aber nur hier machen diese ja auch wirklich Sinn. Die meisten Maßnahmen, die ich hier beschreibe, würden bei einem Dauerverkauf niemals ziehen und machen dort schlichtweg überhaupt keinen Sinn.

Deshalb ist auch die Maßnahme des „andauernden Zuspruchs“ aus meiner Sicht eher lächerlich, als dienlich. Sicher kennen Sie es auch, wenn nach einer eigentlich bereits beendeten Email-Aktion eine zusätzliche Email eintrudelt mit dem Inhalt:

„Der Zuspruch für unser Produkt ist weiterhin ungebrochen und riesig. Deshalb verlängern wir die Aktion nochmals um xx Tage…“

Das mag bei bestimmten Produkten oder Aktionen vielleicht sogar noch stimmen und auch sinnvoll und nachvollziehbar sein, dass dann eine Kampagne verlängert wird, aber doch nicht bei einer kurzfristigen Email-Kampagne.

Denn mal ehrlich: Die Menschen, die laut dieser Ankündigung so ungebrochen interessiert sind, würden die nicht dann sowieso schon während der Aktion kaufen wie wild? Die müssten doch dann nicht das Ende der Aktion abwarten, um zu kaufen. Also kann es eigentlich nie wirklich zu einem ungebrochenen Zuspruch kommen!

Und wenn jemand während der Aktion zu spät kam und nur deshalb nicht vorher kaufen konnte, ja der ist wieder an der Stelle, die ich im Punkt davor (Urlaub & Co) erläutert hatte und um die User kann man sich dann individuell noch kümmern.

Großes Fazit zu den 3 Teilen der Reihe

Es gibt sicherlich eine Menge Marketing-Methoden und verkaufsfördernde Maßnahmen. Doch egal welche das sind, man darf nicht den Fehler machen und denken, diese seien – wie leider viele User meinen – nur dem Internetmarketing anzulasten. Egel in welchem Bereich oder worüber man in der heutigen Zeit mit Werbung in Berührung kommt, man wird immer mit speziellen Angeboten konfrontiert werden.

Dabei arbeitet die TV-Werbung schon seit Jahrzehnten mit solchen verkaufsfördernden Maßnahmen und Tricks. Die Menschen regen sich aber meiner Meinung nach vor allem deshalb speziell im Internetbereich über solche auf, weil die TV-Werbung dies bezüglich schon fast normal scheint und zu Alltag dazugehört – einfach nur noch als „dazu gehörend“ akzeptiert wird. Dabei ist sie nichts anderes, als Werbung im Internet.

Es wird immer Menschen geben, die die ein oder andere Methode davon als Augenwischerei oder gar Abzocke bezeichnen, doch wenn auch diese Menschen mal genauer überlegen, dann müssen Sie erkennen und zugeben, dass gerade die eigentlich vollkommen legitimen Methoden oft nur was Positives für den Kunden bedeuten.

Denn wäre diesen Leuten lieber, das entsprechende Produkt würde zum Beispiel im Rahmen einer Einführungsaktion schon sofort mehr kosten? Eines ist doch mal klar: Wer an dem Produkt interessiert ist, der wird sich doch über den kleineren Preis freuen und wer sowieso nicht interessiert ist und war, dem kann es doch egal sein, also wozu die Ausregung? 😉

Selbstverständlich gibt es unter diesen Methoden völlig legitime, aber eben auch welche, die sogar grenzwertig sind. Manche Anbieter von diversen Produkten und Dienstleistungen missbrauchen diese Methoden auch schlicht weg und gerade das wirft ein negatives und schlechtes Licht auf Werbung.

Verkaufsfördernde Maßnahmen sind wichtig und völlig legitim, aber diese sollten im Rahmen bleiben, dürfen nicht missbraucht werden und wie so oft sollte man als Werbender stets ehrlich sein und bleiben!

Es wird immer Personen geben, die nichts von Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit halten und diese Methoden allesamt ausnutzen. Aber diese werden sich nicht nachhaltig am Markt behaupten können und gerade wegen ihrer fehlenden Glaubwürdigkeit, werden diese Dinge bei diesen Anbietern spätestens bei der zweiten oder dritten Aktion einfach nicht mehr ziehen.

Viele verkaufsfördernden Maßnahmen werden als Allheilmittel beschrieben und angepriesen, doch dabei wird nie darauf hingewiesen, dass diese mit Bedacht, sinnvoll und vor allem an richtiger Stelle eingesetzt werden müssen und vor allem, dass man sie nicht missbrauchen sollte, weil man sich dadurch nur selbst schadet.

Ich persönlich konnte die Erfahrung machen, dass sich Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit – gerade was die zeitliche Verknappung betrifft – sehr viel eher auszahlt und zu Stammkunden führt und mir ist doch ein nachhaltiges Geschäft lieber, als nur das schnelle und kurzfristige Geld zu sehen.

Lieber beispielsweise 3 mal 2.000 Euro durch drei jeweils glaubwürdige und ehrliche Aktionen, als 1 mal 3.000 Euro durch eine Aktion, nach der dann wegen der fehlenden Glaubwürdigkeit nichts mehr zieht und durch die dann die Vertrauensbasis zu meinen Interessenten dahin ist.

Die User, die mich schon länger kennen und was ich auch immer wieder bestätige ist, dass es bei mir keine Marketing-Gags gibt und wenn ich limitiere, dann ist das auch so. Ist diese Limitierung ausgeschöpft oder heißt es bei mir, dass eine bestimmte Aktion nur bis dann und dann läuft, dann ist das auch so und die Aktion wird ohne Ausnahmen beendet. Bei Usern, die mich noch nicht lange genug kennen und die es nicht gewohnt zu sein scheinen, dass es mal jemand ehrlich meint, die schauen oft aus der Wäsche, wenn Folgendes passiert:

Ich führe zum Beispiel ein neues Produkt ein und biete für dieses für eine gewisse Zeit einen günstigeren Einführungspreis an. Ist die Einführung beendet, wird der Preis auch wieder angepasst. Jetzt gibt es eben Menschen, die mich noch nicht genau kennen, die denken wieder einmal an einen Marketing-Gag und fangen an zu „pokern“. Sie sollen einfach später kaufen und glauben mir nicht und plötzlich ist der Preis doch deutlich höher.

Was passiert jetzt überraschenderweise? Weil diese Personen meist wirklich interessiert sind und waren, wird trotzdem zum dann gültigen höheren Preis gekauft. Deshalb mein Tip an dieser Stelle: Wenn ich was limitiere oder begrenze, dann ist das auch so und ist i.d.R. auch angebracht und sinnvoll und Sie sollten es glauben! 😉

Was Viele einfach nicht verstehen, die selbst Produkte – auch digitale – im Internet verkaufen möchten ist, dass gerade durch Ehrlichkeit sehr viel mehr erreicht werden kann, als ohne. Denn wenn die Interessenten und Kunden wissen, dieser Anbieter meint es ehrlich und wenn er sagt, dass er zeitlich begrenzt, dann hält der das auch immer ein. Gerade dann zieht eine solche Maßnahme sehr viel eher, als ohne Ehrlichkeit! Denn dann wissen die User genau, dass es wirklich so ist, dass das entsprechende Produkt nach x Tagen nicht mehr erhältlich sein wird!

Marketing-Gags wie Serverausfälle, nicht Produkteinführungen die Wochenlang dauern oder Verknappungen, die keinen Sinn machen, wird es bei mir nicht geben, dafür ist mir die Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit gegenüber meinen Interessenten und Kunden viel zu wichtig!

17 Gedanken zu „Künstliche Verknappung, Einführungspreis & Server-Crash – Cleveres Marketing oder Augenwischerei? (3)“
  1. Hallo Alexander,

    Du sprichst mir mit deinem Artikel aus der Seele 🙂

    Ich selber habe, vor nicht langer Zeit, wieder einmal mein Informations-Budget etwas strapaziert und mir ein ganz spezielles Infoprodukte gekauft, dass Erste was ich auf dieser Seite zu lesen bekam…

    „Heute am (Datum)letzter Tag des Verkaufs! Ab 24.00 Uhr kein Kauf mehr moeglich!!“

    Ich habe dieses e-Book gekauft, weil ich es selber als Affiliate die Angebote dieses Marketer bewerben moechte!

    Habe dieses Produkt dann auch sofort beatellt und nach dem Download gelesen… So vergingen dann die naechsten Stunden und Mitternacht war vorueber, die Verkaufsseite aber noch immer in meinem Browserverlauf angezeigt… mit einem Klick war ich auf seiner Seite und dort bekam ich dann folgenden Satz zu sehen:

    „Heute am (Datum+1)letzter Tag des Verkaufs! Ab 24.00 Uhr kein Kauf mehr moeglich!!“

    Nur das Datum war einen Tag weiter!!! (wie man so etwas einrichtet…. weiss ja nun fast jeder!)

    Sein Produkt ist auch ganz gut, aber ich werde niemals anfangen seine Produkte zu bewerben….. Solche Aussagen mag ich naemlich ueberhaupt nicht und vergleiche sie staendig mit den „200.000“ Mann in einer Downline im MLM…

    Beides nenne ich ganz einfach „Betrug“ und ein absolutes „NO-GO“!

    Meine Meinung mag vielleicht alt und auch Spiessig klingen, aber im realen Leben werde ich genuegend belogen, dann muss ich nicht auch noch im Netz belogen werden :-).

    Guido 🙂

  2. Meine Meinung mag vielleicht alt und auch Spiessig klingen, aber im realen Leben werde ich genuegend belogen, dann muss ich nicht auch noch im Netz belogen werden

    GENAUSO sehe ich das auch !
    Nur eine Lüge im realen Leben führt nicht unbedingt zu Geldverlust bzw. ist schnell nachprüfbar während bei den beschriebenen Verkaufsmethoden schon mal einige Euro für Mist ausgegeben werden können !
    Ich habe schon einige Ebooks und Scripte gekauft,die sich „bei Licht“ besehen als totaler Mist herausstellten und meist auch noch relativ teuer waren.
    Sei es, daß sie nicht richtig funktionierten oder die versprochenen Funktionen nicht erfüllten.
    Das fing an mit einem nicht gängigen Packformat oder einem Windowsprogramm mit dem ICH nix anfangen konnte bzw. es nur mit Trickserei entpacken konnte. Aber vorher keinen Hinweis darauf gesehen haben, daß es eben ein Programm für den Computer und für ein bestimmtes Betriebssystem und nicht für das Internet ist.

  3. Hallo Herr Boos,

    wieder einmal eine Artikelserie, zu der wir Sie beglückwünschen müssen. Gerade bei unserer Bewertung von Ebooks erfahren wir häufig, wie „angesehene“ Internetmarketer gerade im Bereich „Geld mit ebooks“ versuchen, durch eine durch nichts gerechtfertigte Verknappung ihren ebook-lounch nach Vorne zu bekommen…

    Sind diese ebook-Autoren sich eigentlich wirklich nicht bewusst, wie sehr sie durch „ihre Pseudoverknappung“ seriöse Internetnutzer, die auf der Suche nach Methoden, im Internet Geld zu verdienen, „auf den Arm“ nehmen ???

    weiter so, sagt Dr. HJ Karg

  4. Ich wundere mich auch immer wieder, dass so viele auf das schnelle Geld statt zufriedene Stammkunden setzen. Mit der Zeit bekommt man als Kunde das Gespür die erhlichen von dem Rest zu unterscheiden, dafür muss man aber erst ein paar schlechte Erfahrungen machen, was kaum einem erspart bleiben dürfte.

  5. Das mit der künstlichen Verknappungen finde ich eine ziemlich gute Idee. Jetzt da sie es erwähnen, fällt mir auf wie viele heutzutage beispielsweise bei Internet-Shops gelogen wird.
    Aber wir würden es vermutlich alle gleich machen ;P

    1. Hallo Rehner!

      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Wieso gelogen? Ich muss da glaube ich mal wieder etwas klarstellen: Nicht das (künstliche) Verknappen ist schlecht – und schon gar nicht gelogen – sondern, wenn man das Ganze nicht einhält im Nachhinein!

      Also das würde ich Ihnen empfehlen, NICHT „auch so zu machen“… 😉

  6. Hallo Herr Boos,

    Recht haben Sie! Gestern erhielt ich eine Mail, aus „dem und dem Grund“ gibt es zusätzlich X Lizenzen.

    Ist im realen Geschäft ein Produkt ausverkauft, dann ist es nicht mehr da, auch wenn noch 100 Leute in der Schlange stehen.

    Im Internet gewinnen teilweise die „Dollarzeichen in den Augen“ die Oberhand. Das Produkt wird mit einer x-beliebigen Begründung erneut verkauft.

    Zugegeben, es ist verführerisch, das Produkt erneut zu verkaufen. Es muss nicht neu produziert werden, Arbeitsaufwand (für den zusätzlichen Verkauf) fast Null und die Einnahmen explodieren.

    Wie werden aber die potentiellen Kunden beim nächsten Produkt reagieren? Es ist, wie Sie es in Ihrem Artikel schon sagten, die Glaubwürdigkeit sinkt.

    Eine besonders negative Erfahrung machte ich persönlich, als mir ein Produkt zu einem Fünftel des von mir bezahlten Preises angeboten wurde, obwohl es eigentlich schon 14 Tage ausverkauft war.
    Die Mail, generiert über einem Autoresponder –> verschickt an die Käuferadresse.

    Fazit von der Geschicht: Übereile deinen Kauf nicht!!

    Gruß Paula

    1. Hallo Paula!

      Fazit von der Geschicht: Übereile deinen Kauf nicht!!

      Das ist sicherlich absolut richtig. Aber wenn ein User an einem Produkt wirklich interessiert ist, welches von einem seriösen Marketer sinnvoll begrenzt wurde, dann sollte er doch schnell zuschlagen, denn wenn eben jeder Marketer seriös ist und auch daher ernst macht, dann hat man als Wartender Pesch gehabt! Und das ist ja das, was ich hier auch angesprochen hatte im Artikel:

      Es kommen dann tatsächlich nach Beendigung des Verkaufs einige Menschen auf den Anbieter zu und wollen dann doch kaufen, weil sie während des Verkaufs gepokert hatten und sich (weil der Anbieter ernst gemacht hatte) eben verpokert haben!

  7. Wird eine Aktion oder der Verkauf doch verlängert ist es einfach „nur“ unseriös! Das darf einfach nicht vorkommen, es scheint aber fast üblich zu sein, weil nicht wenige Top-Marketer es vormachen. Braucht man ein Produkt nicht zwingend, dann kann man sich so (teilweise) einen Eindruk vom bisher nicht gekannten Marketer gewinnen. Für die (endgültige) Beurteilung ist es ein wichtiges, aber nicht einziges, Kriterium.

  8. Olá e bom dia lieber Alexander!

    Herzlichen Dank für die ausführliche Stellungnahme zu meinem Beitrag im Teil »Vetternwirtschaft im Internetmarketing? Nervige Launches, Gier und Kundenschieberei!?«

    Ich denke aber, meine Antwort dazu gehört eher hier hin, denn ich habe etwas zu mehreren Themen in diesem Zusammenahng zu sagen.

    Um mit dem Schluss deiner Antwort zu beginnen: Ja, Kritik kann durchaus auch negativ sein, aber man sollte dabei die Achtung vor dem anderen nicht aus dem Auge lassen, ihn nicht beschimpfen. Logisch, man kann nicht immer einer Meinung sein. Du stehst ja mit deinen Ansichten und Interessen auf der anderen Seite und hast deshalb möglicherweise auch eine andere Sicht der Dinge; du möchtest verkaufen, ich möchte kaufen. Doch dazu komme ich gleich zurück.

    Du hattest oben in deiner Aufzählung der Gründe noch etwas vergessen – oder habe ich es übersehen? – das auch noch als Grund der Verlängerung vorgeschoben wird: »Einige Käufer haben einen Rückzieher gemacht, bzw. mit der Bezahlung hat etwas nicht geklappt, es sind wenige Plätze wieder frei geworden«. Das ist auch so ein Argument, das ich schon mehrmals gehört habe.

    Alles was du oben gesagt hast, ist inzwischen schon fast gängige Praxis und einfach nur unseriös. Wer so etwas macht, wirkt auf Dauer unseriös. Ich jedenfalls nehme so jemanden nicht mehr ernst und kaufe nichts mehr von ihm.

    Doch zurück noch mal zu deiner Antwort.

    Ob die großen – oder großschreierischen – Internet-Marketer deshalb im Ausland wohnen, weil dort die Preise niedriger sind und sie in Deutschland aufgrund ihrer doch nicht so hohen Einkommen nicht leben könnten, hast du ja wohl nicht wirklich ernst gemeint. Die Lebenshaltungskosten sind zumindest in Europa nahezu die gleichen. Mallorca ist nicht billiger, an der Südküste der Türkei auch nicht sehr viel. Hier im Alentejo, wo die ärmsten aller Portugiesen wohnen, ist es für die Einheimischen sehr teuer, denn wie gesagt sind die Preise ähnlich wie in Deutschland, aber die Leute verdienen EUR 500, wenn’s hoch kommt EUR 700. Außer sie sind bei staatlichen Gesellschaften wie Telecom oder Elektrizität, dann können es auch schon mal EUR 3.000 sein. In Panama oder Tailand mögen die Lebenshaltungskosten dagegen deutlich darunter liegen. Vielleicht aber wollen die ja nur mal andere Luft schnuppern; so zumindest erging es mir und meiner Frau. Ich kenne ein Anwaltspärchen an der Algarve, wo die Frau seit fünf Jahren nicht in Deutschland war und auch gar nichts vermisst.

    Ich möchte ja nur sagen, dass es andere Gründe geben mag, weshalb jemand nicht mehr in Deutschland wohnt; es müssen nicht die leere Kassen sein.

    Zum Thema noch mal. Ich teile deine Ansicht nicht so ganz, die Sache mit den Launches, Prelaunches, Relaunches …

    Okay, wenn du ein neues und sensationelles Produkt auf den Markt bringst, Alexander, so ist es mehr als Recht, wenn du es bewirbst, auch und natürlich mit Unterstützung anderer Internet-Marketer. Aber warum muss man ein elektronisches Produkt verknappen? Es gibt da für mich zwei Gründe.

    1.) Es ist ein relativ hochpreisiges Produkt, das erfolgsversprechend ist, aber keinen großen Wettbewerb verträgt. Die Stückzahl von 200 oder 300 ist dabei eher lächerlich, mehr könnte das Netz – je nach Branche – schon vertragen. Der Grund für derlei Zahlen soll ja nur dazu dienen, die Knappheit zu verdeutlichen, um den Verkauf zu beschleunigen.

    2.) Es handelt sich um ein Produkt mit Beratungsservice. Das ist ein sehr nachvollziehbarer und einleuchtender Grund. Hier kann man auch nach gewisser Zeit weitere Käufer hinzugewinnen, nämlich wenn der Service für die bisherigen Kunden nicht mehr erforderlich ist. Hier dürfte aber auch gelten: Je besser das Projekt konzipiert ist, je weniger Nachfrage ist nötig.

    Meine Ansicht zu dieser ganzen Materie sieht so aus, und so werde ich es handhaben, wenn ich so weit bin – es sei denn, mein Charakter hat unter dem Geldfluss so gelitten, dass ich Skrupel Humanismus über Bord geworfen habe und nur noch auf’s Kassemachen fixiert bin – wer weiß: Ich würde ein Produkt promoten und es mit allen humanen Mitteln bekannt machen, ich würde es als Partnerprogramm anbieten und über Affiliater gegen Zahlung einer Provision von 50 bis 70 % vertreiben. Natürlich würde ich es – soweit möglich – verbessern und eine neue Version mit allem Brimborium promoten. Bisherigen Kunden würde ich für einen kleinen Betrag ein Update anbieten, natürlich ebenfalls unter Beteiligung der Affiliater.

    Damit hätte ich ein gutes Gefühl. Doch was spricht dagegen?

    Dagegen spricht, dass ich nicht auf einen Schlag EUR 20.000 oder 35.000 einnehme. Das ist wahrlich traurig, wo ich mir doch so gerne ein Häuschen auf Mallorca gegönnt hätte und dringend die Abzahlung benötige. Was noch? Nun ja, die Leasingrate für das Cabriolet ist natürlich auch nicht drin.

    Was aber spricht dafür?

    Ich habe keine Stress, denn so wie die Launches derzeit ablaufen, muss ich doch immer auf der Hut sein, dass alles reibungslos funktioniert. Natürlich läuft das alles ja weitestgehend automatisiert ab, trotzdem aber muss ich alles im Auge behalten. Was machen meine Kollegen, halten die sich an Abmachungen? Fordert da jemand per Videoanleitung die Leute seiner Liste auf die Cookies zu löschen? Gibt jemand hohe Boni um Kunden zu ködern?

    Mein Verkauf läuft langsam und ruhig. Käufer können das Produkt testen, es einsetzen. Wenn sie sich überzeugt haben, dass Preis und Nutzen stimmen, empfehlen sie es Freunden und Bekannten weiter. Die dann ebenfalls. Keiner muss etwas überstürzen, weil das Produkt etwa zeitlich begrenzt zu haben ist, nein, es ist immer zu haben und wird gekauft, weil es gut ist und seriös vermarktet wird. Wenn meine Kunden also zufrieden sind – und davon gehe ich aus – haben sie Vertrauen zu mir und kaufen sogar ungesehen weitere Produkte und empfehlen sie weiter.

    Tja, so ein Vertrauen zu gewinnen, kostet natürlich was — nämlich Zeit. Wer die nicht hat, der macht es halt so, wie es derzeit die große Masche ist. Wer sich aber die Zeit nimmt, der hat einen großen Gewinn; nicht gleich, aber auf Dauer.

    Das ist für mich ein sinnvolles und seriöses Geschäft. Und ich denke, lieber Alexander, du kannst mir da sicherlich zustimmen, denn viel anders machst du es doch wohl auch nicht – oder?

    Okay, du wählst Affiliate-Partner aus, die sich bei dir bewerben – so jedenfalls habe ich das verstanden. Aber du gehst auch den Weg über das langwierige Geschäft. Das läuft doch auf Dauer. Und es kommt so laufend etwas herein. Und du bietest eine kostenlose Informationsplattform an. Das ist doch ein fantastischer Service. Hier können Interessenten Informationen einholen.

    Ich habe mich bei dir umgesehen und habe dort außer guten Informationen auch gute Produkte entdeckt. Ich werde mir das eine oder andere gerne zulegen; aber nicht jetzt, weil ich noch an anderen Projekten arbeite. Das Schöne ist ja, dass ich jederzeit darauf zurückkommen kann, weil ich diese guten Produkte auch später noch erwerben kann. Und wenn ich sie für gut befinde, auch gerne weiter empfehle. Denn: Meine Freunde hören auf meinen Rat.

    Gruß
    Jan | Portugal

    PS: Bei Daniel läuft zu diesem Thema der Server echt heiß, es ist gar zu befürchten, dass er zusammenbrechen wird.

    1. Hallo Jan!

      Das ist für mich ein sinnvolles und seriöses Geschäft. Und ich denke, lieber Alexander, du kannst mir da sicherlich zustimmen, denn viel anders machst du es doch wohl auch nicht – oder?

      Natürlich, da hast du absolut recht. Aber natürlich nutze auch ich gewisse Marketing-Tricks und Techniken, da will ich mich überhaupt nicht ausnehmen. Denn schließlich verkauft man nichts ohne Marketing, das ist nun mal so – überall, in jeder Branche. Sehr wichtig ist eben, wie man bestimmte Dinge rüber bringt. Eben wie ehrlich, glaubwürdig und vor allem nachvollziehbar!

      Wenn dein Projekt steht, wie du beschreibst, dann lass bitte wieder von dir hören/lesen, das würde mich sehr interessieren! 😉

  9. Hallo Alexander – ich noch mal. Ich hab noch einmal etwas zum Thema Augenwischerei zu sagen.

    ————————

    Wenn ich es nicht überlesen habe, ist ein Bereich wohl noch nicht angesprochen worden, nämlich eine Preisgestaltung nach Mondscheintarifen. Das wirft die Frage auf, wie überhaupt Preise kalkuliert werden?

    Okay, ich denke mir, dass hier mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Zum einen wohl kalkuliert man zunächst die in das Projekt investierte Arbeit, zum zweiten wie viel Nutzen es dem Käufer bringen könnte, zum dritten wie viel Käufer man erwarten darf, zum vierten wie viel der Käufer bereit sein wird auf den Tisch zu blättern.

    Zugegeben, eine Preisfindung ist wohl nicht ganz einfach. Aber irgendeine Entscheidung wird zum Schluss fallen – müssen. Du kennst das ja von deinen eigenen Produkten.

    Sofern es sich bei der Einführung nicht um ein Produkt handelt, dass zeit- und stückzahllimitiert ist – was in den seltenen Fällen wirklich begründet ist – sondern auf dem Markt bleibt, kommt später eventuell die Nachfrage hinzu, die den Preis gegebenfalls ein wenig nach oben hin korrigiert; so wie du es ja auch schon praktiziert hast, Alexander. Das halte ich auch für total legitim – nach dem bewährten Muster von Angebot und Nachfrage.

    Jetzt frage ich mich aber aus höchst aktuellem Anlass, weshalb ein Verkaufspreis von EUR 2.688 als der wahre Preis angesehen, das Projekt zum Schluss aber dann doch weit darunter sozusagen verschleudert wird.

    Da wird ein Projekt angeboten, das aus vier Modulen besteht. Das erste Modul kostet – angeblich – EUR 997, das zweite – angeblich – 497, das dritte und vierte – angeblich – je EUR 497. Somit ergibt sich der oben genannte Preis.

    Jetzt kommt’s aber, denn dort heißt es weiter unten:

    • EUR 1.297 wäre mehr als gerechtfertigt
    • EUR 997 wären schon krass, aber
    • EUR 597 wären so cool, dass die Leute einem den Kurs aus den Händen reißen würden

    Von dem von mir ermittelten Preis von EUR 2.688 ist nirgend wo die Rede, jetzt wird von höchstens EUR 1.297 gesprochen. Aber jetzt kommt’s:

    • Heute kostet alles nur EUR 497 !!

    • Und obendrauf gibt es noch zehn Bonusdreingaben!

    Na, wenn das man nichts ist, denn das ist ja nur ein Bruchteil des ursprünglich angesetzten Preises, nämlich ein Nachlass von unglaublichen 81,5 Prozent – oder anders gesagt, rund fünfeinhalb mal so billig!

    Hierbei handelt es sich aber nicht etwa um einen Einführungspreis, was zwar auch merkwürdig, aber noch irgendwie nachvollziehbar wäre. Nein, das ist der reguläre Preis dieses Projekts, denn aufgrund des gebotenen Service wird nur eine bestimmte Stückzahl an Kunden abgegeben. Doch an wie viele, bleibt ein Geheimnis, man erfährt lediglich, dass es auf gar keinen Fall 500 sein werden.

    Ja, geht’s noch?
    Was soll denn so etwas?

    Okay, der Anbieter ist mir als seriös bekannt. Doch was er hier macht, lässt mich nun doch etwas ins Zweifeln geraten – was ich schade finde. Das hat für mich so eine Mentalität an sich, wie ich sie nur all zu gut vom Hamburger Fischmarkt her kenne: Da wird auch immer noch was draufgegeben und/oder der Preis sukzessive so weit gesenkt, bis jemand zugreift.

    Ich denke sogar, dass man hier tatsächlich einen großen Gegenwert für sein Geld erhält – das möchte ich keineswegs infrage stellen. Aber die Art und Weise dieser Anpreisung geht mir so gegen den Strich, dass ich hier ganz bestimmt nicht zugreifen werde. Nun ja, das tun denn andere und wird den Anbieter nicht arm machen. Das Entscheidende aber: Er hat in meinen Augen deutlich an Ansehen verloren. Ich denke, ich dürfte nicht der einzige sein, der das so sieht. Ich bezweifle gar inzwischen auch, dass eine Stückzahlbegrenzung – welche auch immer, sie wurde wohlweislich nicht genannt – überhaupt stattfindet.

    Tja, für Geld kann sich dieser Internet-Marketer natürlich alles kaufen, er kassiert ja nun jede Menge an Kohle ein, was ihm von Herzen auch gegönnt sein mag, denn er hat schließlich viel Arbeit investiert, das weiß ich.

    Was er sich aber von noch so viel Geld nicht kaufen kann, ist

    • Aufrichtigkeit
    • Glaubwürdigkeit
    • Ansehen
    • Seriosität
    • Vertrauen oder
    • einen guten Ruf

    All das hat er meiner Ansicht nach gründlich – und völlig grundlos – verspielt. Dies einem als legitime Marketingtricks verkaufen zu wollen, übersteigt die Grenzen des Erlaubten – für wie blöd werden Kunden denn gehalten?

    Klar dürfte für mich sein, dass ich seine Angebote künftig wohl einfach links liegen lasse. Was sonst?

    Jan | Portugal

    1. Hallo Jan!

      In Vielem haben Sie sicherlich Recht. Was den Preis betrifft, so mag dieser vielleicht wirklich utopisch klingen, aber solange man den Kurs nicht kennt, darf man sich hier kein abschließendes Urteil bilden. Ich glaube auch, dass wohl jeder weiß, wen du meinst.

      Man darf einem Anbieter nicht zum Vorwurf machen, dass er einen bestimmten Preis verlangt, hier kann ja jeder für sich entscheiden, ob ihm das Wert ist oder nicht. Hier ist einfach wieder das Problem zu sehen, dass man eben im Vorfeld schlecht als Kunde einschätzen kann, wie umfangreich das Produkt letztlich ist.

      Davon abgesehen, bin ich mir hier schon sicher, dass wirklich sehr viel Arbeit dahinter steckt und dass das Produkt nicht unbedingt Mist ist – ganz im Gegenteil. Ok, knapp 3.000 Euro Wert ist natürlich für den Kunden erst einmal schwer nachzuvollziehen, aber wer weiß das als Außenstehender?

      Ich habe das Ganze nur nebenbei verfolgt in den letzten Tagen. Wenn es wirklich so ist, dass es mal über 1.000 gekostet hatte und jetzt plötzlich nur 400 Euro (!?), dann kann man das sicher hinterfragen, das stimmt.

      Man mag die Launches stark kritisieren können, ja, aber die Produkte, die dahinter stecken müssen nicht immer schlecht sein – ebenfalls im Gegenteil. Aber hier kann ich mir kein persönliches Urteil bilden, weil ich diese nicht inhaltlich kenne.

      Im Endeffekt muss immer jeder selbst entscheiden, was er möchte.

      Noch kurz zur Verknappung: Ich finde hier ist eine Stückzahlbegrenzung auf jeden Fall sinnvoll und angebracht. Im Gegenteil: Würde es hier keine geben, wäre es zu hinterfragen, denn: Es ist ein Kurs, der nach dem Verkauf (zumindest ist die Rede davon) extrem viel Zeit für Support kostet und sehr zeitintensiv sein wird, weil die Kunden ja – so der Teaser – persönlich begleitet wird!? Hier MUSS sogar eine Verknappung her…

      Ich finde, dass du dir hier selbst ein wenig widersprichst! 😉

  10. Hallo Alexander!

    Ich habe keinesfalls den Preis kritisiert, mit keinem Wort. Bei genauem Hinschauen müsste man doch erkennen, dass es mir um Praktiken geht dem Kunden weiß zu machen, er bekomme ein Produkt im Wert von Rund EUR 2.700 zum Preis von lumpigen EUR 400! Eine Wertung habe ich nicht vorgenommen.

    Du hast natürlich völlig Recht, wenn du sagst, man kann als Kunde nicht einschätzen was man letztendlich bekommt für sein Geld. Aber nicht anders ergeht es uns auch, wenn wir eine Packung Reis kaufen im Supermarkt – lediglich mit dem Unterschied, dass wenn ich damit nicht zufrieden bin, nicht gleich die Haushaltskasse für einen Monat draufgegangen ist.

    Mir geht es hier weder um das Produkt als solches, noch um den Preis. Das Produkt hat auch nie irgendwann über EUR 1.000 gekostet, es ist nagelneu.

    Ich stimme dir auch völlig zu in deiner Ansicht, dass eine Stückzahlbegrenzung hier angebracht ist, weil ein Support angeboten wird. Eine andere Ansicht habe ich nie vertreten, kein Wort davon! Und deshalb ist das auch kein Widerspruch. Wenn du dich erinnern magst, habe ich dies in einem anderen Betrag gar ausdrücklich begrüßt.

    Ich habe lediglich angemerkt, dass gar keine Stückzahl genannt wird, der Anbieter hat lediglich gesagt, dass es keine 500 sein werden; das aber ist doch wohl eine ziemlich vage Aussage. Oder?

    Ich weiß ja, Ralf ist an sich ja auch ein lieber Kerl, aber was er hier aus marketing-technischen Gründen geliefert hat, ist echt der Abschuss. Für mich ist er unten durch. Ich denke, auch ihm ist irgendwie der Erfolg zu Kopf gestiegen. Eigentlich wirklich schade, denn ich habe ihn gemocht. Aber das ist schon vielen Leuten so ergangen, die vom armen Schlucker zum Erfolgsmenschen aufgestiegen sind. Ich bewerte das auch gar nicht, denn ich kann nicht sagen, wie ich selbst mich entwickeln würde, wenn ich in einer solchen Situation bin. Alle diese Menschen haben irgendwann einmal gesagt: »Wenn ich reich bin, ich ändere mich nicht, ich bleibe immer so, wie ich bin.« Aber ich möchte darüber nicht an dieser Stelle philosophieren.

    Aber noch etwas stellt man jetzt fest: Das Produkt ist auch noch zeitlimitiert, denn heute um Nacht um 22:30 Uhr soll – angeblich – der Verkauf eingestellt werden. So hat man nach dem Abendprogramm und den Nachrichten gerade noch Zeit zuzuschlagen.

    Man darf ja gespannt sein, wie häufig der Server wegen zu hohem Andrang abstürzt und das Produkt doch noch mal zum Verkauf frei gegeben wird. Wahrscheinlich sind auch wieder Plätze frei geworden, weil ein paar Leute nicht gezahlt haben. Die Frage ist ja nur: Was für Plätze sind frei geworden, wo doch gar keine Stückzahl genannt wird.

    Alexander, wir werden sehen, was sich hier noch tut. Ich jedenfalls bin gespannt.

    Jan | Portugal

    1. Hallo Jan!

      Ich finde, und das mache ich in meinen Artikeln auch immer deutlich, dass auch die zeitliche Limitierung legitim ist, das würde ich auch machen, bei einem Produkt, welches nicht in den Dauerverkauf geht und das werde ich auch in Zukunft weiter so tun. Dagegen hatte ich nie etwas geschrieben. Man darf jetzt nicht den Fehler machen und immer nur Erbsen zählen…

      Das Wichtigste ist immer nur – und das bleibt auch hier zu beobachten – ob diese Limitierung ernst gemeint ist und auch eingehalten wird oder ob es doch nur ein Marketing-Gag ist/war und nach dem Verkauf wieder aufgemacht wird – das ist ein Himmel weiter Unterschied!

      Aber die zeitliche Limitierung etc. jetzt auf Teufel komm raus immer negativ zu kritisieren, da werde ich mich niemals anschließen, sorry. Denn der Anbieter hat doch immer noch das Recht, zu entscheiden, ob und wieer seine Produkte (!) limitieren möchte. Nur die Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit ist hierbei wichtig. 😉

      Eines will ich ja nochmal klarstellen: Trotz dem, dass ich manche Praktiken hier kritisiere und negativ beleuchte, bin auch ich letztlich ein Marketer. Und eines muss auch klar sein: Wer im Internet Geld verdienen will, der wird mit „Sprüchen“ (übertrieben ausgedrückt) wie „Lernen Sie in meinem Produkt wie Sie in 5 Jahren 100 Euro verdienen“ und „Mein Produkt wird es ewig geben und nur 1 Euro kosten“ ganz klar nichts reißen!

  11. Olá e boa noite lieber Alexander!

    Zunächst, eine gleichzeitige Zeit- und Stückzahlimitation schließ sich eigentlich aus, ist zumindest überflüssig. Aber ich will ja mal nicht so kleinlich sein.

    Mir geht es auch überhaupt gar nicht darum, wie DU es machst, das habe ich nie kritisiert. Warum aber nur habe ich das Gefühl, dass du häufig dabei bist vieles zu rechtfertigen. Hast du das Gefühl ich greife deine Praktiken an? Das ist überhaupt nicht meine Absicht. Außerdem, Alexander, habe ich gar nicht den Eindruck, dass du es ebenso reißerisch machst.

    Du selbst hattest hier ein Thema umfassend zur Diskussion gestellt, und ich habe sachlich meine Meinung dazu geäußert. Und deine Meinung muss sich auch keinesfalls mit meiner decken – es sei denn, du kannst andere Meinungen als deine für sich nicht stehen lassen.

    Nun sei’s drum; ich wollte eigentlich etwas ganz anderes sagen, nämlich zu dem, was du früher schon und auch jetzt wieder zu verdeutlichen versuchst, nämlich wie glaubwürdig ist ein Anbieter, wenn er seine Ankündigungen nicht wahr macht?

    Dann manchen wir uns doch mal auf den Weg und schauen uns den aktuellen Fall einmal näher an.

    Heute Nacht ist Schluss. So tönte es uns ja aus allen Rohren heute noch entgegen. Der Anbieter selbst schrieb heute Morgen noch: »HEUTE schließt der VIP-Affiliateclub auf jeden Fall!«

    Pustekuchen!

    Ralf – und zwangsläufig auch all seine Affiliater – hat am Abend eine eMail raus geschickt, dass noch lange nicht Schluss ist … diesmal ohne Zeitangabe, es heißt lediglich Montag. Aber da kommt bestimmt noch was.

    Diesmal ist allerdings nicht der Server abgestürzt, das betont der Anbieter ausdrücklich; er hat sich lediglich bequatschen lassen, sein Angebot heute nicht zurückzuziehen. Die Gründe – die er ehrlich und offen preis gibt – sind völlig einleuchtend:

    • Die Anfrage ist immer noch riesengroß

    Was für Anfragen? Ich denke es geht um ein Angebot? Da greift man doch entweder zu oder lässt es bleiben. Hier muss man doch nicht anstehen und die Tür wird einem just zu jenem Zeitpunkt vor der Nase zu gemacht, wo ich zugreifen will.

    • Es gab Beschwerden über das Zeitlimit

    Beschwerden? Entweder bestelle ich oder ich lasse es bleiben. Es geht hier ja nicht um eine Rückwärtsauktion, wo es von Gebot zu Gebot billiger wird. Wenn ich an dem Produkt interessiert bin, klicke ich den Bestellbutton und bezahle. Fertig! Worüber sollte man sich da beschweren?

    • Der Hauptgrund aber ist angeblich, dass der Anbieter im laufenden Launch alle eMails persönlich – was er ja versprochen hatte – mühelos beantworten konnte und somit sich entschloss, die Anzahl der Mitglieder zu erhöhen.

    Auch das ist interessant, denn von einer begrenzten Anzahl wurde ja nie explizit gesprochen, also kann man die ja wohl kaum erhöhen – oder auch ins Unermessliche steigern. Aber entscheidend ist ja wohl, dass der Anbieter offensichtlich eine Service-Situation innerhalb des Verkaufszeitraums mit einem Support nach dem Kauf nicht zu unterscheiden in der Lage ist. Denn danach fängt ja der Support erst richtig an. Hat er den dann auch noch im Griff?

    Ich denke, dass hier völlig klar sein dürfte, dass die reißerische Marketingmethode diesmal nicht nur bei mir nicht gezogen hat und deshalb die Käufe weit hinter den Erwartungen des Verkäufers zurückgeblieben sind. Dass dies Produkt für EUR 400 ein wahres Schnäppchen ist, wo man doch einen Gegenwert von EUR 2.700 erhält, ist wohl nicht so richtig angekommen. Auch die Bonusdreingaben haben offensichtlich nicht gefruchtet. Sind die Leute zu dumm?

    Schade, ich hätte es Ralf wirklich gegönnt – trotzdem ich mein Vertrauen in ihn und seine Glaubwürdigkeit verloren habe; das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Er ist ein Mensch und soll gut leben.

    Jan | Portugal

    1. Hallo Jan!

      Nein, ich rechtfertige nichts, sondern schildere meine Meinung dazu. Und wenn die nun mal etwas differenzierter ist, dann stelle ich das klar. Würde ich mich nicht äußern, könnte bei manchen Usern der Eindruck entstehen, dass ich hier eine Plattform bieten möchte, die sich über Marketing-Aktivitäten „beschwert“ – ich bin doch kein Wiki Leaks des Internetmarketings! 😉 *lach*

      Ich schreibe doch auch nicht, dass du unrecht hast, sondern ich schildere ebenfalls nur meine Meinung. Dass ich keine andere Meinung akzeptiere, das meinst du nicht wirklich ernst, oder? Da appelliere ich jetzt aber ernsthaft an dich: Denn wäre dem so, hätte ich deine Beitrage alle gelöscht und nicht freigegeben.

      Im Gegenteil: Ich schreibe doch, dass du in den meisten Dingen absolut Recht hast. Ich gebe aber meine Meinung kund, wenn ich es für richtig halte, um meinen Standpunkt ebenfalls deutlich zu machen.

      Ich betone hier nochmal ausdrücklich: Auch in diesem Beitrag gebe ich dir absolut Recht. Ich habe das mit dem verlängerten Angebot auch mitbekommen und das ist ja dann der Punkt, den ich meine. Nicht die Begrenzung war das Problem, sondern, dass jetzt schon wieder die Begrenzung nichtig gemacht wurde, das ist sicher nicht in Ordnung.

      Ich freue mich wirklich über jeden Kommentar – auch von dir, ganz klar – denn auch negativ-kritische Meinungen sind sogar erwünscht. Aber wenn hier namentlich User angeprangert werden, dann finde ich es nicht so nett. Es soll hier mit Sicherheit, wie bereits erwähnt, kein Wiki Leaks für Arme entstehen… 😉

      Ich freue mich aber auf viele weitere Kommentare von dir! Hast du diesmal eine andere Email-Adresse genutzt? Wieso muss ich dich erst freischalten? 😉

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